CDU Rhein-Sieg: Beirat lehnt Gespräche über Radbrücke ab

In der gestrigen Sitzung des Beirates der Unteren Landschaftsbehörde hat sich das Gremium knapp gegen moderierte Gespräche zur Radbrücke Dreisel ausgesprochen. „Das Ergebnis verwundert uns, wir waren uns sicher, dass auch der Beirat auf den Dialog setzt. Nun wählt man die Konfrontation. So kann niemand gewinnen“, meint Björn Franken, Kreistagsabgeordneter und örtlicher Landtagskandidat.

Die CDU regt an, dass man sich nun intensiv mit den geäußerten Bedenken des Beirates auseinandersetzt und diese erneut mit in den Planungsprozess einfließen lässt. „Wir haben alles getan, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Die Fachplaner haben über viele Jahre verschiedene Trassen und Streckenführungen bedacht. Nach unserem Dafürhalten ist die Brücke die sinnvollste Option und schafft von den zur Auswahl stehenden Trassen den besten Kompromiss zwischen geringem Eingriff in die Natur, niedrigen Kosten und attraktiver Wegeführung. Trotzdem waren wir bereit, erneut mit dem Landschaftsbeirat über Alternativen zu beraten. Wir hoffen aber weiterhin auf die Einsicht bei den Mitgliedern des Landschaftsbeirates, dass Gespräche besser sind als verhärtete Fronten. Klar ist aber, dass die CDU diese Brücke nach wie vor will. Sie ist für Windeck, die Region und den Tourismus an der oberen Sieg unverzichtbar“, so Franken abschließend.

Die CDU-Kreistagsfraktion hatte angekündigt, in einen moderierten Dialog mit dem Beirat zu treten, nachdem dieser den Bau der Radbrücke in Dreisel abgelehnt hatte. Ein solches Moderationsverfahren hat der Landschaftsbeirat am Donnerstag abgelehnt. Dies teilte die Kreisverwaltung auf Anfrage mit.

(Text: CDU-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg)

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  36 Kommentare:

  1. Franz Ottersbach
    3. Dezember 2016 um 22:12 Uhr

    „In der gestrigen Sitzung des Beirates der Unteren Landschaftsbehörde hat sich das Gremium knapp gegen moderierte Gespräche zur Radbrücke Dreisel ausgesprochen.“
    Da würde ich gerne wissen, wer wie abgestimmt hat.
    In meinen Augen ist es eine Arroganz, eine Selbstgefälligkeit sondergleichen, dass der Beirat nicht gesprächsbereit ist. Uns kann keiner ? I
    Oder ist es ihre Angst, dass sie sich mit teilweise glatt falschen Behauptungen lächerlich machen ?

  2. Frank Steiniger
    3. Dezember 2016 um 22:35 Uhr

    Wenn man sich bei den eigenen Argumenten nicht sicher ist, dass sie einer Diskussion standhalten, dann entzieht man sich eben der Diskussion. So einfach machen sich das die „selbsternannten Naturschützer“! Der Kreis sollte hier den eingeschlagenen Weg fortsetzen! Für den Tourismus an der oberen Sieg ist dieser Lückenschluss des Radwegenetzes sehr wichtig. Das sehen die Planer so, das sieht der örtliche Rat so, das sieht die Mehrheit des Kreistags so, das sieht der ADFC so und nicht zuletzt 4.000 Bürger, die ihre Unterschrift dafür gegeben haben.

    Frank Steiniger

    • Arno
      4. Dezember 2016 um 13:36 Uhr

      Was erwartet man denn in NRW anderes?

      Wenn der selbsternannte Naturschützer und grüne Umweltminister Remmel „sein“ kürzlich, gegen alle vernünftigen Argumente durch den Landtag geboxtes Landesnaturschutzgesetz dem NaBu als Geburtstagsgeschenk präsentiert (Zitat Remmel), ist doch alles gesagt.

