Erntedank einmal anders – Was hat unsere Ernte mit einer Weltidee zu tun?

[Text & Bild von: Emilienne Markus]

Am Sonntag ist wieder Museumssonntag

im Deutschen Raiffeisenmuseum in Hamm (Sieg)

Erntedank, Kürbissuppe und die Geschichte der genossenschaftlichen Idee

Beim Museumssonntag im Oktober dreht sich im Deutschen Raiffeisenmuseum in Hamm (Sieg) alles um das Thema Erntedank – und um die Frage, wie aus der großen Not der Menschen im 19. Jahrhundert eine Idee entstand, die später die Welt bewegte.

Die Hungerkrise der Jahre 1846/47 stellte zahlreiche Menschen im Westerwald vor existenzielle Herausforderungen. Friedrich Wilhelm Raiffeisen erkannte, dass nachhaltige Hilfe mehr erforderte als reine Wohltätigkeit. Mit gemeinschaftlicher Selbsthilfe entwickelte er erste Lösungsansätze: Der Brotverein und die gemeinsame Beschaffung von Saatgut waren wichtige Vorläufer seiner späteren Genossenschaftsidee.

Beim Museumssonntag am Sonntag, 4. Oktober, können Besucherinnen und Besucher mehr über diese Geschichte erfahren und die Entwicklung von Raiffeisens Idee im historischen Kontext kennenlernen.

Passend zum Erntedank wird auch für das leibliche Wohl gesorgt: Es gibt hausgemachte Kürbissuppe mit Raiffeisenbrot sowie frisch gepressten Apfelsaft aus Äpfeln heimischer Obstwiesen.

Der Eintritt zum Museumssonntag ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sonntag, 4. Oktober 2026, 14-18 Uhr 

Raiffeisenmuseum, Raiffeisenstr. 10, 57577 Hamm (Sieg)

Zum Museumssonntag: 

Das Deutsche Raiffeisenmuseum lädt an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr zu einem eintrittsfreien Besuch ein. Zu jeder vollen Stunde findet eine Führung durch die Dauerausstellung statt. Die Teilnahme an der Führung ist kostenpflichtig.

Führungsgebühren:

  • Erwachsene: 4 Euro

  • Kinder bis 6 Jahre: frei

  • Jugendliche (7–17 Jahre) und Ehrenamtskarteninhaberinnen und -inhaber: 2 Euro

Symbolbild: pixabay

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