Rätsel um vermisste 13-Jährige Windeckerin: Bonner Polizei rollt Cold Case nach über 50 Jahren neu auf

Ein weit zurückliegender Vermisstenfall aus dem Jahr 1973 rückt plötzlich wieder in den Fokus der Justiz. Die Cold-Case-Ermittlungsgruppe der Polizei Bonn hat die Akte der damals 13-jährigen Isolde Becker erneut geöffnet. Das junge Mädchen verschwand am 20. Mai 1973 spurlos während eines Besuchs der Maikirmes in Dattenfeld. Da es seit über fünf Jahrzehnten kein Lebenszeichen von ihr gibt, befürchten die Beamten mittlerweile das Schlimmste: Ein Gewaltverbrechen könne nicht mehr ausgeschlossen werden.

Symbolbild – KI

Letzte Spur am Autoscooter

Den bisherigen Rekonstruktionen zufolge verbrachte die in Windeck wohnhafte Schülerin den Sonntagvormittag auf dem Festplatz. Zeugen sahen sie dort letztmalig zwischen 10:30 Uhr und 13:30 Uhr. Besonders auffällig war ihr Aufenthalt im Bereich des Autoscooters, wo sie sich längere Zeit aufgehalten haben soll. Als Isolde am Abend nicht nach Hause zurückkehrte, erstatteten ihre Angehörigen am darauffolgenden Tag Vermisstenanzeige bei der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis. Trotz intensiver Bemühungen verliefen alle damaligen Suchmaßnahmen im Sande.

Ermittler suchen nach alten Kirmesfotos und Zeugen

Die Bonner Kriminalpolizei setzt nun auf die Mithilfe der Bevölkerung, um das Schicksal der Vermissten doch noch zu klären. Da die Befragungen im damaligen persönlichen Umfeld keine neuen Erkenntnisse lieferten, hoffen die Fahnder nun auf kollektive Erinnerungen oder private Dokumente aus der Zeit.

Die Ermittler stellen hierzu konkrete Fragen:

  • Wer war 1973 mit Isolde Becker befreundet oder besuchte mit ihr die Schule?
  • Existieren noch private Fotoaufnahmen von der Maikirmes (19. bis 21. Mai 1973), insbesondere vom Bereich des Autoscooters?
  • Können ehemalige Schausteller oder deren Angehörige Angaben zur Kirmes in Windeck-Dattenfeld im Jahr 1973 machen?

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 der Polizei Bonn unter der Telefonnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an KK11.Bonn@polizei.nrw.de entgegen. Aktuelle Fahndungsfotos der Vermissten sind zudem im offiziellen Fahndungsportal der Polizei NRW hinterlegt.

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