5 Verletzte nach Frontalzusammenstoß auf L333 zwischen Schladern und Dattenfeld

Schladern/Dattenfeld – Ein 52-jähriger Taxifahrer aus Bonn befuhr am Freitag, den 25.08.2017 gegen 13:15 Uhr, mit seinem Taxi die L333 aus Richtung Schladern in Fahrtrichtung Dattenfeld. Vermutlich aufgrund fehlender Ortskenntnis, unterschätzte er eine durch Warntafeln beschilderte Rechtskurve, fuhr diese zu schnell an und wurde auf die Gegenfahrbahn herausgetragen, wo er mit einem entgegenkommenden Pkw einer 24-jährigen Windeckerin kollidierte.

Diese war mit ihren beiden Kindern (1 und 3 Jahre alt), sowie einer 23-jährigen Freundin aus Eitorf, in Gegenrichtung unterwegs. Durch den heftigen Zusammenprall der beiden Fahrzeuge wurden alle 5 Insassen der beiden Fahrzeuge verletzt, da Sicherheitsgurte angelegt waren und die Kinder ordnungsgemäß in Kindersitzen transportiert wurden, alle nur leicht.

Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 15.000 Euro (Totalschaden), die L 333 war für den Zeitraum der Unfallaufnahme für ca. 1 Std. gesperrt.

Quelle: presseportal.de

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  5 Kommentare:

  1. Hunfried
    26. August 2017 um 23:32 Uhr

    Man braucht keine Ortskenntnis. Man muss sich nur an die Beschilderung halten und wenn da Höchstgeschwindigkeit 30kmh steht eben auch nur 30kmh fahren!

  2. L. Baier
    27. August 2017 um 08:58 Uhr

    Zusammengefasst:
    Einer rast, vier Unbeteiligte dürfen drunter leiden.

    Mal sehen, wie lange es dauert, bis auch hier wieder jemand nach mehr Blech (Beschilderung) ruft, unter Ignoranz, dass vorhandenes Blech bereits (vermutlich) nicht beachtet wurde.
    Was das Wort “rasen” betrifft: Darunter verstehe ich jede der örtlichen Situation nicht angepasste Geschwindigkeit, gleich ob diese innerhalb der ausgewiesenen Geschwindigkeitsbeschränkung liegt oder oberhalb. So versteht es im Übrigen auch die StVO.

  3. J.T.
    28. August 2017 um 12:27 Uhr

    Ich durchfahre die Kurve jeden Tag mindestens einmal. Selbst mit 30km/h muss man schon ordentlich am Lenkrad drehen, um nicht auf die Gegenfahrbahn zu kommen.
    Das nennt der Fachmann Physik. Um selbige kommen auch all die Ignoranten nicht herum die meinen, die Schilder seien nur aufgestellt, sie höchstpersönlich zu ärgern.
    Es ist immer wieder dasselbe: Steht ein Schild mit 70km/h da, schreien viele: Hier kann man auch ohne weiteres 90 oder noch mehr fahren….und tun das auch. (Strecke Holzplatz Richtung Rossel) Was dabei herauskommt?…….siehe oben.

    • Einheimlicher
      28. August 2017 um 13:27 Uhr

      Ich kann meinem Vorredner (besser Schreiber) nur voll zustimmen.

    • lbaier
      28. August 2017 um 20:05 Uhr

      Gegen “Physik” gibt es doch sicherlich elektronische Helferlein, wie ESP…?

      Was ich persönlich immer interessant finde, ist der Vergleich mit anderen Nationalitäten und wie unterschiedlich da mit gleichartigen Problemen umgegangen wird. Z.B. in Norwegen habe ich die Erfahrung gemacht, dass an solchen haarigen Kurven meistens grad mal ein einziges Schild steht – eines, das auf eine scharfe Kurve hinweist und sonst nichts. Die Geschwindigkeit wird schon jeder selber entsprechend auf ein angemessenes Maß anpassen, denkt man sich da wohl. Und siehe da, es ist auch so. Und eigentlich (!) ist es auch so in Deutschland, siehe der Terminus “angepasste Geschwindigkeit”.
      Nur dass hierzulande örtliche Tempolimits (gefühlt) eher als Mindesttempo-Angabe aufgefasst werden. Siehe der typisch-aggressive Im-Kofferraum-Hänger.

      In Dänemark ist praktisch an jedem Ortseingang eine Verschlenkung und drei bis fünf liegende Polizisten vorhanden. Das nervt auf längeren Überland-Strecken zwar, erhöht sicherlich aber die Sicherheit im Ort.

      In Schweden gibt es seitens der Politik -völlig ernsthaft und im gesellschaftlichen Konsens- die sog. Zero-Verkehrstote-Politik, welche sich das hehre Ziel Null-Verkehrstote zum Ziel gesetzt hat. Die bisherigen Maßnahmen greifen hauptsächlich baulich, da man davon ausgeht, dass Fehler menschlich sind. Als Beispiel, auf Strecken mit vielen Unfallopfern durch misslungene Überholmanöver wird halt nicht das hunderste Blechschild angebracht, sondern in der Mitte eine Leitplanke montiert. Problem beseitigt, keine Unfallopfer mehr an dieser Stelle. Zusätzlich werden Hinweisschildern montiert, welche einem mitteilen, dass die nächste Überholmöglichkeit in x km ist – was den fast schon zwanghaften “Druck” zu Überholen vermindert und sicher Stress mindert.

      Hier in D erscheint es mir leider, dass die vielen unnötigen Verkehrstoten dem Götzen “Geschwindigkeit” geopfert werden.Sprich, es ist nicht unbedingt wichtig, maximal sicher von A nach B zu kommen, dafür soll es bitte aber schnell sein.
      Und Schilder sind halt die günstigste aller Maßnahmen aus dem Katalog der Politik, um zu zeigen, dass man sich um den Bürger und seine Belange kümmert. Ändern tun diese aber bekanntlich eher wenig.

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