FDP Windeck fragt kritisch nach: Wo sind die Hundefreilaufflächen?

Verantwortungsbewusste Hundebesitzer haben schon immer den Kot ihrer Hunde entfernt. Ausnahmen gibt es immer wieder. Vielleicht ist auch ein gewisser Frust dabei, so zu handeln?

Hundebesitzer ärgern sich selbst über die Scherben und den Unrat von Menschen am Wasserfall und entlang des Siegunterhaltungsweges. Auch Pferde- und Gänsekot zieren den Weg. Doch wo kann ein Hund hier in Windeck mal freilaufen? Hundehaltung ist heute ein bedeutender Wirtschaftszweig.

Ob Einzelhandel, Metzger, Diskonter, Apotheken oder Tierfachgeschäfte – sie alle profitieren von den Haustieren. Gerne werden auch Hunde als Therapiehund, Schutzhund, Schulhund, Familienhund und Seelentröster in Seniorenheimen in der Presse stolz vorgeführt. Doch wo kann so ein Hund auch mal freilaufen? Das Thema Hundesteuer soll hier nicht bemüht werden, da alle Steuern in der Kommune in einen Topf kommen. Die Hundesteuer ist leider nicht für die Hunde da. Doch hat so eine Kommune nicht auch die Pflicht, sich für eine in Ansätzen artgerechte Hundehaltung in der Gemeinde zu kümmern? Zu einer artgerechten Haltung gehören auch Sozialkontakte unter Hunden, die an der Leine nicht funktionieren. Der BUND nennt Hundeauslaufflächen in Troisdorf, Siegburg, Sankt Augustin, Hennef. Leider fehlt Windeck.

Anstatt immer wieder auf die Leinenpflicht und die Kotentfernung hinzuweisen, wäre die ortsnahe Einzäunung einer Wiese vielleicht mal zu überlegen. Als Spaziergänger wird man, insbesondere vom Siegunterhaltungsweg zum Lidl, mit menschlichen Urin und Kot konfrontiert. Nicht selten darf man urinierende Männer beobachten. Besonders unverschämt ist aber die Person, die mit einem Stock den Hundekot aus der Wiese auf den Siegunterhaltungsweg wirft, um Hundebesitzer zu diskreditieren.

Also – wie wäre es mal mit einer Hundefreilauffläche in Windeck?!

Ihre FDP-Windeck

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  11 Kommentare:

  1. Alexandra Lange
    31. März 2018 um 21:49 Uhr

    Mal ein super Ansatz von euch. Hundehalter haben irgendwie nur Pflichten aber irgendeine Gegenleistung gibt es nicht. Noch nicht mal Aufsteller von Kotbeutel oder ne Mülltonne. Wenn man länger spazieren geht, sorry aber dann den vollen Beutel bis nach Hause mitnehmen finde ich auch nicht so prall. Ich würde sofort für eine Hundewiese stimmen. Zum Thema Pferdeäpfel, eigendlich müssten die auch weggemacht werden, den die sind Gift für Hunde, da Pferde regelmäßig entwurmt werden müssen und selbst an der Leine, kann ein Hund schneller sein als der Mensch.

    • martina
      1. April 2018 um 21:51 Uhr

      Pferdeäpfel sind echt ein Problem. Oft liegen sie in großen Mengen mitten in Ortschaften auf der Straße. Wenn schon mit Reitschulen etc. Geld verdient wird, sollten diejenigen doch auch die Hinterlassenschaften aufsammeln, statt das den Anwohnern zu überlassen.

  2. Christiane
    1. April 2018 um 19:27 Uhr

    Endlich mal Stimmen für Hunde in Windeck. Mir persönlich sind viele Hundehalter bekannt, die mit Kotbeutel ihrer Hunde kilometerweit durch die Gemeinde laufen, weil kein Mülleimer weit und breit zu sehen ist. Dabei nehmen sie den weggeworfenen Müll anderer Spaziergänger mit; von Trinkpäckchen, Tempoverpackungen, Kaffeebechern, Brötchentüten bis hin zu Flaschen usw….
    Diese Sachen werden dann auch noch in ihren privaten Mülleimern entsorgt.
    Sicher gibt es unbelehrbare Hundebesitzer, aber es gibt auch viele andere Dinge worüber wir Windecker Bürger uns aufregen können und mit denen kein Geschäft gemacht wird, im Gegenteil der uns alle Geld kostet und vor allem unsere Umwelt und unserer schönen Natur schadet.
    Wie sieht es denn z.B. mit all den Treckerfahrern aus, die mit ihren Anhängern in unseren Wäldern die Wege für Spaziergänger und Radfahrer matschig hinterlassen. Und dürfen die überhaupt ihren Müll, im günstigsten Fall Grünschnitt, einfach im Wald entsorgen? Das würde mich echt mal interessieren?
    Da schaut keiner nach und keiner regt sich auf.
    Oder diejenigen, die ihre Reifen, Farben oder diverse Umweltgifte einfach mal so am Strassenrand fallen lassen.
    In der Hurster Gegend wundere ich mich über all die Pferdeäpfel auf den Wegen und Straßen, aber die Hundehalter werden gebeten die Hinterlassenschaften mit zu nehmen. Da passt doch irgendwie was nicht. Oder?

