Überflüssig, zerstörerisch, kostspielig – Waldautobahn in Altwindeck wird gnadenlos durchgezogen

Eine Stellungnahme des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) zum Waldwegebau in Altwindeck, Schlossberg:

Bürger und BUND haben den Eingriff jahrelang bekämpft – jetzt wird er exekutiert! Kröfges: Umweltbeauftragter hat versagt – Gemeinde Windeck trägt die Hauptverantwortung!

Waldwegebau in Altwindeck, Schlossberg

Waldwegebau in Altwindeck, Schlossberg

Leider müssen die Altwindecker sich darauf einstellen, dass am 12. Oktober am Schlossberg die Bagger anrollen, eine beträchtliche Schneise von mind. 5 bis 10 m Breite in den alten Waldbestand und den Berghang fräsen und hierfür mindestens  150,  z.T. ältere und ökologisch wertvolle Laubbäume abholzen werden.

Im Auftrag der Flurbereinigungsbehörde bei der Bezirksregierung Köln wird ein sogenannter Holzrückeweg von über 500 m Länge gebaut, für eine Holzabfuhr mittels Harvester, Traktoren und LKW. Zusätzlich wird in einem derzeit völlig zugewachsenem Bereich ein geschotterter Holzab- und Umladeplatz eingerichtet.

Diese Baumaßnahme wird von zahlreichen Bürgern und den Naturschutzverbänden, so auch dem BUND, der sich hiergegen besonders ins Zeug gelegt hat als überflüssig, überzogen und absolute  Geldverschwendung angesehen. Der BUND erhebt insbesondere gegen die Gemeinde Windeck schwere Vorwürfe, da diese es in der Hand gehabt hätte, durch das Zulassen der Benutzung des Gemeindeparkplatzes neben dem Museumsvorplatz eine alternative Möglichkeit für die Holzabfuhr zu schaffen. Diese war nach einem Ortstermin des BUND mit dem hiesigen Forstamt der Gemeinde vorgeschlagen worden, aber am Widerstand des „sogenannten“ , so Kröfges, Umweltbeauftragten der Gemeinde, Herrn Dr. Grothus gescheitert, der geltend machte, dass die Gemeinde dann u.U. öffentliche Zuschüsse zur Herrichtung des Parkplatzes zurückzahlen müsste.

Zur Vorgeschichte:

Jahrelange Auseinandersetzungen, teilweise öffentlich, teilweise hinter den Kulissen, mehrere Erörterungs- und Ortstermine, Gespräche mit dem Minister und Abteilungsleiter, zahlreiche Eingaben, auch eine lokale Unterschriftensammlung, an der sich nahezu alle Altwindecker beteiligten, haben nichts genutzt: Am 13.1.2014 schuf die Bezirksregierung Köln mit dem Planfeststellungsbeschluss im Flurbereinigungsverfahren Windeck II Fakten und erzwang hiermit den überzogenen Wegebau am Fuße des Schlossberges in Altwindeck. In diesem Beschluss sind sämtliche Bedenken, die vorgebracht wurden, abschließend zurückgewiesen worden.  Da ein formaler Widerspruch hiergegen postwendend mit den immer gleichen Argumenten erneut zurückgewiesen worden wäre, hätte Klage erhoben werden müssen, die aber als völlig aussichtslos und kostspielig eingeschätzt wurde. Daher kam für die Naturschutzverbände  eine Klage in diesem Fall nicht in Frage.

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die wenigen betroffenen und begünstigten Eigentümer, die seinerzeit mit ihrem Einspruch im Flurbereinigungsverfahren diesen Wegebau letztlich erzwungen haben, entweder verstorben sind, kein erkennbares Interesse mehr an ihrem Wald haben oder verkaufen wollen. Insbesondere letzterer sieht evtl. den kostspieligen, steuerfinanzierten Wegebau womöglich noch als Wertsteigerung für den beabsichtigten Verkauf. Aktuelle Bemühungen, vor diesem Hintergrund doch noch die Alternative umzusetzen scheiterten ebenfalls, da jetzt Bauaufträge erteilt und Kompensationsmaßnahmen umgesetzt wurden.

Paul Kröfges, Sprecher des BUND in Windeck ist verärgert und enttäuscht, auch von seinen Gesprächspartnern im Umweltministerium. Nach seiner Einschätzung werden die Kompensationsmaßnahmen – Buchenanpflanzungen unter Fichtenwäldern an anderer Stelle – dem überflüssigen Eingriff nicht gerecht, da es sich um sowieso durchzuführende Maßnahmen handelt.

Er kritisiert die Sturheit der Kölner Behörde, die diesen Eingriff so wollte und sich für keine Alternative interessierte.
Kröfges: „Die Bürokratie auf allen Ebenen marschiert gnadenlos. Ein Aussetzen der Baumaßnahme in letzter Minute könnten zwar noch Staatssekretär Horst Becker oder Minister Remmel verfügen.

Antwort der Bez. Regierung Köln vom 17.9.15:

Sehr geehrter Herr Kröfges,

Ihrer Forderung das vorgesehene Bauvorhaben auszusetzen, kann ich nicht nachkommen.

Das Bauvorhaben findet im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Windeck II statt. Die rechtliche und tatsächliche Notwendigkeit der Erschließung der einzelnen Waldgrundstücke durch einen Weg ist gegeben.

Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Windeck II, welche Trägerin des Verfahrens und somit auch der Baumaßnahme ist, hat den Bau des Weges beschlossen.

Die Flurbereinigungsbehörde hat hierzu mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft eine Planung erstellt, die mit den Trägern öffentlicher Belange einschließlich der anerkannten Naturschutzverbände erörtert wurde. Durch den bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss des MKULNV vom 13.01.2014 wurde das Baurecht für den Weg einschließlich der ökologischen Ausgleichmaßnahme geschaffen.

In der Planfeststellung sind alle Aspekte berücksichtigt und gegeneinander abgewogen worden.

Für die Flurbereinigungsbehörde besteht daher kein Anlass, ohne eine Änderung der Sach- und Rechtslage, die zu dem bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss geführt hat, nun von der regulären flurbereinigungsrechtlichen Verfahrensweise abzuweichen.

Ich weise darauf hin, dass die ökologische Ausgleichsmaßnahme bereits aufgrund eines Kompensationsvertrages durch den Landesbetrieb Wald und Holz NRW durchgeführt wurde.

Der Auftrag zur Durchführung der Baumaßnahme wurde erteilt. Ein Aussetzen der Baumaßnahme wird daher auch Schadenersatzansprüche nach sich ziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Stefan Cron
Bezirksregierung Köln
Dezernent
Dezernat 33 -Ländliche Entwicklung, Bodenordnung
50606 Köln

Dann würde zwar Schadensersatz gegenüber den beauftragten Firmen fällig, der aber angesichts des Eingriffes in Kauf genommen werden müsste. Außerdem relativiert sich das, da auch Aufträge für die alternative Erschließung zu erteilen wären. Wir haben in diesem Sinne angefragt, aber der Zug ist wohl abgefahren.“

gez. Paul Kröfges

(Text & Bild: Paul Kröfges / BUND)

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  78 Kommentare:

  1. Andreas Lutz
    25. September 2015 um 19:41 Uhr

    Es ist eine absolute Frechheit und Sauerei was die Geistesgrössen vom RP hier machen werden. Durch Hinhaltetaktik wurden den Bürgen keine konkreten Auskünfte und Informationen zur Maßnahme erteilt. Der Kölner Stadtanzeiger musste mehrere Monate recherchieren, um zuerst völlig falsche und erst nachdem die Herrn in die Enge getrieben wurden, richtige Informationen zum Bau des Weges und zur Zerstörung des Burgberges zu erhalten. Der WDR hat sich in der Zwischenzeit der Sache angenommen. Fast kaum einer im Dorf weiß überhaupt, was passieren wird, wenn im Oktober die Planierraupen anrollen. Befürworter hier im Dorf sind eigentlich nur die bezahlten „Ehrenamtler“ der Flurbereinigung. Was Herrn Grothus betrifft erübrigt sich sowieso jeglicher Kommentar, wenn man sieht was er bisher so bewegt hat oder auch nicht. Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie schwerfällig Behörden reagieren und wie das Geld der Steuerzahler verplempert wird. Dafür kann man sich in den Schlaglöchern der Dorfwege ja gerne mal die Konchen brechen oder die Reifen kaputt fahren. Hier passiert jedenfalls gar nichts.

    • frank
      26. September 2015 um 17:31 Uhr

      Einfach nur mal Bravo. Es gibt noch Leute die den Mund aufmachen ind ich hoffe Diese lassen sich den selbigen auch nicht verbieten.

    • Ralph Lorenz
      28. Oktober 2015 um 14:32 Uhr

      Ich möchte nur freundlich darauf hinweisen, dass das was sie mit Geld verplempern titulieren im Grundgesetz verankert ist. Die Bereiche Agrar + Forst + Küstenschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe des Bundes. (siehe Art. 91a)

      Ich kannes verstehen, das sich Anwohner über Baustelle oder Baumfällungen brüskieren, aber es handelt sich nicht um ihr Eigentum.

      Stellen sie sich vor, jemand würde über Maßnahmen an ihrem Haus oder Wohnung ein solches Mitspracherecht verlangen, wie das derzeit mit dem Wald passiert.

      Waldbesitzer stellen sogar ihren Wald der Allgmeinheit für Erholungszwecke vollkommen kostenlos zur Verfügung.

      • 28. Oktober 2015 um 15:15 Uhr

        Ach wissen Sie, im GG ist so viel verankert – und so wenig dient dem Wohl ALLER Menschen und dem Lebensraum für alle Lebewesen oder wird überhaupt mal angewendet.
        Selbst Art. 1 ist schon eine Farce.

        Das ich aber nun lesen muss, daß mir „Waldbesitzer“
        (wieso gibt es sowas überhaupt im Privaten?)
        „WALD kostenlos zur Verfügung stellen“ – zeigt eigentlich wo wir stehen. Zum einen bereits im idealisierten „Nestlè-Land“ (alles ist Produkt) und zum anderen im Aufbruch, politisch diesen
        Mist mit VOLKSASTIMMUNGEN auf Bundesebene abzuschaffen.
        Die sind übrigens auch schon im GG unter Art.20.2 enthalten,
        aber auch nicht von denen erwünscht, die mit
        unserer ERDE Kahlschlag betreiben.

