100 Jahre DRK Windeck

[Text & Bild von: DRK Windeck]

Der 100. Geburtstag des DRK Ortsvereins Windeck, gefeiert am 11. und 12. Juli 2026 im DRK Zentrum am Fuß des Kurt Müller Hauses, war ein Wochenende, das die Gemeinde für einen Moment anhielt. Der Samstagabend begann mit einer Atmosphäre, die sich nicht auf das Übliche beschränkte: Speisen, die mit einer feinen Hand zusammengestellt waren, Getränke, die den Abend leise begleiteten, und Cocktails, die eher Akzente setzten als Aufmerksamkeit verlangten. DJ Timo fand einen Rhythmus, der die Gäste bis in die frühen Morgenstunden trug, ohne den Anlass zu übertönen.

Am Sonntagmorgen setzte Matthias Ennenbach einen anderen Ton. Seine Begrüßung war kein formaler Auftakt, sondern eine Hinführung, die den Anlass in seiner Tiefe freilegte. Er sprach von „hundert Jahren DRK Windeck“ als einer Geschichte, „die nicht von einem Verein erzählt, sondern von einer humanitären Haltung“. Ein Satz, der den Raum für einen Augenblick still werden ließ. Der neue Vorsitzende Bernd Voß knüpfte daran an und richtete den Blick nach vorn. „Ein Jubiläum verpflichtet uns nicht zur Nostalgie, sondern zur Klarheit“, sagte er. „Die kommenden Jahre werden anspruchsvoll – aber wir gehen sie mit einem Fundament an, das uns trägt.“ In diesem Rahmen ernannte der Ortsverein den ehemaligen Vorsitzenden Willi Meis zum Ehrenmitglied und würdigte ihn als eine Person, die über Jahrzehnte nicht nur geführt, sondern Orientierung gegeben habe. Meis selbst bemerkte, er werde sich „als Ehrenvorsitzender das Recht nehmen, bei Vorstandssitzungen weiterhin dabei zu sein“.

Die Gratulationen, die folgten, erzählten jeweils ihre eigene kleine Geschichte: ein Feuerwürfel der Feuerwehr, dessen Wände die Burg Windeck und die Namen aller Löschzüge tragen; Blumen von der SPD; ein Umschlag der CDU Kleiderstube; ein versprochenes Fässchen Kölsch von der FDP; Grußworte und Aufmerksamkeiten von Lisa Winkelmeier‑Becker (MdB), Björn Franken (MdL) und Frau Höller von der CDU Windeck; dazu die Auszeichnungen in Form von Bandschnallen des DRK Präsidenten Rhein‑Sieg für die Aktiven, die mehr erzählen, als ihr Metall vermuten lässt. Bevor der offizielle Teil endete, sang der DRK Kindergarten ein Geburtstagslied und hielt selbstgebastelte Herzen hoch, auf denen in großen Lettern „100 Jahre DRK Windeck“ stand – ein Moment, der die Ernsthaftigkeit des Vormittags mit einer kindlichen Wärme verband.

Zum Abschluss versammelten sich alle Rotkreuzler zu einem großen Familienfoto, das die Vielfalt des Vereins zeigte: junge Helferinnen neben altgedienten Kräften, Menschen, die erst seit kurzem dabei sind, neben jenen, die seit Jahrzehnten das Rückgrat bilden. Das Siegtaler Bläsercorps setzte den gekonnten musikalischen Schlusspunkt, der sich über den Hof legte wie ein ruhiger Atemzug nach einem Wochenende, das nicht nur gefeiert, sondern erinnert werden wollte. Hundert Jahre DRK Windeck – das klingt nach Chronik. Doch wer dabei war, spürte etwas anderes: dass dieser Ortsverein nicht zurückblickt, um sich zu feiern, sondern um sich zu vergewissern, warum er existiert. Vielleicht bleibt genau dies in Erinnerung: dass Gemeinschaft nicht aus großen Worten entsteht, sondern aus Menschen, die sich zeigen, wenn sie gebraucht werden.

weitere Fotos auch auf www.facebook.com/drkwindeck und www.instagram.com/drkwindeck

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