  3. Anne Frantz
    1. April 2018 um 19:45 Uhr

    Und was bringt eine eingezäunte Hundewiese, wenn alle Hunde dann dort ihr Geschäft erledigen und man dann vor lauter Hundekot nicht mehr weiß, wohin man treten soll?
    Abgesehen davon gibt es Hundetoiletten und es stehen überall Mülleimer. Ich selbst bin jeden Tag mit meinen Kindern unterwegs und es passiert nicht selten, dass die beiden mehrfach während eines Spaziergangs in Hundekot treten und dann das Zeug an ihrer Kleidung oder am Kinderwagen verteilen. Lustigerweise liegen immer unter dem „Hier ist kein HundIceklo“ – Schild dicke Haufen – sehr nett!
    Davon einmal abgesehen können unsere Kinder noch nicht mal in unserem eigenen Garten spielen ohne am Rand in Hundekot zu treten – wie gut, dass wir jetzt einen Zaun haben…
    Ich kann meine Kinder ja auch mal auf den Gehweg oder in die Gärten kacken lassen und bin mal gespannt, wie Hundehalter darauf reagieren.
    Ich empfinde es als Selbstverständlichkeit, die Hinterlassenschaften seines Tieres mitzunehmen! Und das AUCH auf einer Hundewiese – ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass ein großes für Hunde vorgesehenes Gelände etwas an der Situation ändern würde – nach wie vor lägen die Hundehaufen überall herum, denn man muss ja auch erst einmal dorthin kommen, oder?!
    Spätestens wenn sich ihr Kind mal mit Hundekot eingeschmiert hat und den Kinderwagen dazu und Sie sich fast übergeben mussten, können Sie vielleicht nachvollziehen, dass ich manchen Leuten das Zeug am liebsten in ihr Bett legen würde.
    Beste Grüße Anne

  4. wowedv
    1. April 2018 um 20:00 Uhr

    Den Kommentaren schließe ich an. Als Hundehalter muss ich Hundesteuer zahlen. Pferdebesitzer privat oder in Reiterhöfen werden nicht steuerlich erfasst. Mein Vorschlag zur steuerlichen Erfassung wurde zwar vom roten Vizebürgermeister im vergangenen Jahr entgegen genommen und Abhilfe versprochen, passiert ist bisher nichts. Pferde scheißen Berge auf der Straße vor meiner Haustüre treten Wald- und Wiesenwege kaputt und scheißen auch dort ihre großen Haufen (ca. 15 fache eines Hundes). Nummernschilder des Rhein-Sieg-Kreises werden nicht gekauft. Wo nicht kontrolliert wird, …
    Deshalb werde ich auch weiterhin meinen Hund auf dem Siegerhaltungsweg frei laufen lassen ebenso wie im Wald und in Naturschutzgebieten.
    Nur unser Protest führt zu Veränderungen!

  5. Anne Frantz
    1. April 2018 um 20:53 Uhr

    Übrigens:
    Ich MAG Hunde! Ich mag nur manche Herrchen bzw. Frauchen nicht…

  6. OpaMitHut
    5. April 2018 um 09:48 Uhr

    Übrigens:
    In dem Artikel geht es nicht um Hundeklos, sondern um Freilaufflächen. Und die sind sicher nicht als Klos gedacht, bitte nochmal genau nachlesen. Vielmehr geht es darum, dass man eigentlich nirgendwo in der Gemeinde seinen Hund frei laufen lassen darf. Nicht auf öffentlichen Wegen und Anlagen, nicht auf Wiesen, nicht im Wald, nirgendwo! Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes weisen unter Androhung eines Knöllchens nur all zu gerne darauf hin, ohne einem aber eine Freilauffäche nennen und anbieten zu können – das ist der eigentliche Skandal. Und dafür könnte ein kleiner Teil der Hundesteuer mal sinnvoll eingesetzt werden.

    Übrigens 2:
    Für mich als Hundehalter ist es selbstverständlich, dass ich die Hinterlassenschaften meines Tieres in einen Beutel packe und zu Hause in die Mülltonne werfe. Beutel sind immer am Mann. Das ist auch kein Problem und keine nennenswerte Mühe, man muss es nur tun. Alles andere sind faule Ausreden. Und nein, es gibt kaum noch öffentliche Mülleimer. Und was Pferde und Traktoren angeht: Es ist leider eine Unart geworden, immer auf die anderen zu zeigen und alles mit allem zu vermengen. So ist keiner mehr für irgendwas verantwortlich, wir drehen uns immer im Kreis – und ändern NICHTS!

