CDU Windeck: Wer Zukunft für Windeck will, muss Förderchancen nutzen

[Text & Bild von: Evelyn Höller]

Dorf der Generationen: Chancen sichern, ehrlich rechnen

Das „Dorf der Generationen“ in Altwindeck ist kein Luxusprojekt. Es sichert unser Museumsdorf für die Zukunft: Es geht um Aufgaben, die ohnehin gelöst werden müssen: Das bisherige Dorfgemeinschaftshaus ist marode, das alte Schulgebäude des Heimatmuseums stark sanierungsbedürftig und denkmalgeschützt. Die Frage ist also nicht, ob Handlungsbedarf besteht, sondern wie wir ihn klug und finanziell tragfähig lösen.

Solide Haushaltsführung heißt nicht Stillstand

Vor dem politischen Wechsel vor rund sieben Jahren war die Gemeinde Windeck massiv überschuldet. Durch mutige Entscheidungen, klare Prioritäten und vorausschauendes Handeln konnte die Verschuldung deutlich zurückgeführt werden. Gleichzeitig wurden wichtige Zukunftsprojekte umgesetzt: in Kinderbetreuung, Schulen, Feuerwehr, Bäder und Infrastruktur wie den Bahnhof Schladern.

Das zeigt: Solide Haushaltsführung bedeutet nicht, notwendige Investitionen zu vermeiden. Sie bedeutet, Projekte verantwortungsvoll zu planen, Fördermöglichkeiten zu nutzen und Entscheidungen so zu treffen, dass sie langfristig tragen.

Genau darum geht es jetzt auch in Altwindeck. Das alte Schulgebäude muss saniert werden. Auch für das bisherige Dorfgemeinschaftshaus braucht es eine Lösung. Wenn Fördermittel zur Verfügung stehen, sollten wir sie nutzen, um den eingeschlagenen Weg fortzusetzen: Windeck finanziell stabil halten und zugleich in die Zukunft unserer Orte investieren.

Notwendige Sanierung verschwindet nicht durch Vertagung

Gerade deshalb muss die finanzielle Betrachtung vollständig und ehrlich erfolgen. In der aktuellen Diskussion werden Zahlen und Zusammenhänge teilweise verkürzt dargestellt. Daraus entstehen Schlussfolgerungen, die so nicht haltbar sind und unnötige Sorgen auslösen können.

Entscheidend ist nicht, einzelne Summen herauszugreifen und daraus ein Schreckensszenario abzuleiten. Entscheidend ist, welche Kosten ohnehin auf die Gemeinde zukommen würden, welche Fördermittel genutzt werden können, wie hoch der tatsächliche Eigenanteil am Ende ist und welche Lösung langfristig den größten Nutzen für Altwindeck und ganz Windeck bringt.

Fakten statt verkürzter Darstellungen

Richtig ist: Die Kosten eines solchen Projektes müssen sorgfältig geprüft werden. Baukosten haben sich in den vergangenen Jahren in nahezu allen Bereichen deutlich verändert. Das betrifft kommunale Bauvorhaben gleichermaßen. Entscheidend ist deshalb nicht, ob Kosten gestiegen sind, sondern wie verantwortungsvoll mit dieser Entwicklung umgegangen wird.

Auch beim Eigenanteil der Gemeinde ist eine differenzierte Betrachtung notwendig. Es ist irreführend, so zu tun, als stünde die Gemeinde vor der Wahl zwischen „keine Kosten“ und „hohen Kosten“. Ohne das Projekt müssten die Sanierung des denkmalgeschützten Schulgebäudes, der Umgang mit dem bisherigen Dorfgemeinschaftshaus und die Frage nach einem zukunftsfähigen Treffpunkt für Altwindeck ebenfalls finanziert werden.

Hinzu kommt: Der Gemeinderat hat das Projekt in den vergangenen Jahren mehrfach und meist einstimmig auf den Weg gebracht. Die bisherigen Planungs- und Vorbereitungskosten wurden bislang von der Gemeinde getragen. Umso wichtiger ist es jetzt, durch eine Antragstellung die Chance auf Fördermittel zu sichern. Ohne Förderzusammenhang könnte die Belastung für den Gemeindehaushalt am Ende deutlich ungünstiger ausfallen.