  2. Bruno
    1. Oktober 2015 um 12:07 Uhr

    Als auf der Burg noch Recht gesprochen wurde, hat man Waldfrevel hart bestraft. Da wären Grothus und seine Bande nur noch einmal Richtung Bladersbach gewandert, dann hätte der Scharfrichter seines Amtes gewaltet. Manchmal wünscht man sich die alten Zeiten doch mal zurück. Jedenfalls sollten die Holzfäller einige kräftige Bäume für die Herrn stehen lassen, man kann ja nie wissen.

  3. Franz
    2. Oktober 2015 um 22:06 Uhr

    Selten einen so einseitigen Artikel gelesen.

    • Paul Kröfges
      4. Oktober 2015 um 15:06 Uhr

      Dann stellen sie doch mal die andere Seite dar, anstatt einfach nur eine solche Aussage in den Raum zu stellen, werter Herr Franz. Würde mich schon interessieren, was aus ihrer Sicht für diesen Eingriff spricht, den sogar die hiesige Forstbehörde als unverhältnismäßig ansieht und gerne vermieden hätte.

  4. franz
    6. Oktober 2015 um 00:57 Uhr

    Warum einseitig ?
    Beim Lesen des Artikels kommen nur die Gegner des Holzrückewegs zu Wort.
    Der Artikel suggeriert, dass hier die Interessen weniger auf Kosten der Allgemeinheit bedient werden.
    Wenn sogar Staatssekretär Horst Becker, der prominenteste Grüne im Kreis, die Maßnahme als rechtmäßig bezeichnet, dann wird da ja etwas dran sein.
    Ausgangspunkt der Proteste waren ja die Sorgen eines Anliegers, der wohl weniger den Berg retten wollte, sondern vielmehr seine persönlichen Interessen verletzt sah – was ich aus einer Sicht nachvollziehen kann.
    In einigen Jahren wird man sehen, dass das Horrorszenario, das heraufbeschworen wird, nicht eingetroffen ist. Dazu braucht man sich nur einen älteren, nahezu identischen Holzrückeweg im sogenannten Engelssiefen, keinen km entfernt, anzusehen.

  5. franz
    6. Oktober 2015 um 14:23 Uhr

    Zur Ergänzung:
    Aus dem Artikel von Stephan Propach im Rhein-Sieg-Anzeiger von Freitag, dem 2.Oktober 2015 Seite 28::
    Staatssekretär im NRW Umweltministerium Horst Becker (Grüne) argumentiert in einem persönlichen Brief an Paul Kröfges, dass es keine Alternativen gegeben habe und der Zug inzwischen abgefahren sei.“ Warum glauben manche, es doch besser zu wissen ? Sind sie klüger ?

    Was sich jetzt abspielt, nennt man im Fußball „Nachtreten“. Es kann nur noch die Absicht haben, die Redlichkeit der Personen, die die Maßnahme beschlossen haben, in Frage zu stellen..
    ES GAB KEINE ALTERNATIVE !!!!!

  6. Tina
    6. Oktober 2015 um 17:06 Uhr

    Rechtmäßig bedeutet noch lange nicht sinnvoll. Was heißt denn in diesem Fall alternativlos? Das Wort habe ich in der letzten Zeit von den Politikern öfters gehört. Damit schmettert man dann alle Gegenargumente ab.

    • Heike Rodenbach
      11. Oktober 2015 um 22:10 Uhr

      Ja Tina so sieht es oft aus – Recht haben und bekommen sind leider „zwei Paar Schuhe“. Schade – in so einem zivilisierten Land – immer wieder zu sehen 🙂

  7. Christoph
    7. Oktober 2015 um 09:06 Uhr

    Dass selbst die hiesige Forstbehörde das Ganze als unverhältnismäßig ansieht und gerne vermieden hätte und nichts daran ändern konnte, sagt doch alles !

    Hut ab Herr Kröfges, dass Sie trotz solch einer Aussichtslosigkeit so einen Einsatz zeigen !

    • Heike Rodenbach
      11. Oktober 2015 um 22:08 Uhr

      Genau Christoph, leider gibt es – gerade vor Ort – zu wenig Leute, die es interessiert :-((( bzw. die hierzu mal etwas sagen würden – echt schade !!!

  8. Paul Kröfges
    7. Oktober 2015 um 12:26 Uhr

    Hier als Anttwort an Hern Franz (?) unser
    Leserbrief zum Artikel „Zu spät und ohne Alternative“ im Rhein Sieg Anzeiger v. 2.10.2015

    Im Artikel „Zu spät und ohne Alternative“ zum Bau der Waldautobahn in Altwindeck ist schon die Überschrift nicht zutreffend, da es Alternativen zu der geplanten Trasse gab und immer noch gibt.
    Bis zum letzten Moment könnte umgesteuert werden, wenn man, sprich Ministerium und Gemeinde, nur wollte. Die einfachste und beste Alternative wäre nach wie vor die Nutzung des Gemeindeparkplatzes für die gelegentliche Holzabfuhr.
    Ein evtl. Schadensersatz an die Baufirmen oder die Rückzahlung lächerlicher Zuschüsse für diesen alten und einfach gestalteten Schotterplatz wären immer noch billiger als der bevorstehende Eingriff und dessen Folgen. So würden ein erheblicher Landschaftseingriff und die überflüssige Abholzung von über 150 ökologisch wertvollen Buchen, Eichen und anderen Laubbäumen vermieden.
    Die beauftragte Firma könnte in diesem Fall teilweise mit der Umsetzung der Alternative am Park-platz der Gemeinde entschädigt werden, die eine Bachüberquerung und eine kleinere Schneise zum vorhandenen Fichtenwald erfordern würde. Aber dies ist auch jetzt wieder nicht ernsthaft geprüft worden. Bürgermeister Lehmann hat sich bei seiner Nachfrage hierzu von der Bezirksregierung Köln leider direkt mit der Botschaft: „Baufirma ist beauftragt, Schadensersatz würde fällig“ abspeisen lassen und keine weiteren Anstrengungen unternommen, um z.B. die Frage zu klären, ob es überhaupt das Problem angeblich drohender Zuschuss – Rückzahlungen gäbe.
    Es ist übrigens völliger Quatsch, dass die „klamme“ Gemeinde mit irgendwelchen „Regressforderungen der beauftragten Unternehmen“ rechnen müsste, da diese sich an die Bezirksregierung Köln bzw. das Umweltministerium richten würden und von dort aus eben mit der Umsetzung von Alternativen verrechnet werden könnten – siehe oben.
    Sodann wird besagter Weg nicht „etwa 3 m breit“ sondern mind. 5 m (!), in Teilbereichen sogar bis zu 10 m breit. Hierzu füge ich meinem Leserbrief die Bauzeichnung der gültigen Planunterlagen bei und bitte um Veröffentlichung.
    Dies wird in den engeren Hangbereichen Auswirkungen auf Wasserhaushalt und Stabilität des Han-ges zur Burgruine und weiterer wegenaher Bäume haben, die durch den Eingriff mittelbar geschä-digt, aber auch Wind- und Sturmeinfluss stärker ausgesetzt sind und ggf. aus Verkehrssicherungs-gründen entfernt werden müssen.
    Bereits vor Jahren hat der weitaus größte Teil der Altwindecker Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Unterschriftensammlung gegen diesen Wegebau protestiert. Auch aktuell sind es nur wenige Einzelpersonen, z.B. besagter Herr Steinhauff, die diesen unverhältnismäßigen Wegebau aus nicht nachvollziehbaren Gründen unterstützen.
    Das Alternativen überhaupt diskutiert wurden und nicht von vornherein mit Billigung des Herrn Steinhauff eine von der Flurbereinigung geplante noch breitere Trasse unmittelbar gebaut wurde, ist nur den rechtzeitigen Einwendungen der Naturschutzverbände zu verdanken!
    Was die verbliebenen 2 betroffenen Waldbesitzer angeht, so wären diese mit einer alternativen Lösung einverstanden gewesen. Hierzu habe ich selbst Gespräche geführt.
    Wie Herr Steinhauff zu der Aussage kommt, dass die breiten Holzabfuhrwege in der Nutscheid heute „von Wanderern und Spaziergängern als Gewinn wahrgenommen“ werden, bleibt sicher sein Geheimnis. Jede Befragung von großen Wandergruppen kommt zu dem Ergebnis, dass nahezu alle Wanderer naturnahe, schmale Pfade bevorzugen. Qualitäts- und Premiumwege, wie auch der hier betroffene Siegsteig müssen sogar einen Mindestanteil an solchen nicht ausgebauten, gewundenen Pfaden haben, da sie sonst nicht dieses Prädikat erhalten. Dies kann unmittelbar mit zahlreichen Veröffentlichungen belegt werden.
    Die Aussage, das mit den Jahren die Natur den massiven Eingriff abmildern wird, ist angesichts des absehbaren Ausmaßes dieser Schneise wenig tröstlich, zumal Kollateralschäden wie Hangrutschun-gen und weitere Baumabgänge zu befürchten sind.
    Alles in allem wird also mit viel Geld ein erheblicher Schaden im unmittelbaren Altwindecker Umfeld angerichtet, für einen Weg, den so eigentlich außer einem Herrn Steinhauff und wenigen Einzelpersonen niemand mehr so richtig will und dessen Kosten über den Verkauf von gewonnenem Holz selbst in Jahrzehnten niemals hereinkommen werden. Macht ja nichts, ist ja zu 70% Geld des Steuerzahlers.
    Wir werden jedenfalls dafür sorgen, dass die Schuld an der Verhinderung von Alternativen noch deutlich werden wird und hierzu in Kürze einen Bürgerantrag an den Gemeinderat Windeck richten.

    Paul Kröfges, Michael Thielen, Andreas Lutz, Michael Althoff

    • Marco Steinhauf
      7. Oktober 2015 um 21:48 Uhr

      Ungeachtet des Sachverhaltes, wirft der letzte Kommentar von Herr Kröfges für mich eine Frage auf:

      Ist es in der Tat so, dass die im letzten Kommentar von Herr Kröfges vertretene Meinung von allen Unterzeichnern so geteilt wird?

      Wäre dies der Fall, dann wäre der vielbesagte „Altwindecker Zusammenhalt“ ein Auslaufmodell und dies ein Armutszeugnis der genannten Personen.

  9. Marco Steinhauf
    7. Oktober 2015 um 23:20 Uhr

    Sehr schön finde ich auch diese Aussage von Herrn Kröfges:

    „Da ein formaler Widerspruch hiergegen postwendend mit den immer gleichen Argumenten erneut zurückgewiesen worden wäre, hätte Klage erhoben werden müssen, die aber als völlig aussichtslos und kostspielig eingeschätzt wurde. Daher kam für die Naturschutzverbände eine Klage in diesem Fall nicht in Frage.“

    Es wird hier lediglich unterstellt, dass ein formaler Widerspruch, zurückgewiesen worden wäre. Worauf beruft man sich da?