    • wowedv
      6. April 2018 um 22:08 Uhr

      Hunde dürfen auf Waldwegen auch ohne Leine laufen. Ein entsprechendes Urteil hat das Oberverwaltungsgericht in Münster in 2012 gefällt und damit eine kommunale Anleinpflicht gestoppt. Angeleint müssen Hunde ausschließlich in Naturschutzgebieten und Erholungsgebieten ausgeführt werden. Wir wünschen unseren Hunden in den umgebenden Wäldern einen freien und schönen Auslauf.
      Pferde müssen ihre Scheiße auch nicht verantworten!

      • Lars Baier
        7. April 2018 um 07:45 Uhr

        Leider nicht uneingeschränkt richtig – jedenfalls ein nicht gänzlich ungefährlicher Ratschlag: Wird im Wald ein Hund freilaufend angetroffen und verursacht eine “Störung”, darf jeder Jäger diesen erschießen.
        Da reicht schon mal, dass ein Reh aufgeschreckt wird und ein Hund (aus Spiel oder eben doch Jagdtrieb) diesem hinterherjagt. Herrchen ruft zwar wie doof, der Hund hört aber nicht. Kommt ja doch häufiger vor. Nur, mit Pech: *Peng* macht’s im Wald und das war’s. Und: Der Jäger ist im Recht.

        Ist ähnlich wie Reisen mit Hund nach Dänemark – kann man zwar machen, sollte man sich aber überlegen. Da reicht schon (übertrieben gesprochen), dass sich zwei Hunde anknurren, dass dann diese eingeschläfert werden. Ausfuhr nicht möglich.

        Eine Freilaufhundefläche (von dann auch sinnvoller Größenordnung) halte ich jedenfalls für eine unterstützenswerte Angelegenheit, haben nicht wenige Hunde eben gerade dadurch einen Knall weg, dass sie sich nicht normal hundisch verhalten dürfen/können untereinander (schnuppern, tollen, spielerisches rangeln).
        Mit einer Verwendung der Steuergelder hat das aber wenig zu tun. Mit der Schampussteuer zahlen wir schließlich auch schon länger nicht mehr unsere Kriegsmarine. Neue Weinfelder wurden damit auch noch nie erschlossen. Was ich ausdrücken möchte: Steuern sind nicht zweckgebunden (genauer: Dürfen es nicht einmal!) und erheben per se keinen Anspruch auf Gegenleistung.

        Und zu dem Kackthema: Jeder Hundebesitzer, der die Hinterlassenschaften seines Fiffis wissentlich auf öffentlichem/fremden Grund liegen lässt, ist schlicht und einfach asozial (= unfähig. sich in eine Gesellschaft einzufügen und/oder diese schädigend). Da braucht man an sich gar nicht weiter rumdiskutieren.
        Das gleiche gilt für Pferdemist, etc. – Was das eine mit dem anderen aber zu tun hat, gar ob sich das dann gegenseitig aufheben soll (?), fragt man sich aber auch….?!

  7. Christiane
    5. April 2018 um 12:14 Uhr

    Es geht absolut nicht darum auf andere zu zeigen oder alles mit allem zu vermischen! Ich wollte lediglich auf andere Unwegsamkeiten hinweisen und meinen Unmut kund tun. Immer geht es auf Hunde und ihre Hinterlassenschaften.
    Was ist eigentlich mit der KASTRATIONSPFLICHT FÜR FREILAUFENDE KATZEN?
    Vielleicht sollte darauf auch mal im Mitteilungsblatt hingewiesen werden!
    Oder wird das von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes überprüft?!
    Das finde ich als verantwortungsvoller Hunde- und Katzenbesitzer genauso, wenn nicht sogar, als noch wichtiger an.

    • Steff
      9. April 2018 um 15:45 Uhr

      Ganz genau. Auch Katzen sind inzwischen ein Problem, denn sie kacken auch in den umzäunten Garten. Verbuddeln tun die ihren Dreck auch nicht mehr.
      Und selber durfte ich schon eine Katze beim Würgen beobachten, als sie versuchte einen Meter langen Bandwurm auszuko…n. Ekelerregend. Die Hinterlassenschaft habe ich abgeflammt.
      Entwurmung Fehlanzeige, Kastration Fehlanzeige……Die Halterin des Tieres kümmerte sich nicht.
      Über die Kastrationsverordnung wird in mancher Kommune nicht mal berichtet.
      Man selber nimmt dann Geld in die Hand, um solchen Tieren zu helfen und muss sich vom Besitzer (der ja vorher nicht mal in Erscheinung getreten ist) dumm anmachen lassen!
      Aber wir haben eh schon gravierendere Probleme als kackende Hunde und Katzen in diesem Land.

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