Fördermittel nutzen, Eigenanteil begrenzen

Deshalb ist es richtig, die Städtebauförderung zu nutzen und zusätzlich weitere Fördermöglichkeiten, etwa Dorferneuerungsmittel oder andere Programme, zu prüfen. Ziel muss sein, den Eigenanteil der Gemeinde so gering wie möglich zu halten und die Finanzierung tragfähig aufzustellen.

Auch die Behauptung, das Projekt führe automatisch zu zusätzlichen Belastungen für alle Bürgerinnen und Bürger, greift zu kurz. Eine pauschale Verbindung zu steigenden Steuern oder zur Grundsteuer ist nicht seriös, solange Förderquoten, zeitliche Verteilung der Ausgaben, ohnehin notwendige Sanierungen und weitere Fördermöglichkeiten nicht vollständig einbezogen sind.

Wer über finanzielle Verantwortung spricht, muss alle Seiten der Rechnung betrachten: Investitionskosten, Fördermittel, Pflichtaufgaben, Folgekosten, Nutzwert und langfristige Wirkung für die Gemeinde.

Fakten und Lösungen statt Verunsicherung

Die Maßnahme ist nicht plötzlich entstanden. Sie ist im Haushalt 2025/2026 mit der Finanzplanung bis 2029 berücksichtigt. Damit handelt es sich nicht um eine unvorbereitete Zusatzbelastung, sondern um ein Projekt, das in die kommunale Finanzplanung eingeordnet wurde. Das ersetzt keine weitere Prüfung, zeigt aber: Die Finanzierung darf nicht losgelöst vom Haushalt betrachtet werden.

Für die CDU/FDP-Fraktion ist klar: Kosten, Folgekosten, Betrieb, Fördermöglichkeiten und Varianten müssen sauber beraten werden. Der Ausschuss für Zukunft und Entwicklung ist dafür der richtige Ort.

Gleichzeitig wäre es falsch, aus Sorge vor offenen Detailfragen die Förderchance vorschnell aufzugeben. Eine fristgerechte Antragstellung bedeutet nicht, dass jede spätere Entscheidung bereits feststeht. Sie sichert zunächst die Möglichkeit, Fördermittel für Windeck zu erhalten und das Projekt weiterzuentwickeln.

Das „Dorf der Generationen“ kann notwendige Sanierung, neue Räume für Ehrenamt und Vereine, eine Stärkung des Museumsdorfes und eine Aufwertung von Altwindeck miteinander verbinden. Diese Chance sollten wir nicht durch verkürzte Darstellungen oder unnötige Verunsicherung verspielen.

Solche Ergebnisse waren in der Vergangenheit möglich, weil im Rat meistens sachorientiert zusammengearbeitet wurde. Gerade deshalb wünschen wir uns auch beim „Dorf der Generationen“ eine Diskussion, die sich an Fakten, Fördermöglichkeiten und tragfähigen Lösungen orientiert – nicht an zugespitzten Szenarien.

Unser Ziel ist klar: ehrlich rechnen, solide wirtschaften und Fördermittel klug nutzen – damit Windeck nicht später mehr bezahlen muss, weil heute Chancen liegengelassen werden.

#unserWindeck

(Text & Bild: CDU Windeck) 

2 Kommentare für “CDU Windeck: Wer Zukunft für Windeck will, muss Förderchancen nutzen

  1. 1️⃣ „Das Dorf der Generationen ist kein Luxusprojekt.“ + „Das alte Schulgebäude muss saniert werden.“
    ➡️ Faktencheck:
    Die CDU stellt die Sanierung in den Mittelpunkt – aber die Zahlen zeigen klar:
    – Sanierung Denkmal: 656.366 € (≈ 10 %)
    – Neubau + Außenanlagen: 5,87 Mio. € (≈ 90 %)
    Die Sanierung ist als eigenständige Maßnahme kalkuliert und für rund 656.000 € realisierbar – ohne ein 6,5‑Mio.-Projekt.
    ➡️ Fazit:
    Das Projekt ist überwiegend ein Neubau, nicht „kein Luxusprojekt“ und nicht primär „Sanierung“.

    2️⃣ „Solide Haushaltsführung heißt nicht Stillstand.“
    ➡️ Faktencheck:
    Stimmt – aber solide Haushaltsführung bedeutet auch:
    Varianten prüfen, Folgekosten kennen, Risiken bewerten.
    Genau diese Grundlagen fehlen beim aktuellen Projekt.