    Die Klage wäre kostspielig geworden? Der BUND legt sich doch nach dem Bekunden von Herrn Kröfges so ins Zeug. Aber wenn es ums Geld geht, dann lieber doch nicht?

    Wenn man sich so „im Recht“ fühlt, dann hätte eine Klage doch durchaus Erfolg haben können und der Beklagte, dass Land NRW müsste die Kosten tragen.

    Meine Meinung entspricht hier ganz klar dem Vorredner „Franz“, der diese Diskussion treffend mit „Nachtreten“ bezeichnet. In der „Fussbalsprache“ gesagt, hätten die Weggegner die Chance zum Ausgleich (Klage) gehabt, danach wäre es in die Verlängerung (Verwaltungsgericht) gegangen, wo eine Entscheidung (Gerichtsurteil) gefallen wäre. Diese Chance haben die Gegner verspielt (Widerspruchsrecht und ggf. Klagerecht nicht wahrgenommen) und nun ist das Spiel verlorgen.
    Schuld daran ist wie immer der Schiedrichter (ehrenamtliche Mitglieder im Verfahren u.a. mein Vater). Oder anders: „Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, dann liegt es an der Badehose!“

    • kl_aus_w
      8. Oktober 2015 um 03:42 Uhr

      Besser hätte man das nicht beschreiben können

      • Heike Rodenbach
        11. Oktober 2015 um 22:12 Uhr

        ????

  10. Michael Thielen
    8. Oktober 2015 um 11:06 Uhr

    Es ist schade das ein naturbelassener Weg, wegen eines Fichtenbestandes der einen Zeitwert von ca. €40.000 haben dürfte durch einen Weg der incl. Personalkosten – immer wieder Vermessungsarbeiten, Trasse abstecken Info Veranstaltungen etc. sicher so an die €120.000,- – 150.000,- kosten dürfte erschlossen werden soll obwohl es Alternativen gibt. – und das zu 70% zu Lasten der Steuerzahler – hm – mehr als fragwürdig! so etwas muss man anprangern! – die Öffentlichkeit wird hier für blöd verkauft! („Mario Barth deckt auf“- ist informiert und wird dies auch gerne aufgreifen) !!!
    Das Prädikat des Rhein Sieg Steigs – dürfte damit wohl hinfällig sein! Qualitäts- und Premiumwege, wie auch der hier betroffene Siegsteig müssen sogar einen Mindestanteil an solchen nicht ausgebauten, gewundenen Pfaden haben, da sie sonst nicht dieses Prädikat erhalten. – schade!!!!

    • Marco Steinhauf
      8. Oktober 2015 um 11:29 Uhr

      Generell sind kontroverse Diskussionen ja auch sehr sinnvoll. Sie müssen aber fair und sachlich richtig verlaufen. Die persönlichen Angriffe auf meinen Vater sind hier haltlos und sachlich falsch!

      Außerdem haben Sie ganz einfach verpasst, die entsprechenden Rechtsmittel zu ergreifen. Das haben sie selbst zu verantworten und nicht die ehrenamtlichen Beisitzer im Planungsverfahren!

      • Michael Thielen
        8. Oktober 2015 um 13:00 Uhr

        Hallo Marco Steinhauf – ich zitiere -Befürworter hier im Dorf sind eigentlich nur die bezahlten „Ehrenamtler“ der Flurbereinigung.- es entzieht sich meiner Kenntnis ob hier Ehrenamtler bezahlt wurden – wenn ja fände ich dies sehr übel riechend!
        Wie dem auch sei – jeder der eine Entscheidung getroffen hat muß dafür auch gerade stehen und sich für sein tun verantworten!
        Hier werden Steuergelder verschwendet, mal ganz abgesehen von der Verschandelung des Natursteigs „Rhein-Sieg“ und das bedenkliche anschneiden des Burgberges/Schloßberges – für einen 3 m breiten Weg eine Schneise zu schlagen die an einigen Stellen 10 -12 – 15m? breit sein wird um den Hang abzufangen!
        Geht gar nicht!
        So ein Blödsinn!!!
        250 Unterschriften gegen diese Maßnahme sprechen für sich und liegen dem Umweltministerium in Düsseldorf und der Bezirksregierung in Köln vor!
        die Gesetze sollten für die Bürger gemacht werden – nicht die Bürger für die Gesetze!
        und
        veraltete Gesetze auf die sich die Flurbereinigung hier bezieht – haben zwar Gültigkeit!
        aber sollten halt mal überdacht und erneuert werden!
        aus diesem Grunde hätte ja auch eine Klage keinen Sinn gemacht!
        Das Hauptverschulden liegt beim Umweltbeauftragten der Gemeinde und dem Bürgermeister – die es meisterlich verstanden haben – keinen Arsch in der Butz – unter Beweis zu stellen!
        und Alternativen die es gab verhindert haben!
        Schade

        • Marco Steinhauf
          8. Oktober 2015 um 14:10 Uhr

          Herr Thielen,

          wie gesagt, über die Notwendigkeit eines solchen Weges will ich nicht streiten. Schon als Kind habe ich ihn gerne begangen und jogge ihn auch immer noch sehr gerne „hoch und runter“.

          Aber die Anschuldigungen gegen meine Vater gehen einfach nicht.

          Bringen Sie Belege! Recherchieren Sie! Behauptungen in einem Forum aufstellen kann jeder!

          Meinetwegen schimpfen Sie auf die Regierung, das Umweltministerium, die Bezirksregierung und die Gemeindeverwaltung, aber seien Sie vorsichtig mit perönlichen Beschuldigungen von einzelnen Personen, solange Sie dafür keine Belege haben! Sollten Sie keine Belege haben, stellen Sie es klar!

          Gruß

  11. Paul Kröfges
    8. Oktober 2015 um 11:51 Uhr

    Der Vergleich mit einem Fußballspiel ist schon arg banal und weit hergeholt. Hier geht es nicht um einen sportlichen Wettkampf, sonden um einen erheblichen EIngriff in die Natur, der leider durch das Flurbereinigungsgesetz und -verfahren möglich und rechtlich abgesichert ist. Vor diesem Hintergund bedeutete sich „im Recht fühlen“ hier eben eindeutig, „nicht Recht zu bekommen“. Nach der Zurückweisung unserer immer wieder vorgebrachten EInwendungen und dem folgenden Planfeststellungbeschluss war klar, dass eine Klage hiergegen mit großer Wahrscheinlichkeit erfolglos und mit erheblichen Kosten, bis zu 10000 Euro und mehr, verbunden sein würde. Der BUND wird getragen von ehrenamtlich aktiven Menschen und setzt seine überschaubaren Mitgliedsbeiträge und Spenden satzungsgemäß und verantwortungsvoll für den Naturschutz, zu einem großen Teil auch zweckgebunden ein. Daher war es richtig, hier keine Mittel in den Sand zu setzen, sondern immer noch auf die Vernunft der Beteiligten zu hoffen, doch noch eine für die Natur am Ortsrand Altwindecks weniger problematische Alternative umzusetzen, die man bis zuletzt hätte möglich machen können. Woran diese dann gescheitert ist, habe ich wohl ausreichend deutlich gemacht. Also war nix mehr mit Verlängerung und Elfmeterschießen!

    • Michael Thielen
      8. Oktober 2015 um 15:38 Uhr

      Es war völlig richtig aufgrund der Rechtslage nicht zu klagen!
      da können Gelder mit Sicherheit besser angelegt werden.
      dies bedeutet jedoch keine Zustimmung oder stille Duldung der „Waldautobahn“
      im Gegenteil
      wir werden Protest üben
      und die Verantwortlichen der Gemeinde/ Bezirksregierung/ Umweltministerium an den Pranger Stellen.
      Verschandelung der Natur in Kombination mit der Verschwendung von Steuergeldern!
      und dies obwohl es Alternativen gab und gibt.
      da ist genügend Zündstoff
      und das werden wir nutzen!

      • Marco Steinhauf
        8. Oktober 2015 um 15:59 Uhr

        Herr Thielen, ich gebe es auf, sie verstehen es einfach nicht…

  12. franz
    8. Oktober 2015 um 19:30 Uhr

    Um mal konkret zu werden:

    Bestreitet jemand, dass sich die handelnden Personen bei der Erschließungsmaßnahme Schlossberg (Holzrückeweg) im Rahmen der Flurbereinigung an Recht und Gesetz gehalten haben ?

  13. Heike Rodenbach
    8. Oktober 2015 um 20:40 Uhr

    Vielleicht siegt am Ende doch noch die VERNUNFT???

    Aber es heißt ja so schön – die Hoffnung stirbt zuletzt !

    Und so wird es auch mit unserem schönen Schoßberg am 12.10.2015 dank der VERANTWORTLICHEN und manch einem Kommentator hier geschehen.

    DANKE SCHÖN !!!

    Traurige Grüße

    Heike Rodenbach aus Altwindeck

  14. Paul Kröfges
    9. Oktober 2015 um 10:10 Uhr

    Liebe Diskutanten,
    eins möchte ich doch noch klarstellen. Wenn der Eindruck entstanden ist, alles läge an Herrn Steinhauf, so tut es mir leid, dem ist nicht so, Zum einen ist er erst relativ spät, vor ca.2 Jahren erst in den Vorstand der Flurbereinigungsgemeinschaft berufen worden und zum anderen waren hier, schon länger, weitere Personen aus dem Ort beteiligt, die damit konfrontiert waren, dass eine Erschließung erfolgen musste, unbestritten. Das Hauptproblem lag und liegt darin, von mir auch immer so vorgebracht, dass die Alternativen von allen Seiten so problematisiert und letztlich verhindert worden sind. Allen voran von der Gemeinde, deren Umweltbeauftragter den Parkplatz nicht zur Nutzung freigegeben hat und dem Wasserverband, der eine weitere Bachüberquerung wohl abgelehnt hat. Dies wäre ganz sicher nicht am Naturschutz gescheitert. Noch einmal, von mir an dieser Stelle in diesem Zusammenhang zum letzten Mal: Diese jetzt erfolgende Erschließung erfolgt zwar rechtmäßig, ist aber ein unverhältnismäßiger Eingriff in den natürlichen Waldbestand, direkt hinter dem eigentlichen Waldrand zum Ort hin und in den Berghang am Schlossberg und birgt Risiken hinsichtlich Hangstabilität und des angrenzenden Baumbestandes. Wir werden dranbleiben!
    Beste Grüße
    Paul Kröfges

    • wawo windeck
      9. Oktober 2015 um 11:19 Uhr

      Selbstverständlich hat jeder das Recht, seine Meinung zum „Rückeweg Altwindeck“ zu äußern, egal ob ideologisch, persönlich betroffen oder romantisch motiviert.
      Fakt ist: Zu dieser Maßnahme haben im Vorfeld zwei Bürgerversammlungen stattgefunden, bei denen – zumindest bei der zweiten – sich jeder objektiv informieren konnte.
      Fakt ist auch: Diese Maßnahme erfolgt auf Grund eines rechtlich einwandfreien und demokratisch legitimierten Flurbereinigungsverfahrens, bei dem jeder seine Einwände vorbringen konnte.
      Menschlich verständlich ist es auch, wenn man im Nachhinein seine Enttäuschung darüber äußert, dass die eigenen Argumente nicht genügend berücksichtigt wurden.
      Grenzwertig wird es allerdings schon, wenn man in der Presse einseitige Artikel veröffentlichen lässt.
      Aber wenn der Ruf integrer Personen besudelt wird, indem man sie als „bezahlte Ehrenamtler“ tituliert und ihnen unlautere Absichten unterstellt, und wenn sich bis jetzt noch keiner der an dieser Diskussion Beteiligten von diesen Äußerungen distanziert hat, dann ist eindeutig eine Grenze überschritten.