    • Paul Kröfges
      4. Dezember 2016 um 19:13 Uhr

      Werter Herr Steiniger,
      Der Landschaftsbeirat hat die Brücke bei Dreisel aus guten Gründen einstimmig, bei wenigen Enthaltungen, abgelehnt. Das nun ein erfahrener Kommunalpolitiker wie sie, die Mitglieder dieses Gremiums, das sich zur Häflte aus sogenannten „Nutzern“(!) zusammensetzt, die ebenso wie die andere Hälfte, nämlich Vertreter/Innen der – auch nach Bundesnaturschutzgesetz – anerkannten Naturschutzverbände vom Kreistag gewählt werden, als „selbsternannte Naturschützer“ bezeichnet, erstaunt schon sehr. Das Problem ist einmal der (äußerst kostspielige) Eingriff in wertvolle Uferbereiche als solcher und die hieraus zwangsläufig folgende dauerhafte Beunruhigung dieses bisher ruhigen und naturnahen Abschnittes der Sieg. Diese Probleme können leider durch noch so gutgemeinte moderierte Gespräche nicht gelöst werden, was der Landschaftbeirat richtig erkannt hat. Insofern kann ich dessen Entscheidungen sehr gut nachvollziehen. Verträglicher Tourismus lebt eben davon, dass er verträglich ist, diese Brücke wäre es nicht.

  3. Dieter Vollmer
    4. Dezember 2016 um 18:24 Uhr

    Vielleicht kann die Diskussion um die Radbrücke und die Entzweiung der Befürworter und Gegner mit einigen Zeilen bescheidener Lyrik entschärft werden. Das Gedicht ist entnommen aus dem Zyklus „Windeck und der Rest der Welt“. Interpretationen sind über den örtlichen Buchhandel zu beziehen; das Werk ist auch für den Schulgebrauch geeignet.


    Vielleicht ist dann die Brücke fertig,
    doch eher ist wohl mein Enkel bärtig!
    Von Schladern dann, entlang der Sieg,
    den Fluss gequert durch diesen Stieg,
    erreicht man Dreisel ohne Mühe
    und ohne dass der Helm dann glühe!
    Du glaubst, jetzt passt am End’ das Ganze,
    da steht im Weg ’ne selt’ne Pflanze.
    Die Brücke für den Radverkehr,
    die macht des Grünen Seele schwer.
    Er würde gerne Fahrrad fahren,
    doch weil sich dort die Gänse paaren,
    will er mit Mutti und den Kindern
    die Paarung keinesfalls verhindern.
    Von Dreisel geht’s dann in die Steigung,
    schon reut ihn seine grüne Neigung!
    So schiebt er dann das Rad mit Hänger,
    die Zunge wird ihm lang und länger.
    Vom Ufer grüßt der Gänsesäger
    Die Kinder plärr’n im Fahrradträger.
    Und hat er dann den Berg geschafft
    Mit Hilfe seiner Körnerkraft,
    dann geht die Fahrt so richtig munter
    nach Mauel und nach Rosbach runter.
    Statt Radlerglück gab’s Seelennot:
    Er fährt dabei ’nen Hasen tot!
    So kann hat das Schicksal böse sein
    Der Gutmensch kriegt die Seelenpein!
    Nun litt der Hase schrecklich dran,
    weil sich der Vogel paaren kann!
    Die gute Tat ward nicht belohnt,
    weil ihr ein Schicksal innewohnt,
    das nicht nach falsch und richtig fragt,
    sogar an der Überzeugung nagt.
    So merke dir, es kommt so oft,
    am Ende anders als erhofft!

  4. Anonymus
    5. Dezember 2016 um 20:05 Uhr

    Da stellt sich dieser arrogante und Familienfeindliche Landschaftsbeirat gegen den Gemeinderat der Gemeinde Windeck, den Kreistag, dem ADFC und gegen 4000 Bürger unserer Gemeinde. Durch diesen Beschluss, auch gegen einen vernünftigen Dialog aller beteiligen Parteien, braucht man sich nicht zu wundern das sich immer mehr Bürger abgehängt fühlen und einer populistischen Partei nächstes Jahr ihre Stimme geben.