    3️⃣ „Ohne das Projekt müssten Sanierung, Dorfgemeinschaftshaus und Treffpunkt ebenfalls finanziert werden.“
    ➡️ Faktencheck:
    Ja – aber in welchem Umfang? Es gibt keine Variantenprüfung, keine kleineren Lösungen, keine Alternativen.
    ➡️ Fazit:
    Die CDU konstruiert eine Alternativlosigkeit, die faktisch nicht untersucht ist.

    4️⃣ „Der Gemeinderat hat das Projekt mehrfach und meist einstimmig auf den Weg gebracht.“
    ➡️ Faktencheck:
    Seit den ersten Beschlüssen sind die Kosten von 5 Mio auf knapp 7 Mio€ gestiegen, alles zulasten des Eigenanteils. Neue Zahlen bedürfen einer neuen Bewertung.
    ➡️ Fazit:
    Frühere Einstimmigkeit ist kein Blankoscheck für ein Projekt, das heute völlig andere Kosten und Auswirkungen hat.

    5️⃣ „Auch die Behauptung, das Projekt führe automatisch zu zusätzlichen Belastungen … greift zu kurz.“
    ➡️ Faktencheck:
    Der kommunale Eigenanteil liegt inzwischen bei nahezu 3 Mio. €. Dieses Geld muss real aufgebracht werden:
    – durch Plünderung des NRW‑Infrastrukturgesetz‑Topfes → dann fehlt es an anderer Stelle
    – oder durch Kreditaufnahme → muss im Haushalt abgebildet werden und Haushaltsbelastungen wirken sich immer auf die Grundsteuer aus – wenn nicht sofort, dann mittelfristig
    ➡️ Fazit:
    Zu behaupten, das habe nichts mit Belastungen aller Windecker Bürger zu tun, ist falsch.

    6️⃣ „Fördermittel nutzen, Eigenanteil begrenzen.“
    ➡️ Faktencheck:
    Fördermittel senken Baukosten – aber erhöhen:
    – Betrieb
    – Unterhalt
    – Energie
    – Personal
    – Risiko
    Ein großes Gebäude bleibt teuer, auch wenn der Bau gefördert wird.

    7️⃣ „Die Maßnahme ist im Haushalt berücksichtigt.“
    ➡️ Faktencheck:
    Ein Haushaltsansatz ersetzt keine Wirtschaftlichkeitsprüfung oder Variantenanalyse.
    Und:
    Die SPD hat den Haushalt und damit die Hebesatzanhebung u. a. wegen solcher Planungen abgelehnt, weil:
    – Kosten aus dem Ruder laufen
    – die Gemeinde kaum Steuerungsmöglichkeiten hat
    – Folgekosten und Risiken nicht ausreichend bewertet wurden
    ➡️ Fazit:
    Die SPD hat frühzeitig auf genau die Risiken hingewiesen, die jetzt sichtbar werden.

    8️⃣ „Eine Diskussion, die sich an Fakten, Fördermöglichkeiten und tragfähigen Lösungen orientiert.“
    ➡️ Faktencheck:
    Genau dafür hat die SPD am 14.03. einen umfangreichen Fragenkatalog eingereicht –
    zu Kosten, Varianten, Folgekosten, Risiken und Förderlogik.
    Bis heute sind zentrale Fragen unzureichend oder garnicht beantwortet.
    Und genau dafür wurde ein Arbeitskreis zur Tragfähigkeit eingerichtet.
    Er wurde jedoch faktisch ad absurdum geführt, weil:
    – wesentliche Informationen fehlten
    – keine Varianten geprüft wurden
    – keine belastbaren Wirtschaftlichkeitsanalysen vorlagen
    ➡️ Fazit:
    Wer „tragfähige Lösungen“ fordert, muss zuerst tragfähige Antworten liefern.

  2. Kann man diese ewige Gewäsch zwischen CDU/SPD und Co. auf dieser „informativen“ Plattform vielleicht mal unterbinden!?!?
    Was haben die Windecker und die Leser dieser Plattform davon, wenn sich hier ‐ vorrangig zwei – gegensätzliche Parteien „nur in die Pfanne hauen“?
    Die Beiträge beider Seiten nerven nur noch.
    Veranstaltungen/Informationen, die nützlich sind gibt es meist nicht. Nur dieser politische Kauderwelsch und gegenseitiges Diskreditieren. So gewinnt man keine Wähler….wirklich schade.
    LG!

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