      • Andreas Lutz
        9. Oktober 2015 um 12:37 Uhr

        Hallo Walter, ich war einige Tage nicht auf dieser Internetseite. Es hat sich ja viel getan hier. Ich habe mich bereits letzte Woche bei Dieter für den Ausspruch „bezahlten Ehrenamtler“ entschuldigt und muss das insoweit revidieren, als das die Damen und Herrn lediglich, wie es Dieter formulierte, „Verzehrgeld“ erhalten haben. Ich richte mit Sicherheit keinen persönlichen Angriff auf Dieter. Das ist einer der wenigen Personen in Altwindeck, die jederzeit für jeden ansprechbar sind und überall anpacken und helfen. Dafür hat er ja auch zu Recht das Bundesverdienstkreuz erhalten.
        Ich schätze ihn menschlich sehr. Jeder macht in seinem Leben Fehler, aber ich bin mit Sicherheit nicht nachtragend. Auch gesetzlich hat sich die Flurbereinigung an alles gehalten, Franz O. Ob das sinnvoll ist, steht natürlich auf einem andren Blatt. Die letztendlich Verantwortlichen sitzen im Rosbacher Rathaus und beim RP in Köln. Wie es der Oberförster Schömmerich so schön formulierte, ist diese Behörde „absolut schmerzfrei“. Übrigens Franz, falls Du mal einseitige Artikel lesen möchtest, empfehle ich die Däller Rundschau, da ist immer nur Friede, Freude, Eierkuchen. Probleme im Dorf werden leider nur selten angesprochen. Da hätte man auch schon länger mal die Diskussion um den Wald entfachen können.
        Auch gebe ich Marko recht, das ab Montag nicht nur eine Schneise in den Wald geschlagen wird, sondern das auch damit der alte Däller Zusammenhalt Geschichte sein dürfte. Ich wünsche allen Schreibern ein frohes Wochenende und bedanke mich für die von allen Seiten gutgemeinten Beiträge hier. Das ist die Basis unseres Gesellschaftssystems und wird leider immer mehr durch unsere Politik verhindert.

        • wawo windeck
          9. Oktober 2015 um 17:23 Uhr

          Nur zur Klarstellung: Mein Beitrag bezog sich nicht nur auf F. D. Steinhauf!

  15. Michael Thielen
    9. Oktober 2015 um 13:17 Uhr

    Niemand wird ernsthaft bestreiten das die beteiligten Personen nach geltenden Gesetzen gehandelt haben da wollten wir auch keinen – zumindest nicht hier aus dem Ort – persönlich angreifen – nur weil die Meinungen mal ein wenig mehr auseinandergehen.
    Darum geht es ja auch gar nicht.
    Es gibt halt andere Möglichkeiten die vom Rathaus in Rosbach und von der Leitenden Behörde in Köln nicht ernsthaft verfolgt/ erwogen wurden.
    Daraus folgt zum einen die Verschwendung von Steuergeldern – zum anderen die Verschandelung des Schloßberges.
    Beides wäre nicht nötig gewesen – deshalb die Anprangerung in der Öffentlichkeit – das gehört nun mal dahin –
    Es werden natürlich überall und immer wieder öffentliche Gelder verschwendet – wird ja auch immer wieder angeprangert – finde ich auch richtig und wichtig!

    Hier bin ich halt persönlich von der Maßnahme betroffen – die zum einen laut sein wird, Dreck macht, nicht besonders schön sein wird (häßlich), überflüssig ist und darüber hinaus noch Unsummen Steuergelder kostet!

    Ich weiß ich wiederhole mich – aber das alles ärgert mich halt ungemein!

    wird an der Maßnahme nichts ändern – schade

  16. Michael Thielen
    9. Oktober 2015 um 21:39 Uhr

    wer verbirgt sich hinter dem Pseudonym wawo oder Franz???
    na ist auch egal
    es ist genug geschrieben worden.
    bringt leider eh nichts!

    • wawo windeck
      9. Oktober 2015 um 23:30 Uhr

      Wenn man sich wirklich für das Dorf interessieren würde, wüsste man das!
      na ist auch egal bringt leider eh nichts

      • Michael Thielen
        12. Oktober 2015 um 14:29 Uhr

        wenn man sich wirklich für das Dorf interessieren würde – würde man bei diesem

        Eingriff in die Natur – auf die Barrikaden gehen – und nicht dem Wegebau auch

        noch zustimmen!

        wirklich schade

  17. Windecker Bürger
    10. Oktober 2015 um 10:13 Uhr

    Wenn man das alles liest, fragt man sich, warum das Thema jetzt (erst) so publik gemacht wird, wo die Entscheidung schon längst getroffen ist.
    Was soll ein Bürgerantrag o.ä. nun bewirken?

    Die vor Ort stehenden Holzrückepferde werden ab Montag die Maschinen bestaunen dürfen.

    • Heike Rodenbach
      11. Oktober 2015 um 22:17 Uhr

      Na wie toll :-)))))

  18. songtexter
    12. Oktober 2015 um 18:20 Uhr

    Windeck, liegt nicht weit von Rhein,
    nicht mehr still in einem Tale,
    denn aus dem einst romantischen Buchenhain,
    dröhnt jetzt der Maschinenlärm durch dieses Tale,
    alte Bäume in bunter Reih
    werden jetzt vernichtet,
    Gemeinde, RP und Land sind mit dabei
    und werden dafür noch nicht einmal gerichtet.
    Doch hinaus mit den Frevlern bis hinter den Rhein.
    Windeck du Perle im deutschen Land,
    einst standen Bäume am Wegesrand,
    froh waren die Menschen, heiter ihr Sinn,
    jetzt ist das anders,
    am besten Du gehst gar nicht erst hin!

    • Heike Rodenbach
      12. Oktober 2015 um 21:15 Uhr

      Lieber „Songtexter“ besser könnte man es nicht in Worte fassen, was hier gerade in unserem malerischen Örtchen passiert.
      Fassungslos, dass hier „angeblich“ keiner was mitbekommen hat.
      Ja den Naturfreunden kann man nur raten – sich andere schöne Ziele in Deutschland zu suchen.
      Nun hat es wirklich begonnen und meine Verzweiflung darüber wächst mit jedem „Bauabschnitt“!

      Traurige Grüße aus Altwindeck
      Heike Rodenbach

  19. Andreas Lutz
    14. Oktober 2015 um 12:12 Uhr

    Ich habe mir gestern mit Frau und Hund die bisherigen „Baumaßnahmen“ einmal angesehen. Es sieht noch schlimmer aus, als in den schlimmsten Alpträumen befürchtet.
    Auf jeden Fall sollte Altwindeck im nächsten Jahr wieder einmal am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden / Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen.
    Die Sonderpreise für sinnlose Umweltzerstörung und Dorfverschandelung bekommen wir bis auf Bundesebene in jeden Fall, vielleicht sogar europaweit.
    Irgendwann werden sich die Verantwortlichen vor dem lieben Gott verantworten müssen, für die Zerstörung seiner Schöpfung. Er möge ihren Seelen gnädig sein.

  20. Paul Kröfges
    14. Oktober 2015 um 18:59 Uhr

    Wer die Gefühle von Andreas Lutz nachvollziehen will, ist herzlich zu einem Spaziergang auf dem „Altwindecker Waldweg“, mit Bildern von heute nachmittag, eingeladen, Er braucht nur diesen dropbox link zu nutzen:
    https://www.dropbox.com/sh/crmthfbtpmtgjo0/AACMbHOTu1Mf0elxeCkfGQbia?dl=0
    Es beginnt am heute noch intaktem Waldrand und geht dann Richtung Ausfahrt Waldautobahn. Ich wünsche gruseliges Entsetzen und den Verursachern ewige Gewissensbisse, wenn sie denn zu sowas fähig sind.

    • Michael Thielen
      14. Oktober 2015 um 20:15 Uhr

      Die Verursacher bzw. Befürworter des Weges waren heute Nachmittag auch bereits zur Besichtigung Ihrer Taten im Wald!
      Aber ich denke Gewissensbisse haben die nicht – „war ja nötig – es gab ja keine Alternativen“
      Ich frage mich immer ob die wirklich glauben – was Sie sagen!?
      ach
      was soll das nachkarten – morgen werden die Maschinen bei mir durch sein und hinter dem Museum stehen – Ich habe heute auch Bilder gemacht von oben – „der alten Trasse“
      werden morgen veröffentlicht – gesammelte Werke – auch ans Rathaus nach Rosbach und an die Bezirksregierung nach Köln geschickt!
      Touristen müssen jetzt etwas weiter fahren um Natur zu genießen – hier ist das ja erst einmal vorbei!
      Ach ja wir wollen ja Gras über den Weg wachsen lassen – oder!!??
      Grassamen Kanaren bei mir abgegeben werden – ich werde auch ein paar Kilo spenden um den Weg zu begrünen!
      Gräuliche Grüße

      • Michael Thielen
        14. Oktober 2015 um 20:18 Uhr

        Grassamen können gerne bei mir abgegeben werden – ich werde auch ein paar Kilo spenden um den Weg zu begrünen!
        so ist das halt wenn man ein wenig in Rage ist

  21. Heike Rodenbach
    14. Oktober 2015 um 21:04 Uhr

    Ja es ist das reinste Massaker – was da gemacht wird. Mit jedem Baum der fiel, wurde mir schlechter. Und das obwohl ich ja nur eine „Zugezogene“ bin. Das macht mich wirklich dermaßen traurig, dass die „Eingeborenen“ zu so etwas fähig sind bzw. hier zulassen. So kann man sich doch in einigen Menschen täuschen. Ein paar haben heute bereits den Ort des Geschehens inspiziert und sind sicher mächtig stolz auf sich.