    • wowedv
      11. Dezember 2016 um 23:55 Uhr

      Von 20.000 Einwohnern wurden 4.000 Unterschriften gesammelt (20 % der Einwohner) davon 90 % positiv. Die Mehrheit der Windecker Bürger steht also gegen die Brücke. Wie wollen sie weiter argumentieren

      • Anonymus
        12. Dezember 2016 um 19:48 Uhr

        Windeck hat knapp 19000 Einwohner wovon 4000 unterschrieben haben. Woher wollen Sie wissen das die Mehrheit gegen die Brücke ist, haben Sie die Leute gefragt? Hätte man mehr gefragt wäre die Liste wohl länger geworden. Trainieren Sie mal besser mit dem Rollstuhl und lassen Taten sprechen bevor Sie hier weiter schreiben.

      • Becki
        20. Dezember 2016 um 10:24 Uhr

        16000 Bürger haben nicht unterschrieben! sind damit aber nicht automatisch gegen diese Brücke!!!

  5. Unterschriftensammler
    6. Dezember 2016 um 11:00 Uhr

    Mehr als 90% der angesprochenen Mitbürger habe bei der Unterschriftensammlung pro Radbrücke ohne zu zögern unterschrieben. Bei intensiverem Sammeln hätten noch viele Hundert weitere Unterschriften dazu kommen können.
    Und ich denke, dass zunehmend mehr Einwohner des Siegtals überlegen, ob sie die Blockadeverbände noch weiterhin finanziell unterstützen wollen.

  6. Franz Ottersbach
    6. Dezember 2016 um 11:21 Uhr

    Paul Kröfges: „Das Problem ist einmal der (äußerst kostspielige) Eingriff in wertvolle Uferbereiche ..“
    Dazu: Wäre der Weg von Dreisel nach Schladern incl. Brücke vor der von Brüssel geforderten und vom Staat festgelegten Bestimmung von FFH-Gebieten gebaut worden, hätte das nur einen Bruchteil dessen gekostet . Die eigentlichen, heimlichen Gewinner des verschärften Naturschutzes sind die Gutachter, die bei so gut wie jeder Baumaßnahme ihr Geld verdienen und das nicht zu knapp !!
    Und, was ist an diesen Uferbereichen wertvoller als anderswo ? .Das Ufer wird von drüsigem Springkraut, japanischem Knöterich und Herkulesstaude dominiert. Beide Seiten werden von Anglern benutzt, die damit den Begriff >Das letzte Stückchen unberührter Natur< mit Treppe und Lagerfeuer auch unglaubhaft machen. So what ?

  7. wowedv
    8. Dezember 2016 um 02:29 Uhr

    Ich stimme Herrn Paul Kröfges Kommentar voll umfänglich zu! Der Weg über die kleine Anhöhe von Dreisel nach Mauel (bei weitem keine 15 % Steigung wie es einmal hieß) führt durch eine wunderbare naturnahe Landschaft, welche erschlossen werden sollte. Schauen Sie! Der Argumentation, dass fremde Wildkräuter hier bei uns zunehmend Einfluss nehmen, kann ich nur erwidern, dass dies der Lauf der Zeit ist. Wir können und werden diese nicht aufhalten (s. Columbus).

    • Rolli
      8. Dezember 2016 um 07:59 Uhr

      Sind Sie Rollstuhlfahrer?

    • wowedv
      8. Dezember 2016 um 10:46 Uhr

      Der Anstieg in Dreisel ist grundsätzlich auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Als Alternative bietet sich die Fahrt durch Altwindeck und weiter an der Bahnlinie an.

      • Franz Ottersbach
        9. Dezember 2016 um 11:33 Uhr

        Woher haben Sie diese Erkenntnis ?

      • Windecker Bürger
        11. Dezember 2016 um 13:02 Uhr

        Entweder muss der Troll wowedv an seiner Kondition arbeiten
        oder er sitzt im Anfänger-Nachilfekurs
        „Wie berechne ich eine Steigung oder ein Gefälle?“
        und schätze diese richtig ein.

        • wowedv
          11. Dezember 2016 um 23:45 Uhr

          wir können gerne über höhere Mathematik/Geometrie diskutieren. Vorab schlage ich Ihnen vor, die BR-Sendungen zur Mathematik anzuschauen. Bei Fragen gerne hier melden.

    • Unterschriftensammler
      8. Dezember 2016 um 14:16 Uhr

      Weil Sie beurteilen, dass die Steigung „bei weitem keine 15%“ beträgt und sie „grundsätzlich auch für Rollstuhlfahrer geeignet“ ist, mache ich Ihnen ein Angebot: Ich besorge einen normalen Rollstuhl und Sie machen damit eine Testfahrt von Dreisel nach Mauel. Die Presse wird dabei sein.

