Projektwoche „Urlaubswoche“ im Seniorenzentrum St. Josef in Dattenfeld

„Zuerst war es nur eine Welle – eine Idee, die sich zur Projektwoche „Urlaubswoche“ im Seniorenzentrum St. Josef in Dattenfeld entwickelte-das Kapitäns-Dinner war am Mittwoch Höhepunkt der noch laufenden Projektwoche

Die Sommerzeit ist eine Zeit des Aufbruchs, zur Erholung und zum Erkunden bekannter und neuer Reiseziele. Später erinnert man sich gerne an das Erlebte und erzählt darüber. Das gehört bei jungen und auch alten Leutchen zur lieben Gepflogenheit.

Passend zur Jahreszeit befasste sich auch der Soziale Dienst/Beschäftigung im Seniorenzentrum St. Josef in Windeck-Dattenfeld mit dem Thema. Was anfangs nur eine Idee war, entwickelte sich zum speziellen Projekt „Urlaubswoche“ Und wie eine Welle am Strand alles erfasst, so wurden auch die Bewohner/innen, Pflege- und Betreuungskräfte von der Welle der Begeisterung mitgerissen. Im Seniorenzentrum waren damit alle in das interessante Projekt eingebunden. Pflegedienstleiterin Nicole Kusenberg-Patt brachte Muscheln aus dem Urlaub in Dänemark mit und animierte so auch andere aus ihrem Urlaub gleiches zu tun. Heimleiter Friedbert Röhrig forderte Urlaubsprospekte von Sylt und Norderney an, die im Eingangsbereich des Pflegeheims eingesehen und auch mitgenommen werden können. Auch die Hausmeister Alexander Deisling und Thomas Windmüller und ihre Helfer waren gefragt. Denn es wurden Werkzeug und Material zum Aufhängen benötigt. Ein „zartes Zähneknirschen“ gab es bei den Raumpflegerinnen, die befürchteten, dass sich der Sand, der den an der Rezeption aufgestellten Strandkorb und den Leuchttum umgaben, in die Räume verteilt werden könnte.

Der Eingangsbereich der Betreuungseinrichtigung wurde passend zum Projektthema seemännisch geschmückt. So weist ein Fischer mit Fangnetz und einer Schwimmweste auf das Leben im und am Meer hin. Heimbewohner Gerhard Grahnert hat als ambitionierter Bastler drei funktionierende Leuchttürme und Möwen gebastelt und bemalt und Doris Klinger hat dabei mit geholfen. Die Möwen wurden zu Ehren von Helfern auf deren Namen getauft. Am Empfang weisen Wegweiser auf Urlaubsregionen an Nord- und Ostsee in den Bewohnergruppen hin: Cuxhaven (Rezeption); Texel (Bereich Herbstlaub); Timmendorfer Strand (Winterzauber), Sylt/Norderney (Frühlingsduft); Ribnitz-Damgarten (Sommerwind); Rügen-Usedom (Galerie). Der Strandkorb im Eingangsbereich und die Liege auf dem Balkon von Herbstlaub bieten auch für die Nachtschwestern in der Pause die Möglichkeit zur Entspannung. Die Heimbewohner, die ihren Beschäftigungsraum mit selbst gebastelten Wimpeln, Schiffen, Leuchttürmen, Muschelbildern und gemalten Schiffsbildern liebevoll zum Urlaubsziel umgestaltet haben, können sich im Rahmen der morgendlichen Zeitungsrunde und beim Gedächtnistraining daran erfreuen und über eigene Urlaubserlebnisse berichten.

Passend zum Thema hat die hauseigene Küche eine Kulinarische Woche mit Fisch und vielem mehr vorbereitet und überrascht damit die Heimbewohner. Ein Höhepunkt der „Urlaubswoche“ im Seniorenzentrum war am Mittwoch „Des Käptains letztes Dinner“, das bei herrlichem Sonnenschein im „Hafen“ im Innenhof stattfinden konnte. Andrea Aberfeld vom Sozialen Dienst/Beschäftigung informierte als „Smutje“ (Leichtmatrose) über die Projektwoche und alle damit verbundenen Ideen und Aktivitäten und dankte allen, die bei der Vorbereitung und zum Gelingen der „Urlaubswoche im Heim“ beigetragen haben und noch beitragen. Sie übergab danach das Steuer an „Kapitän“ Friedbert Röhrig. Der Heimleiter grüßte alle Bewohner/innen, die an den Dinnertischen Platz genommen hatten, mit einem herzlichen „Schiff ahoi“ und teilte auch mit, dass er das „Traumschiff St. Josef“ nicht nach dem Dinner, sondern erst zum Silvester-Feuerwerk verlassen wird, denn das „Kreuzfahrtschiff St. Josef“ hat aufgrund noch nicht abgeschlossener Verhandlungen seinen neuen Heimathafen noch nicht erreicht. Die Hauswirtschaft hatte die Tische liebevoll dekoriert und servierte das Essen zusammen mit Pflegekräften, Animateur „Obermaat“ Reimund Becker weiteren Helfern.

Für die musikalische Untermalung mit bekannten Seemanns- und Volksliedern sorgte Markus Wolters, bekannt als Dirigent und Chorleiter, auf dem Schifferklavier. Es war dies eine Erinnerung an die Große Freiheit Nr. 7, Wind und Meer. Wolters wird zum Abschluss der Themenwoche auch mit Reimund Becker das Hafenkonzert gestalten. Beim ersten Gang des Dinners wurden geräucherte Pfeffermakrele auf Schwarzbrot an einem Salatbouquet serviert. Hauptgang war Holsteins Sahneschnitzel mit Broccoli und Spätzle. Zur aus der Fernsehserie „Traumschiff“ bekannten Melodie des Dinnermarschs von James Last servierten Dorothe Schmidt und Patrick Busch vom Küchenteam, angeführt von Käpt`n Friedbert Röhrig die Eisbombe als krönenden Abschluss. Es war dies ein gelungener Dinnerabend, für den sich alle bedanken.

(Text & Bilder: Erwin Höller)

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