    Enttäuschte Grüße aus Altwindeck

  22. 14. Oktober 2015 um 22:01 Uhr

    Ja was für eine Schande !! Da küren WIR Menschen den Film AVATAR zum

    erfolgreichsten Film aller Zeiten, sitzen also im Kino und jubeln den Navi zu,

    auf dass sie den Raubbau auf ihrem Planeten Pandora verhindern und

    die bösen, engstirnigen und rein profit-orientierten „anderen“ Menschen verjagen und dann

    wenden wir uns wieder unseren „Jobs“, unseren „Einkommensplätzen“, unseren

    „Beschäftigungen“ usw. zu. Während dann genau dieser Wahnsinn LIVE

    hinter unserem Haus PASSIERT !!

    • Michael Thielen
      14. Oktober 2015 um 22:19 Uhr

      Tja Karsten,
      wenn es nicht gegen das Gesetz wäre und wenn es etwas nutzen würde –
      würde ich zu Pfeil und Bogen greifen
      aber
      bringt leider auch nichts
      bleibt uns nur die Trauer – über den verlorenen Kampf und die Täter weiter an den Pranger zu stellen!
      leider können wir nicht mehr tun
      Ihr könnt gerne auch noch mal an Mario Bart – Stern TV etc. schreiben – und dieses Verbrechen – wie ich finde – anprangern und um Unterstützung bitten!
      jede Stimme – jede Mail zählt!!!!!!!!!

      • 15. Oktober 2015 um 09:25 Uhr

        tja… „wenn es nicht gegen das Gesetz wäre…“

        Welches ist denn da gemeint ?

        Das „Gesetz“, von kurzfristig-geldprofitorietierten, adelsbegüstigten,
        vetternwirtschaften, indieeigenetaschesteckenden, schwarzgeldkoffertragenden, raubbaubetreibenden, umweltzerstörenden, industriehörigen, lobbyeingeflüsterten gesetzesvorlagediktierten Gesetzesgesetzenvertretern, von denen JEDEN TAG in den Nachrichten die nächste Sauerei ans LICHT kommt ?

        Also das, wo Denken aufhört und robotendes Handeln anfängt !?

        Oder, das Gesetz der Vernunft, des Verstandes, der Liebe
        zur Natur, zum Lebensraum, zu den Tieren, den Pflanzen,
        den Kindern, denen, die hier auch noch irgendwann einmal atmen wollen ?

        Seit ich mich mit ‚Direkter Demokratie‘, Volksabstimmungen auf Bundesebene, dem bedingungslosen Grundeinkommen beschäftige, wurde mir bewusst, wie STUMPF unsere Mitgestaltungsmöglichkeiten in unserer Scheindemokratie für jede/n Einzelne/n sind.
        Wahlen ? Ein Witz ! Und nur die Hälfte unseres GG Art. 20.2 ! Pranger ? Wie hilflos ! Petitionen ? Lachhafte Bittgesuche an unsere Vertreter, die UNS Vertreten SOLLEN, das aber nicht TUN, sondern die INDUSTRIE, den Absatz von Maschinen und ihr eigenes KONTO „vertreten“.

        Unsere Gesellschaft verändert sich gerade rasant. Manche fallen wieder in Extreme-Links-Rechts-Lager, aber da kommt etwas Neues auf, das weder in Trauer bereit ist zu warten, noch in Radikalität zu den Waffen greift. Es ist das Zusammenkommen ECHTER MENSCHEN, die nicht mehr bereit sind, soetwas, wie da in Windeck zuzulassen. Vielleicht wurde einfach versäumt EUCH zu versammeln, in ECHT, vor ORT, Tag und Nacht und es einfach nicht mehr ZUZULASSEN – daß das geschieht ?
        Es sind NUR Maschinen, gesteuert von „forstindustriellen- Mitarbeitern“, denen ihre ARBEIT völlig egal ist, die es aber TUN, da es ihr EINKOMMENSPLATZ ist. Das ist alles.
        Das klammern an den Einkommensplatz, vergiftet unsere Äcker, fällt unsere Wälder, zerstört unsere Flüsse und Meere, verpestet unsere Luft – bringt UNS um!
        Das ist alles.
        Und bei all dem stehen jeden Tag zaghaft immer mehr Menschen auf und fragen:
        „Welches Gesetz ?“
        Übrig bleibt ein Wettlauf: Schaffen wir genug Menschen zu werden,
        die den Wahnsinn aufhalten oder bringt der Wahnsin uns vorher um?

        Ich habe mich fürs erstere entschieden, bin (fast) frei von Trauer, Wut, Angst, Scham und Freude und arbeite mit vielen gleichgesinnten, parteifrei und überreligional an dem was noch
        zu retten ist.

        Wir müssen UNS einfach nur AUFSTELLEN. Man nennt es auch „in den aufrechten Gang kommen.“

        • Michael Thielen
          15. Oktober 2015 um 09:53 Uhr

          Tja – wenn ich das so lese – alles drin!
          Den Aufrechten Gang praktiziere ich bereits seit meinem zwanzigsten Lebensjahr!
          Ich habe Entscheidungen getroffen – richtige oder falsche – zeigt manchmal erst die Geschichte!
          aber jeder von Uns muß für die getroffenen Entscheidungen auch die Verantwortung übernehmen!
          Flurbereinigung – Rathaus – Teilnehmergemeinschaft (Vorstand) etc. verstecken sich alle hinter geltendem Recht.
          und begehen Sünden die kaum reparabel sind
          an den Menschen die hier leben und an der Natur
          sie werden öffentlich an den Pranger gestellt!
          wir sollten eine Liste der Verantwortlichen veröffentlichen!

    • Heike Rodenbach
      15. Oktober 2015 um 09:00 Uhr

      Ja Karsten – so sieht die Realität wohl aus 🙁

      Wir ALLE kriegen unsere Welt schon irgendwie kaputt.

      Schlimm für alle die, die noch nach uns kommen.

      Für soviel Egoismus kann man sich eigentlich nur schämen!!!

      • 15. Oktober 2015 um 09:34 Uhr

        Hallo Heike,
        noch ist nicht alles verloren in unserer Resterampedemokratie, schliesslich befinden wir uns ja „im Wandel“.
        Ich habe meinen ganzen Kommentar unter die erste Antwort auf den meinen unter die Antwort von ‚Michael Thilen‘ gesetzt.

        Wir schaffen das !

  23. Werner Janik-Mehlem
    15. Oktober 2015 um 06:13 Uhr

    Mit Autopilot in den Abgrund
    Ich habe gerade den Brief von Karsten Behr an seinen Vater Karl Kroefges zur Waldzerstoerung in Altwindeck gelesen. Er spricht mir in jedem Wort aus der Seele
    Vor ca. 55 Jahren haben wir in der Schule die Kurzgeschichte „Der Tunnel“ – ich glaube von Duerrenmat – gelesen. Da raste ein Zug – senkrecht – immer schneller – in den Abgrund und keiner zog die Notbremse …
    Werner Janik-Mehlem, Bonn

    • Werner Janik-Mehlem
      15. Oktober 2015 um 08:10 Uhr

      Ich meinte natuerlich den Brief von Karsten Behr an seinen Vater Paul Kroefges zur Waldzerstoerung in Altwindeck gelesen. Er spricht mir in jedem Wort aus der Seele
      Werner Janik-Mehlem, Bonn

      • 15. Oktober 2015 um 09:35 Uhr

        Hallo Werner,
        noch ist nicht alles verloren in unserer Resterampedemokratie, schliesslich befinden wir uns ja „im Wandel“.
        Ich habe meinen ganzen Kommentar unter die erste Antwort auf den meinen unter die Antwort von ‚Michael Thilen‘ gesetzt.

        Wir schaffen das !

  24. Michael Thielen
    15. Oktober 2015 um 10:10 Uhr

    Dr Grothus einer der Hauptverhinderer einer Umwelt vertäglicheren Lösung ist gerade hier am Museum vorgefahren!
    Gehe dann mal sogenannte Umweltbeauftragte „jagen“

  25. Michael Thielen
    15. Oktober 2015 um 13:58 Uhr

    War genau so schnell wie Er in den Wald gerannt ist wieder draußen!

    Kurz das Desaster angeschaut – und weg!

    Schade – hätte Ihn gerne mal ein – zwei Dinge gefragt.

  26. Franz
    15. Oktober 2015 um 15:24 Uhr

    Wir erleben hier eine Diskussion, die immer schlimmer wird. Am Anfang waren es lediglich Vorwürfe und Ideen, wie man es hätte besser machen können-. Aber jetzt – denke ich – fühlen sich die Protestler immer mehr bestätigt, glauben immer mehr Oberwasser zu haben.

    Die Formulierungen werden schärfer: Eine Auswahl:
    • „Ja, es ist das reinste Massaker – was da gemacht wird.“
    • „Ja was für eine Schande !! „
    • „.. leider können wir nicht mehr tun und dieses Verbrechen – wie ich finde – anprangern.“
    • „den Wahnsinn aufhalten oder bringt der Wahnsin uns vorher um?“
    • „.. kriegen unsere Welt kaputt.“
    • „Für soviel Egoismus kann man sich eigentlich nur schämen!!!“
    Sogar biblische Sprache wird bemüht:
    • „… verstecken sich und begehen Sünden die kaum reparabel sind.“
    • „…und werden dafür noch nicht einmal gerichtet. Doch hinaus mit den Frevlern bis hinter den Rhein.“ „
    • „Irgendwann werden sich die Verantwortlichen vor dem lieben Gott verantworten müssen, für die Zerstörung seiner Schöpfung. Er möge ihren Seelen gnädig sein.“
    Die nächste Steigerung wäre:
    Kreuzigt die Verantwortlichen, denn sie haben den heiligen Berg geschändet. Alternativ: Auf den Scheiterhaufen mit ihnen !“

    Wie sie sich selber sehen: Sinngemäß:
    Wir handeln nach dem Gesetz der Vernunft, des Verstandes, der Liebe
    zur Natur, zum Lebensraum, zu den Tieren, den Pflanzen,
    den Kindern, denen, die hier auch noch irgendwann einmal atmen wollen ?