      Alternativ können Sie auch gern damit über Altwindeck an der Bahn vorbei nach Schladern fahren, allerdings auf eigenes Risiko, ohne Vollsperrung der L333 am Schlossberg.

  8. Paul Kröfges
    9. Dezember 2016 um 15:03 Uhr

    Werte Diskutanten,
    Als Familienvater, Opa und Uropa der mit seinen Kindern auch gerne Radtouren gemacht hat, kann ich einerseits sehr gut nachempfinden, dass eine Brücke in Dreisel das Radfahren entlang der Sieg bequemer machen würde, es andererseits aber weniger abwechslungsreich sein würde. Ich weiß noch sehr gut, wie für uns als Kinder, und als Familie Bergauffahren und andere, weite Blicke in die Landschaft einfach dazugehörten und man nach einer etwas anstrengenderen Etappe dann belohnt wurde durch eine mehr oder weniger rasante Abfahrt. Aber heute: Um Gottes Willen „Anstrengung!“ bergauf und Risiko ! bergab!
    Hinsichtlich der Unterschriftensammlung ist mir klar, dass jeder Normalbürger,hier erst mal nur die (vermeintlichen) Vorteile dargelegt bekam und keine korrekte Abwägung über Nachteile für die Natur geleistet werden konnte. Da ist man schnell dabei zuzustimmen. Wer sich etwas intensiver informieren will, kann ja mal den Vortrag von Heiko Haupt, Bundesamt für Naturschutz hier ansehen: http://www.gfg-fortbildung.de/web/images/stories/gfg_pdfs_ver/R_P/SiegNister/2016/16_sieg_v1.pdf der am Beispiel der Siegmündung darlegt, was dort, aber auch fast überall an der SIeg an Arteninventar und früher selbstverständlichen und allgegenwärtigenTierarten verloren gegangen ist, sei es Feldschwirl, Feldsperling, Gelbspötter, Klappergrasmücke, Kuckuck, Nachtigall, Pirol,
    Rohrammer, Steinkauz, Sumpfmeise, Weidenmeise usw. usw. Diesen Prozess des ständigen Artenverlustes kann man nur begrenzt aufhalten, vieleicht hier und da ein bisserl umkehren, wenn man bereit ist, ein paar ruhige Zonen der Natur zu überlassen. Und das ist an der Sieg bitter nötig.

  9. Franz Ottersbach
    9. Dezember 2016 um 17:53 Uhr

    Je nach Perspektive hat der Lückenschluss Dreisel – Schladern mehr oder weniger Vorteile. Ich gehe aber fest davon aus, dass die Maßnahme keinen einzigen Feldschwirl, Feldsperling, Gelbspötter, Klappergrasmücke, Kuckuck, Nachtigall, Pirol,
    Rohrammer, Steinkauz, Sumpfmeise, Weidenmeise usw. usw. umbringen wird, wohl aber vielen Menschen die schöne Natur dort näher bringt.
    Wenn alle Parteien bis auf die Grünen, für die Brückenlösung sind, dann muss doch da etwas dran sein oder haben die alle keine Ahnung ?

    • wowedv
      9. Dezember 2016 um 21:32 Uhr

      Ja!
      Was dran oder drin sein muss, wissen die Herrschaften auch nicht.

  10. Franz Ottersbach
    11. Dezember 2016 um 11:16 Uhr

    wowedv, Ihrer Ansicht nach ist „Der Anstieg in Dreisel (ist) grundsätzlich auch für Rollstuhlfahrer geeignet.“
    Bevor Sie Weiteres von sich geben, beweisen Sie doch die Richtigkeit Ihrer Behauptung und gehen auf das Angebot von Unterschriftensammler ein. Ich habe gestern Abend noch ein weiteres Angebot bekommen. dass jemand seinen Rollstuhl dafür zur Verfügung stellen will.
    Hilfreich wäre es auch, wenn Sie sich mit Ihrem Namen zu Ihren Posts bekennen würden. Sie müssen überaus sportlich sein.

