Kultur

Das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach am Bodelschwingh-Gymnasium Herchen

Mit zahlreichen Mitwirkenden und viel Begeisterung für Bachs Weihnachtsoratorium wurde das Konzert am Ende der Weihnachtszeit zum großen Erfolg!

Rund 80 Mitwirkende waren dem Ruf von Holger Knöbel gefolgt und hatten seit Mitte Dezember gemeinsam in Register- und Tuttiproben eines der ganz großen Werke der Musikgeschichte einstudiert: Die ersten drei Teile des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach.

50 Sängerinnen und Sänger aus einem Umkreis von 30 Kilometern hatten sich zu einem großen Projektchor zusammengefunden. Die durchaus anspruchsvollen, weil barock verschachtelten Chorsätze des Komponisten sowie die vielschichtigen Choräle wurden bravourös gemeistert und der volle Chorklang nach so kurzer Probenzeit war sehr überzeugend. Der Chor der 5. Klassen bereicherte mit seinen hellen Kinderstimmen unter anderem das Klangbild des Eingangschores und der Choräle. Einige der Kinder hatten zudem rezitative Texte vorbereitet, mit denen sie das weihnachtliche Geschehen verdeutlichten.

Das Projektorchester glänzte durch Musizierfreude und differenzierende Klangfarben. Obgleich nicht alle Instrumente zur Verfügung standen, die Johann Sebastian Bach in seinem Original vorgesehen hatte, begeisterte die „BGH-Version“ das zahlreich erschienene Publikum. Konzertmeister Jakobus Bönisch führte das Ensemble routiniert durch die drei Teile des Oratoriums. Auch zeigte er sich positiv überrascht vom Klang des solistisch besetzten Kammerorchesters. Der heute so beliebte Begriff „Multi-Instrumentalist“ gewann in diesem Zusammenhang eine ganz neue Bedeutung: Die zwei Klarinetten, zu Bachs Zeiten noch gar nicht erfunden, strahlten als Trompeten oder wiegten als Oboen das Jesuskind in den Schlaf.

Erzählt wurde die Weihnachtsgeschichte durch die Solistinnen Beate Krahe (Alt), Janine Christgen (Alt) und Katrin Krüger-Willmeroth (Sopran) sowie natürlich zum überwiegenden Teil durch den Tenor Rolf Schmitz. Neben den Rezitativen nahmen sie das Publikum mit den Arien in die Gefühlswelt der biblischen Protagonisten mit und ließen die Freude der Hirten, die Liebe Marias oder die klare Botschaft des Engels in der Aula widerklingen.

An dieser Stelle sei allen Mitwirkenden herzlich gedankt für das durchweg unentgeltliche Mitwirken an diesem großartigen Mitmach-Projekt! Offenbar motiviert die unsterbliche Musik Johann Sebastian Bachs auch heute noch viele Musikbegeisterte zum Musizieren und Konzertieren. Und selbstverständlich war auch die gesamte Musikfachschaft mit dabei: Frau Krüger-Willmeroth im Chor und als Solistin, Herr Christgen im Orchester geigend und als Solist, Imke Frobeen am Continuo-Violoncello.

Vor allem gebührt der Dank aber dem Projektleiter und Initiator des Projektes: Holger Knöbel bewies nicht nur mit seinem Projekt-Aufruf und der umfangreichen Vorbereitung viel Mut und Einsatz, sondern führte vom Cembalo aus Chor, Orchester und Solisten dirigierend meisterhaft durch das große Werk.

Das Publikum bedankte sich mit nicht enden wollendem Applaus, Frau Dr. Pschibille überreichte Blumen und Dankesworte und die Stimmung bei allen Anwesenden in der Aula schlug den Bogen zum Anfang des Konzertes:

„Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage!“

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Redaktion

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