    Wir sollten runterkommen.
    Tatsache ist, dass ein Holzrückeweg gebaut wird, für den Bäume gefällt werden. Dies ist schon tausendfach geschehen, zigmal in unserer Nähe. Zu Beginn sieht es wüst und zerstörerisch aus, nach einigen Jahren, wenn sich die Böschungen begrünt und die Baumkronen geschlossen haben, fällt es nicht mehr auf.
    Für die ca 150 zu fällenden Bäume sind 4500 ! neue gepflanzt worden und angesichts immer weiter um sich greifender Naturschutzgebiete (z.B.: Chance 7) ist die Sorge um 150 Bäume stark übertrieben.
    Langfristig – der Weg hat eine lange Haltbarkeit, er wird uns alle überdauern – wird er bei der Entnahme alter, kranker oder umgestürzter Bäume seinen Nutzen erweisen.
    Dass von einigen im Moment ein derartiges Horrorszenario heraufbeschworen wird, entspricht ihrer Ideologie, sie fühlen sich dazu berufen. Es gipfelt in Sichtweisen wie die von Karsten Behr :
    „Das „Gesetz“, von kurzfristig-geldprofitorietierten, adelsbegüstigten,
    vetternwirtschaften, indieeigenetaschesteckenden, schwarzgeldkoffertragenden, raubbaubetreibenden, umweltzerstörenden, industriehörigen, lobbyeingeflüsterten gesetzesvorlagediktierten Gesetzesgesetzenvertretern“
    Es wiegelt einen Teil der Bevölkerung gegen den anderen auf.
    Alle ihre Argumente haben sie einbringen können, als der Entscheidungsprozess noch lief. Es war ein geordnetes Verfahren, in dem sich keiner etwas hat zu Schulden kommen lassen. Warum kann man das nicht akzeptieren. Warum dieses Aufwiegeln ?
    Wie soll wieder Frieden ins Dorf einkehren ?

    • 16. Oktober 2015 um 00:17 Uhr

      Wenn man global den Raubbau an der Natur, die uns nährt, bzw. nähren sollte, betrachtet, kann bereits durch das Fällen eines Baumes lokal ein Krieg entstehen. Wir zB haben hier vor der Tür eine Ferkelfabrik, die bestückt mit 10.500 Sauen 250.000 Ferkel pro Jahr effizient ausspucken soll – ganz lokal. Fleisch, noch nicht mal mehr für den heimischen Markt, sondern exportiert zur Zerstörung ausländischer Märkte. Ja, ich weiss, was hat jetzt Schwein mit Wald zu tun, werden Sie nun fragen. Ganz viel, denn das ganze Ökosystem ist miteinander verbunden. Ob hier das Tier, dort die Pflanze, da das Ackergift, dort die Benzinkettensäge, da der HedgeFonds für Getreide, da dies da das – es heißt einfach UMWELTZERSTÖRUNG wegen kurzfristiger Profitmaximierung – und wenn es nur der nervende Nachbar ist, der mal wieder mit dem Laubbläser den Gartenboden klinisch rein pustet um dann RoundUp hinterher zu kippen oder eben eine völlig bescheuerte Schneise in den Wald geschlagen wird. Es geht UMS GANZE und es geht uns an den Kragen, ob Sie das sehen wollen oder nicht. Wie soll da Frieden einkehren ? Mit Freibier für alle und Schwamm drüber ? Unsere „Bevölkerung“ ist bereits „aufgewiegelt“, denn sie hat die Nase voll von den Mechanismen im Gesetzes- Parteien- u. Regierungswesen, welche nicht dem Gesunden unserer Existenzgrundlage, sondern dessen Zerstörung dienen. Ich kann ihren Wunsch nach Harmonie und Versöhnung gut verstehen, doch geht es auf der ERDE völlig verständlich in eine ganz andere Richtung. Es ist kein Aufwiegeln, wenn man in Zeiten des Internets alle drei Sekunden das nächste Verbrechen vor Augen geführt bekommt und dieses mit den Mitmenschen teilt. Für die, die das nicht ertragen können gibt es Catcontent.

    • Paul Kröfges
      16. Oktober 2015 um 00:40 Uhr

      Sehr geehrter Herr Franz (Ottersbach?),
      Habe etwas länger über ihr Statement nachgedacht, nicht ungeschickt, Herr (Ober-) Lehrer! Sicher geben Ihnen emotionale Formulierungen eine Steilvorlage, den abgeklärten Betrachter zu mimen und sich um den „Frieden im Ort“ zu sorgen.
      Fangen wir hinten an: Sie meinen, man konnte alle Argumente einbringen, es war ein geordnetes Verfahren, keiner hat sich was zuschulden kommen lassen?
      Ist ihnen klar, dass die „Protestler“ (u.a. die Umweltverbände,) seit 2009 dran sind, Dutzende Argumente gegen den Eingriff eingebracht haben, Alternativen aufgezeigt haben, Unterschriften gesammelt haben, an Anhörungen teilgenommen haben, Gespräche auf allen Ebenen geführt haben, aber letztlich nur daran gescheitert sind, dass ein inkompetenter sogenannter Umweltbeauftragter der Gemeinde mit rein bürokratischen Argumenten (Zweckbindung! Zuschüsse! Rückzahlung! Parkplatz!) die auch vom zuständigen Forstdirektor Schölmerich – der jedenfalls diese geplante (Monster-) Trasse als unverhältnismäßig angesehen hat – als sinnvolle, machbare und umweltverträglichere Alternative vorgeschlagene Alternative kaputt gemacht hat? Wo waren sie eigentlich in der ganzen Zeit? Sie haben wohl abgewartet, bis den „Protestlern“ die Luft ausging und diese Monstertrasse als einzige Alternative übrig blieb, oder? Für wen eigentlich? Wer sind denn die Waldbesitzer, denen hier eine „vernünftige Bewirtschaftung“ ermöglicht werden soll? Wenn sie ehrlich wären, müssten sie zugeben, dass es nur noch einen gibt, der aber auch verkaufen will und abgesehen davon auch mit einer verträglicheren, kleineren Lösung einverstanden gewesen wäre. Ist nicht die Minimierung von Eingriffen ein gut begründetes Prinzip, v.a. wenn es um naturnahe Wälder und ökologisch wertvollen Baumbestand geht? Hat sie nicht interessiert, sie waren wohl, wie Herr Salz, der Meinung, Licht und Luft muss in den Wald und wir wollen hier keinen Urwald.
      Klar, wenn man anscheinend in dem „immer weiter um sich greifenden Naturschutzgebieten (z.B. Chance7)“ irgendwie so was wie eine Bedrohung sieht (hört sich jedenfalls so an) und einem der bestehende Wald und hunderte von z.T. großen alten und schönen Bäumen mit wichtigen ökologischen Funktionen, eigentlich scheißegal zu sein scheinen, kann man locker formulieren: „Tatsache ist, das ein Holzrückeweg gebaut wird, für den Bäume gefällt werden. Dies ist schon tausendfach geschehen, zigmal in unserer Nähe.“ Genau das ist das Problem, auf diese Art und Weise ist unser Wald und der Boden in weiten Bereichen in seiner Funktion als naturnaher Lebensraum beeinträchtigt worden, hunderte Hektar an baumbestandener Fläche gingen verloren und maschinengerechte Wege und Trassen entstanden, die den Charakter unser Wälder als Lebensraum verändert und verschlechtert haben. Nur dadurch, dass „Naturschutzgebiete um sich gegriffen haben“ ist es gelungen, bestimmte Arten, wie Schwarzstorch, Wildkatze, Uhus, weitere Waldvögel- und verschiedene Fledermausarten, die früher weit verbreitet waren, aber der flächendeckenden Bewirtschaftung weichen mussten, wieder Lebensräume anzubieten und ihre Bestände zu verbessern. Hiervon war der Schlossberg mit seinem naturnahen, abwechslungsreichen und vor allem ortsnahen Wald ein Teil mit besonderer Schönheit und Qualität.
      Wenn sie jetzt behaupten, „für die ca. 150 zu fällenden Bäume sind 4500 (!) neue gepflanzt worden…“ liegen sie mehrfach schwer daneben. Zum einen sind es nicht 150, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit an die 400 oder noch wesentlich mehr, v.a. auch größere und ältere Bäume, die mittlerweile gefällt wurden! Ich selbst habe im ganz engen Bereich der zuerst markierten Trasse seinerzeit 125 unmittelbar betroffene Bäume gezählt, die Schneise ist aber mittlerweile mindestens 3 bis 4, stellenweise auch noch breiter geworden und es ist absehbar, das noch mehr Bäume dazu kommen werden, die unmittelbar an der entstandenen Böschung stehen, umsturzgefährdet sind, von alleine oder bei Sturm umfallen oder aus Verkehrssicherungsgründen entfernt werden müssen. Also verbreiten sie bitte nicht so einen verharmlosenden Blödsinn.
      Dann reden sie von 4500 neuen Bäumen (!). Sie haben, mit Verlaub, keine Ahnung, was da abläuft: Der Landesbetrieb Wald und Holz ist politisch verpflichtet, wo immer möglich, im Staatswald monotonen Fichtenwald in naturnähere Laubmischwälder umzuwandeln und ist auf die glorreiche Idee gekommen, dies allerorten als Ausgleichsmaßnahme einzusetzen. Jetzt wird das im hinteren Elisenthal auf einer größeren Fläche praktiziert und sieht so aus, dass dort unter die vorhandenen Fichten reihenweise und recht monoton kleine Buchenschößlinge in Reih und Glied gepflanzt werden. Gerne zeige ich ein Bild hierzu. Irgendwann werden die Fichten rasiert und dann soll der Buchenwald sich entwickeln. Man wandelt also Fichtenplantagen in Buchenplantagen um, so die Einschätzung des Naturschutzes. Haben Sie das verstanden? Es werden also nicht 4500 Bäume neu auf freier Fläche gepflanzt, sondern unter bestehende Bäume untergepflanzt, und stehen dann dort irgendwann anstelle der alten Fichten, wobei sei davon ausgehen dürfen, dass der größte Teil der gepflanzten Buchen sukzessive bei der Durchforstung wieder verschwinden wird. Und das soll ein Ausgleich für das Massaker am Wald des Schlossberges sein? Nochmal, sie haben von sowas definitiv keine Ahnung und haben wohl auch noch nie was davon gehört, dass man 50 bis 100 Jahre alte Bäume, so wie sie reihenweise am Schlossberg abgehackt wurden, dazu noch in einem intaktem Waldverbund, nicht mit (sowieso geplanten) Buchenreihenpflanzungen unter Fichten an einer völlig anderen Stelle kompensieren kann.
      Sodann reden sie von der segensreichen Wirkung des „lange haltbaren Weges, er wird uns alle überdauern“, der bei der Entnahme alter, kranker Bäume oder umgestürzter Bäume seinen Nutzen erweisen wird. Das ist richtig toll, da wird also ein großer, intakter Waldbereich zerstört, 400 oder noch mehr Bäume abgehackt und dann davon geschwafelt, das dies dann hilft alte, kranke, umgestürzte Bäume zu entnehmen, ich werd nicht mehr, so ein totaler Blödsinn. Sie haben noch nie davon gehört, dass das Ökosystem Wald lange vor Ihnen gelernt hat, Nutzen aus alten, kranken und umgestürzten Bäumen zu ziehen, diese biologisch hocheffizient und segensreich für die Artenvielfalt genutzt werden und eben nicht „entnommen“ werden sollten. Schon mal was von Totholz gehört, Herr Oberlehrer?
      Sie sollten mal das Buch „ Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben lesen, derzeit Platz 1 in sämtlichen Bestsellerlisten für Sachbücher, dann verstehen sie vielleicht etwas besser, was hier angerichtet worden ist. Herr Wohlleben war übrigens im April 2010 auch auf diesem Weg und hat nicht fassen können, was hier für ein Irrsinn geplant ist.
      Kommen wir zum Schluss, ihrer aller Mantra, „ zu Beginn sieht es wüst und zerstörerisch aus, nach einigen Jahren, wenn sich die Böschungen begrünt und die Baumkronen geschlossen haben, fällt es nicht mehr auf“. Ja, der Beamte von der Bezirksregierung sprach sogar davon, „wenn Gras darüber („über die Sache“) gewachsen ist, wird es sicher von allen akzeptiert“ . Das passt sicher gut zu einer Aktion, die durchaus als Verbrechen an der Natur angesehen werden kann.
      Sicher ist es so, dass die Natur, wenn man sie denn ließe viele, letztlich sogar alle Wunden heilen würde. Und wenn irgendwann der Mensch verschwunden ist und weitere Eiszeiten über den Planeten gegangen sind, sieht alles wieder sehr natürlich aus, oder es ist wüst und leer, je nachdem, wie toll es die Menschheit bis dahin getrieben hat.
      Fakt ist, dass diese breite Schneise, dieser verdichtete Boden auf längere Sicht geschädigt bleibt und es auch nach Aussage von FD Schölmerich lange brauchen wird, bis dies wieder halbwegs begrünt, und wenn überhaupt möglich, wieder ein geschlossenes Waldbild entstanden sein kann. Dies ist ja einerseits auch nicht gewollt, weil der Weg ja freigehalten, gesichert, unterhalten werden muss. Und andererseits sind realistischer weise Randeffekte zu befürchten, sprich Erosion, Umstürzen benachbarter Bäume, Wind- und Sturmeffekte oder Schädigungen/Absterben durch Austrocknung durch Drainageeffekte und Rutschungen.
      Alles in allem habe ich den Eindruck, dass die Befürworter, wenn schon kein schlechtes Gewissen, so doch zumindest ein ungutes Gefühl beim Ausmaß des angerichteten Schadens im Wald des Schlossberges haben und daher drauflos schwadronieren, um dies zu übedecken. Und das für eine Trasse, die kein Mensch wirklich brauchte, zumal es eine harmlose Alternative gab. Ein Horror und eine Versündigung am Wald und am Ort.