  11. Ernie
    11. Dezember 2016 um 12:43 Uhr

    Das will ich sehen. Ich bin oft von Roth nach Kuchhausen mit dem Fahrrad zum Modellflugplatz gefahren. Ohne abzusteigen. Aber Dreisel hoch hab ich noch nie ohne absteigen geschafft. Wenn sie meinen das das jemand im Rollstuhl Schaft, will ich das sehen. Mein Auto hat 6 Gänge, und in der Doppelkurve muss ich sogar in den 2 zurück schalten. Sagt wann, und ich nehm mir Urlaub um das nicht zu verpassen.

    • HGL
      11. Dezember 2016 um 13:06 Uhr

      Das möchte ich auch sehen

  12. Wilhelm Neuer
    11. Dezember 2016 um 17:24 Uhr

    Ich auch. Wowedv spuckt große Töne, da muss er mal den Beweis antreten!

  13. wowedv
    11. Dezember 2016 um 17:47 Uhr

    Mea culpa
    Bin nicht davon ausgegangen, das Windeck ein Autofahrerland ist. Ich verweise auf den Orientierungsplan der Gemeinde Windeck mit Wanderwegen. Diesem entnehmen sie bitte, dass von Dreisel, Im Kettenroth ein Wander-/Fahrradweg nach Mauel führt. Den Befürwortern der Brücke darf ich empfehlen, doch zuerst einmal die nähere Umgebung anhand der Karte zu erwandern/biken (fahrradfahren) bevor mehr oder weniger sinnfreie Kommentare abgegeben werden. Gerne lege ich eine Wiedervorlage heute +3 Jahre an.

  14. Franz Ottersbach
    11. Dezember 2016 um 19:48 Uhr

    Da erübrigt sich jeder Kommentar. Keine Ahnung aber mitreden wollen.

  15. wowedv
    11. Dezember 2016 um 21:14 Uhr

    Es wundert mich dann doch, dass die Einwohner des ehemaligen Kirchspiels Dattenfeld so wenig Ortskenntnis haben. Wenn ich den Anstieg Dreisel nach Mauel beschreibe, meine ich nicht (wie den Kommentaren zu entnehmen) die Kreissstrasse von Helpenstell nach Roth. „“Keine Ahnung aber mitreden wollen““: Wer lesen kann ist klar im Vorteil

  16. Franz Ottersbach
    12. Dezember 2016 um 18:02 Uhr

    wowedv, bitte Visier runterlassen.

  17. Ernie
    12. Dezember 2016 um 19:17 Uhr

    Ok, da sie den Wanderweg meinten, und nicht die Straße habe ich das falsch verstanden. Der Punkt geht an sie. Aber jetzt Butter bei die Fische. Das Angebot gilt noch. Diesmal mit dem Rollstuhl und dem Wanderweg. Das Problem ist aber nicht die Steigung, sondern der Weg selber. Erstmal zieht der sich Ellenllang wie Kaugummi, und die Beschaffenheit für Rollstuhlfahrer ist nicht zumutbar. Ich kenne den, da ich da schon oft gejoggt binn. Sind sie den selber auch schon mal gelaufen? Und die Unterschriftenliste kannte ich bis jetzt nicht. Wo kann man Unterschreiben, und warum kennt in meinen großen Bekanntenkreis die Liste auch niemand? Hätte die Bevölkerung mehr Infos zu so einen Vorhaben und Liste gehabt, denke ich das da ein paar tausend Unterschriften mehr drauf währen. Jetzt wollen wir aber einen Termin haben mit Presse wie sich jemand am Wanderweg mit Rollstuhl versucht.

