Die erste Sitzung des neuen Ausschusses „Gesellschaft und Generationen“ am 4. Februar zeigte eindrucksvoll, wie groß die Verunsicherung rund um die Offene Ganztagsschule (OGS) in Windeck geworden ist. Die Besucherreihen waren voll, denn Eltern und Beschäftigte wollten endlich Klarheit darüber, wie es nach den jüngsten Entwicklungen beim bisherigen Träger, der IB West gGmbH, weitergeht.

Seit Ende 2025 befindet sich der IB im Schutzschirmverfahren – und seit den ersten Gerüchten hat sich die SPD Windeck konsequent um Transparenz bemüht. Doch die vergangenen Monate waren geprägt von unvollständigen Informationen, widersprüchlichen Aussagen und einem Kommunikationsverhalten des IB, das die Lage eher verschärft als beruhigt hat. Der Tiefpunkt war eine kurzfristige Informationsveranstaltung am 3. Februar, bei der Mitarbeitenden suggeriert wurde, der IB habe seinen Vertrag mit der Gemeinde gekündigt und die Gemeinde trage Mitschuld, weil sie sich nicht weiter an den Kosten beteiligen wolle.
In der Ausschusssitzung wurde jedoch deutlich: Die Intransparenz geht maßgeblich vom IB aus. Selbst die Gemeindeverwaltung wurde über zentrale Entwicklungen nicht oder nur unzureichend informiert. Viele Fragen konnten erst nach wiederholtem Nachhaken geklärt werden. Der IB erklärte, man bemühe sich, die vertraglichen Pflichten bis zum 31. Juli zu erfüllen – könne dies im laufenden Insolvenzverfahren aber nicht garantieren, da die OGS in Windeck für den Träger ein defizitäres Geschäft sei. Parallel werde an einem Übergang zu einem anderen Träger gearbeitet, ohne dass die Verwaltung darüber informiert wurde.
Trotz dieser schwierigen Ausgangslage ist die Haltung der SPD klar: Jetzt geht es darum, Vertrauen zurückzugewinnen – bei Eltern, Kindern und den Beschäftigten. Der IB hat dieses Vertrauen verspielt, aber die Gemeinde und die Politik stehen in der Verantwortung, Stabilität herzustellen. Für uns ist entscheidend, dass es auch über den Sommer hinaus ein verlässliches OGS‑Angebot gibt. Ab August 2026 besteht ohnehin ein gesetzlicher Anspruch auf Ganztagsbetreuung, zumindest für die dann neuen Erstklässler, doch wir wollen sicherstellen, dass die Familien nicht bis dahin im Ungewissen bleiben.
Im Idealfall soll sich für die Kinder und Eltern im Alltag möglichst wenig ändern. Die pädagogischen Teams vor Ort leisten hervorragende Arbeit – und wir hoffen, dass sie trotz der schwierigen Situation an den Windecker Standorten bleiben. Denn den Kindern ist egal, wie der Träger heißt. Für sie zählen die Menschen, die sie täglich begleiten, unterstützen und stärken.
Die SPD Windeck wird weiterhin alles daransetzen, eine verlässliche Lösung zu schaffen und die notwendigen Informationen offen zu kommunizieren. Denn es geht um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um die Betreuung unserer Kinder – und um die Zukunft derjenigen, die jeden Tag für sie da sind.
SPD – Weil es um Windeck geht
(Text & Bild: SPD Windeck)
(Text & Bild: SPD Windeck)