  27. Ahler Däller
    15. Oktober 2015 um 16:53 Uhr

    Man sollte nicht alles so verbissen sehen, sondern auch mal mit Humor:

    Einst stand hier manch stolzer Baum,
    von der Sonn beschienen,
    heute aber sieht man hier,
    nur noch Baumruinen.

    Bauer Johann von der Brück,
    tat hier einstmals sa(e)gen,
    Kahlschlagsdietrich war auch von hier,
    so erzählen Sagen.
    und sind 1000 Jahr vorbei,
    dann ich mach ne Wette,
    ist der Grothus auch dabei
    in der Sagenkette.

    Die dann noch leben die stimmen mit ein…..

    Und vor allem: In 1000 Jahren sieht keiner mehr etwas von dem Mist, der gerade gemacht wird – dann ist alles wieder zugewachsen und kein Licht mehr im Urwald. Dann herrscht wider Frieden im Dorf.

  28. Moritz
    15. Oktober 2015 um 17:16 Uhr

    Wie kann man nur befürworten und zulassen, dass der Burgberg als Wahrzeichen des Windecker Ländchens so verunstaltet wird!?? 🙁

    Tourismusarbeit vom Feinsten!?

    Die Aktion steht in keiner Relation!

  29. Andreas Lutz
    15. Oktober 2015 um 19:13 Uhr

    Johannes Salz und Dieter Steinhauf sind Persönlichkeiten, die ich persönlich sehr schätze. Sie haben viel für das Dorfleben getan und sich darum auch sehr verdient gemacht haben. Sie sind in dieser wirklich schlimmen Sache nur ein ganz kleines Rad am Wagen, die vielleicht aus Unwissen einmal im Leben einen grossen Fehler gemacht haben. Fehler macht jeder. Die beiden allein dafür verantwortlich zu machen ist falsch. Die wahren Schuldigen und Verantwortlichen sitzen im Rosbacher Rathaus, bei der Bezirksregierung in Köln und im Düsseldorfer Ministerium. Man sollte also nicht auf dem schwächsten Glied in der Kette „rumhacken“, sondern bei den wahren Verantwortlichen die sich in den Ämtern einen schönen Tag auf Kosten der Steuerzahler machen.

  30. Heike Rodenbach
    15. Oktober 2015 um 21:44 Uhr

    /Users/michaelthielen/Pictures/Fotos-Mediathek.photoslibrary/Thumbnails/2015/10/15/20151015-194032/dhHS2jWISlunH2g5pmmdnA/thumb_12080215_10153550225266878_5518695332474854864_o_1024.jpg

    Auch wenn es hier in Altwindeck nicht um Waffen geht – es geht um die Zerstörungen …..
    Scheinbar bin ich doch nicht so alleine mit meiner Meinung :-)))

  31. Heike Rodenbach
    15. Oktober 2015 um 21:56 Uhr

    Das ist der Link zu einem Zitat vom UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon am Montag bei der Eröffnung der Generaldebatte der 70. UN-Vollversammlung in New York (leider kann der Link hier nicht kopier werden) :

    „Die Welt verschwendet Billionen für Waffen.

    Warum ist es einfacher Geld zur Zerstörung von Menschen und des Planeten zu finden als zu deren Schutz?“

    Ok – durch die Maßnahme in Altwindeck wird nicht gerade der Planet zerstört, aber es trägt vielleicht ein klitzekleines Stückchen dazu bei und mich freut es, dass ich mit meiner Einstellung nicht so ganz alleine bin.

    • 15. Oktober 2015 um 23:38 Uhr

      Zerstörung schafft Folgebeschäftigung/Arbeit/Wiederaufbau/Neue Märkte. Darauf ist unser globales (Finanz-)System ausgerichtet. Ki-Moon stellt die Systemfrage, doch auch die kann einfach in unser System eingemengt werden wie man an 30 Jahren Volker Pispers sehen, hören und miterleben kann…

  32. Marco Steinhauf
    16. Oktober 2015 um 11:42 Uhr

    Liebe Altwindecker,

    bitte kommt zur Vernunft!

    Hier geht es schon lange nicht mehr um den Weg durch unseren geliebten Schlossberg. Es gibt den Berg außerdem noch!

    Klar, die Debatte wurde kontrovers im Ort geführt, es gab Gegner, Befürworter und Unentschlossene. Nun haben wir diese Schneise durch den Wald und genau wir müssen damit leben. Das wird auch gelingen. Falls wir aber nun auch eine Schneise durch die Bevölkerung entstehen lassen, dann garantiere ich euch, dass wir damit nicht wirklich gut leben können. Unser Ort hat immer von seinem Zusammenhalt profitiert und deshalb auch viele außergewöhnliche Sachen geschafft. Wir werden auch diese Sache gemeinsam überstehen, wenn wir denn wollen!

    Macht euch bitte bewusst, dass es einenm Herrn Kröfges und einem Herrn Thielen schon lange nicht mehr um die „Romantik“ am Schlossberg geht. Der Eine (Herr Thielen) verfolgt als Anlieger starke Eigeninteressen und der Andere (Herr Kröfges) hat das Interesse hier möglichst viel Aufmerksamkeit zu erhalten. Leider haben wir bisher ihm genau diese geschenkt. Sobald die öffentliche Berichterstattung aufhört, werden wir ihn hier nicht mehr sehen, wartet ab. Um diese Aufmerksamkeit zu bekommen, hat er eine ganze Menge „Gift“ versprüht, das zu Streitigkeiten in der Bevölkerung geführt hat. Erst dadurch hat sich die Presse öfters dem Thema angenommen. Damit hatte er seine Bühne, die er braucht, um seine radikalisierte Ideologie zu verbreiten. Fallt darauf bitte nicht rein, er wird uns den Weg nicht zurückbringen, vielmehr haben die nicht kompromissfähigen Alternativvorschläge des BUND meines Erachtens eine „verträglichere“ Lösung verhindert. Man muss sich nur einmal vor Augen führen, dass ein, von den Grünen geführtes Umweltministerium hierauf nicht eingegangen ist! Glaubt bitte nicht, Herr Kröfges ist nur in irgendeiner Weise am Wohl des Ortes Altwindecks interessiert, er hat lediglich den Streit um den Waldweg für seine Zwecke missbraucht. Die Gestik und Wortwahl, die im Lokalzeitbericht zu sehen, mit Beschimpfungen und ausgestrecktem Zeigefinger sollte euch bewusst machen, das dies nicht die Grundlage eine verträglichen Zusammenlebens einer Dorfbevölkerung sein kann. Wir begegnen und im Ort, in der Linde, auf der Burg, im Garten von „BohnenHans“ usw., denau dort müssen wir miteinander leben können. Einen Herr Kröfges interessiert das nicht, ob er Streit und Zwietrach hinterlässt, Hauptsache er hatte seinen medienwirksamen Auftritt.