    • Franz Ottersbach
      13. Dezember 2016 um 20:32 Uhr

      Hallo Ernie,
      die Unterschriftensammlung fand im Sommer 2010 statt. Die Antragstellung stand lt. Kreis unmittelbar bevor. Im Januar 2011 wurden alle Unterschriften an den Sachbearbeiter des Kreises, Herrn Dr. Sarikaya, nach einer Ratssitzung in der Aula der Hauptschule Rosbach übergeben. Anwesend waren u.a. auch viele Vertreter von Windecker Bürgervereinen, die in ihrem Bereich gesammelt hatten.
      Die fast 4000 Unterschriften sollten dem Kreis in einer Gerichtsverhandlung helfen, das notwendige öffentliche Interesse zu belegen.
      Zur weiteren Erklärung: Die Unterschriften stammen fast alle aus den Orten im Tal, die Menschen in den Höhenorten wie Leuscheid, Langenberg, usw. zeigten kaum Interesse.
      Erwähnenswert ist noch, dass von einer Verterterin der Grünen im Gemeinderat die Unterschriftensammlung als Kindergartenaktion bezeicnnet wurde. Das ist umso ersaunlicher als die Partei doch sonst immer auf (Basis-) Demokratie Wert legt.
      Seitdem haben die Planer des Kreises versucht, den Naturschützern, die schon mit Klage drohten, als die Brückenlösung noch nicht ganz ausgesprochen war, alles recht zu machen, um eine Klage zu vermeiden. In den letzten Sitzungen des Landschaftsbeirates wurde deutlich, dass die Klage trotzdem erfolgen wird. Durch den Klageweg entscheidet nicht mehr das Volk, was gebaut werden kann, sondern die Gerichte, womöglich in mehreren Instanzen. Sollten die Naturschützer schon nicht die Brückenlösung verhindern können, dann auf jeden Fall weit hinauszögern. Bis die Mittel verfallen sind, sagte einer ihrer Vorsitzenden.
      Das FFH-Gebiet Siegaue ist von Menschen, nicht von Gott bestimmt worden. Jetzt ist es zu einer No-Go-Area für Menschen geworden – außer für Angler.

  18. Frank Steiniger
    13. Dezember 2016 um 17:02 Uhr

    Wir können die Übung für wowedv ja etwas abmildern: Er kann mit dem Rollstuhl ruhig bergrunter fahren. Links und rechts ein bar Sicherungsnetze und beim DRK einen RTW engagieren – dann geht’s los! Vielleicht kommt er ja ins Guinnessbuch der Rekorde. Oder wir haben nachher eine Unterschrift mehr für die Brücke!

    • HGL
      13. Dezember 2016 um 18:00 Uhr

      Tolle Idee

  19. wowedv
    13. Dezember 2016 um 20:05 Uhr

    Ich bedanke mich für die rege geführte Diskussion Der weiteren intellektuellen Verflachung mag ich nicht weiter folgen.

    • Unterschriftensammler
      14. Dezember 2016 um 11:40 Uhr

      Hallo wowedv,
      sie haben sich mit ihren Behauptungen (15%, Rollstuhl geeignet) weit aus dem Fenster gelehnt – und ich habe ihnen einen sehr realistischen Vorschlag gemacht, die Behauptungen zu verifizieren.
      Sie bezeichnen die Diskussion als intellektuelle Verflachung. Was sind denn dann ihre Behauptungen, die sie jetzt nicht belegen wollen?
      Falls ihre Behauptungen etwa offensichtlich falsch waren und sie den anderen Kommentarschreibern auch noch Nachhilfe in Mathematik empfehlen, dann müssen sie wohl den Spott der Leute ertragen – oder solche Behauptungen unterlassen.

  20. Unterschriftensammler
    14. Dezember 2016 um 13:02 Uhr

    In diesem Zusammenhang ist noch etwas sehr interessant.
    Auf der gestrigen Ratssitzung wurde unter TOP15 ein Antrag der Windecker Grünen auf „barrierefreien Tourismus“ behandelt. Siehe hier:
    http://session.gemeinde-windeck.de/bi/vo0050.php?__kvonr=5921&voselect=643
    Da stehen dann plötzlich zwei hohe moralische Positionen diametral gegeneinander. Und jetzt?

    Die Radbrücke zwischen den jeweils bestehenden Wegen in Dreisel und Schöneck ist die optimale Lösung. Die Barrierefreiheit ist maximal. Die Gefahren für Benutzer durch KFZ-Verkehr sind minimal. Es sind keine großen Eingriffe in die Geographie erforderlich. Es braucht keine Tunnel, nur eine dezent gestaltete Brücke und etwa 300m zusätzliche Wege. Auf unnötige neue Zufahrtswege, die hohe Kosten verursachen, kann verzichtet werden.

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