    Zuletzt wollte ich noch kurz in eigener Sache erklären, warum ich mich hier immer als Altwindecker bezeichne und von „wir“ spreche. Ja, ich lebe seit einigen Jahren in Köln und nicht mehr im geliebten Heimatort. Auch dieser Umzug war ein Kompromiss, wobei sogar die Umwelt ein Grund dafür ist, durch den Wohnort köln pendeln meine Frau und ich nämlich täglich gerade noch täglich 25 km hin und zurück, während es von Windeck aus für jeden 60 km täglich hin und zurück wären. Dennoch genießen wir immer jeden Besuch im elterlichen Heim, einer sicherlich immer noch unverwechselbaren Natur und ganz besonders bei einer unverwechselbaren Dorfbevölkerung. Hoffentlich werde ich auch in Zukunft ein paar Kölsch zwischen Johannes Salz und Andreas Lutz in der Linde trinken können.

    Ich werde ganz nebenbei in diesem Forum keinen Kommentar mehr schreiben, weil ich eben den oben genannten Personen nicht noch mehr Aufmerksamkeit schenken möchte.

    In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende!

    Marco Steinhauf

    • Ahler Däller
      16. Oktober 2015 um 12:48 Uhr

      Nä, Marco Du liegst mit Deinem Aufruf völlig daneben. Nicht Thielen oder Kröfges haben hier die Fehler gemacht oder die Sache für eigene Zwecke mißbracht, die sprechen den Meisten hier aus der Seele. Den Bock haben andere geschossen, die jetzt rummjammern und die Zerstörung sehen und die Wut der Leute im Ort. Das das Dorfleben auf lange Zeit ruiniert sein wird, ist ein weiterer Effekt dieser Aktion. Es wundert mich sowieso das Du Dich hier so einbringst, in einem unserer Dorfvereine hast Du Dich eigentlich nie sehen lassen, wenn was gemacht werden musste.

  33. Oberdäller
    16. Oktober 2015 um 16:01 Uhr

    Hallo Franz, mach es wie Marco: Lass Dich nicht länger auf das Niveau dieser verbohrten, selbsternannten „Umwelt-Gutmenschen“ hinabziehen!

    • franz
      18. Oktober 2015 um 13:19 Uhr

      Hallo Oberdäller,
      o.k. Aber eine – etwas längere – Bemerkung kann ich mir nicht verkneifen:
      Unabhängig von Pro und Contra Holzrückeweg entnehme ich den Beiträgen seiner Gegner, dass man eigentlich keinen Baum abmachen dürfte. Selbst alle Umgefallenen darf man nicht entnehmen, weil das Totholz vielen Kleintieren Heimat bietet. O.k. Aber dürfen wir gar keine entnehmen, müssen alle der Natur lassen ?
      Da frage ich mich:
      MÜSSEN wir nicht auch in Deutschland Bäume absägen ?
      Ist die Nutzung von Pflanzen nicht natürlich ?
      Leben die Pflanzen nicht auch von uns Kohlenstoffdioxidproduzenten (Photosynthese) ?
      Mein Haus würde sofort zusammenfallen, wenn alles Holz entfernt würde. Ein Leben ohne Holz wäre unvorstellbar. Wir müssten z.B. vom Boden essen oder es wäre alles aus Kunsttstoff oder Metall – schrecklich. Es ist schrecklich, wenn wir keine Bäume mehr abmachen dürfen. Immer wo eine Weg, eine Straße gebaut werden soll, sind die Bäume ökologisch besonders wertvoll, ist die Natur besonders schützenswert.
      Wir alle sind dafür, die Natur möglichst schonend zu behandeln, aber es muss immer zu einem vernünftigen Ausgleich der Interessen kommen.
      Es ist schon eine verrückte Welt, wo man verdammt wird, wenn man einen Holzrückeweg bauen lässt. Noch nie zuvor war die Natur so was wie heilig, wer Bäume absägt ist ein Frevler. Wer das verhindert sieht sich als Retter.
      Man wundert sich, dass die Natur zu Zeiten überleben konnte, als es noch keinen RBN, BUND und NaBu gab.
      Amen

      • 18. Oktober 2015 um 14:44 Uhr

        … und nicht zu vergessen die unzähligen Holzbeine humpelnder Piratenkapitäne und erst die leider überall anzutreffenden HOLZKÖPPE !!

      • Paul Kröfges
        18. Oktober 2015 um 18:44 Uhr

        Möchte doch mal höflich nachfragen, wer hier die Ansicht vertreten hat, man dürfte kein Holz (mehr) aus dem Wald holen, keine Bäume mehr absägen?
        Geht der Hauptstreit nicht darüber, dass man statt einer einfachen, umweltverträglichere Lösung zum Abtransport von Bäumen diese überzogene Schneise in den Wald gehauen hat? Ich erneuere meinen Vorwurf des „Drauflosschwadronierens“ und werde diese Kommentarseite nicht mehr bedienen.

      • Ahler Däller
        19. Oktober 2015 um 07:11 Uhr

        Bevor ich jetzt vom schönen Dall in die nicht so schöne Stätte der Arbeit aufbreche nur ein kurzer Kommentar:
        „Thema verfehlt, setzen – sechs, Herr Ex-Lehrer!“

        • Franz
          19. Oktober 2015 um 13:13 Uhr

          Ahler Däller,
          da lobe ich mir einen Paul Kröfges, der mit offenem Visier kämpft. Ich nehme an, dass wir uns kennen und auch schon gemeinsam für das Dorf gearbeitet haben.
          Deine Beiträge begannen gut – Sagenkette – wurden dann aber, leider, schwächer mit Angriffen auf Marco Steinhauf und mich, wobei dein „Setzen! …“ sicherlich witzig sein sollte.
          So aber sehe ich für deine Beförderung vom „Ahlen Däller“ zum „Oberdäller“ schwarz !
          Wie du siehst, sehe ich es, wie von dir gewünscht, nicht so verbissen.
          Ansonsten sollten wir alle die ahle Weisheit: „Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte!“ bedenken. Viele finden den Streit sehr unterhaltend und würden gerne rufen: „Mehr, mehr davon!“ Wollen wir das ?

          • Michael Thielen
            19. Oktober 2015 um 14:03 Uhr

            Hallo Franz,
            nein – ich denke das möchte keiner!
            Ist ja auch alles gesagt worden und mehr wie das!
            Soll ja nicht in irgendwelchen Exzessen enden oder ein Show Kampf werden an denen sich wahrscheinlich einige ergötzen würden.
            Aber ich denke wir sollten es nun – hier – damit gut sein lassen.

  34. Michael Thielen
    16. Oktober 2015 um 16:19 Uhr

    ich werde auch den letzten Kommentar hier abgeben!
    Alle die die diese Schneise in den Schloßberg mitzuverantworten haben – sind sich dessen ja auch bewusst und stehen dazu.
    Zuwachsen wie manche behaupten wird hier so schnell nichts – wenn man sich vor Ort das geschehen ansieht – weiß eigentlich jedes Kind – welcher Baum noch weg muß – oder beim nächsten Sturm eh umfällt!
    Die Schneise wird also noch ein wenig breiter werden!
    Fazit:
    überzogene Maßnahme; teuer – das meiste ja aus Steuergeldern bezahlt; der weitere Schaden am Berghang – bleibt abzuwarten; die Romantik am Berg – ist dahin; ein Umweltbeauftragter – der eine kleinere Lösung verhindert hat;
    Unfrieden im Dorf – gab es vorher ja auch bereits – aber an der Theke getrunken wird ja deswegen trotzdem – das alles wird keine Auswirkungen auf den Getränke Konsum haben.
    also keine Bange – im Dorf wird sich deswegen nichts ändern!

  35. Oberdäller
    16. Oktober 2015 um 19:47 Uhr

    arme Seele!

  36. Andreas Lutz
    20. Oktober 2015 um 18:02 Uhr

    Ich möchte mich bei allen Altwindeckern bedanken, die unseren Bürgerantrag an den Rat der Gemeinde Windeck so zahlreich unterstützt haben. Insg. sind fast 100 Unterschriften zusammengekommen. Leider konnten wir wegen der Kürze der Zeit nicht alle erreichen, ansprechen oder antreffen. Falls noch jemand unterzeichnen möchte, so kann er das gerne bei mir oder Michael Thielen tun – diese Listen können noch nachgereicht werden.

  37. Heike Rodenbach
    25. Oktober 2015 um 14:27 Uhr

    Nun ist der Wald ja einmal von den Maschinen zerfahren und im Moment Baustelle, aber die Gemeinde schafft es nicht einmal, diese Baustelle ausreichend zu sichern. Man hat zwar an der Straße in Altwindeck zur Umleitung des Natursteig Sieg Flatterband zur Beschilderung angebracht, scheinbar aber versäumt die Sperrung des Weges von der Burg aus in Tal vernünftig zu veranlassen. Zahlreiche Wanderer krakseln den Hang hinunter querfeldein um dann auf den Weg der Baustelle zu gelangen. Heute waren 2 Familien mit 5 kleinen Kindern und 2 Kinderwagen und sogar noch einem Baby auf dem Rücken auf abenteuerlichen Wegen zum Museumsdorf unterwegs. Gut dass hier keiner gestürzt ist.
    Vielleicht könnte man den Natursteig Sieg von der Burg aus bis zur Fertigstellung des tollen Holzrückewegs mal RICHTIG absperren, bevor sich noch jemand verletzt !!!

    • 25. Oktober 2015 um 19:10 Uhr

      Bleibt man begrifflich im verursachten und derzeit gesetzlichen Vorgang, so nennt man mögliche Verletzte dann ‚Kollateralschäden‘. Auch diese sind dann gut fürs
      >Industrie-System<. Krankenhaus/Ärzte schreiben Rechnungen, Versicherungen bezahlen/erhöhen Beiträge, Gerichtsprozesse/Richter/Anwälte kommen in Gang und müssen bezahlt werden, Reporter berichten und schreiben Rechnungen, Benzin wird verfahren und muss bezahlt werden usw.usw. – und alles nur, weil manche Menschen noch nicht verstanden haben, daß wir schleunigst von jeder weiteren Schädigung der Natur die Finger lassen sollten – auch wenn Bäume fällen ja soooo ein Spaß macht. Für alle Unbelehrbaren schlage ich Freizeitparks mit Plastikbaumfällung, Autorennen mit Sitzrasenmähern und Laubbläserschwertkämpfe vor, damit die, die es kapiert haben, endlich in aller Ruhe allen verursachten Schaden Heilung widerfahren lassen KÖNNEN !

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