Gefährlicher Pritschenwagen auf der L333: Polizei zieht maroden Lkw aus dem Verkehr

Ein aufmerksamer Motorradpolizist hat am Pfingstsonntag (24. Mai 2026) einen verkehrsuntauglichen Lastkraftwagen gestoppt und sofort stillgelegt. Das Fahrzeug wies derart gravierende Mängel auf, dass eine Weiterfahrt eine akute Gefahr für den Straßenverkehr dargestellt hätte.

Stillgelegter Lkw – Bild: Polizei Rhein-Sieg

Gurtverstoß führt zu Kontrolle

Der Beamte der Zweiradstaffel war auf der Landstraße unterwegs, als ihm der Mercedes-Pritschenwagen ins Auge fiel. Der Grund für das anfängliche Interesse des Polizisten war vergleichsweise geringfügig: Der 53-jährige Beifahrer hatte während der Fahrt auf den Sicherheitsgurt verzichtet. Für eine genaue Überprüfung lotste der Motorradpolizist den Lastwagen daraufhin auf das Gelände einer Tankstelle in der Nähe der Präsidentenbrücke.

Bei der anschließenden technischen Inspektion des Fahrzeugs trat jedoch das tatsächliche Ausmaß der Vernachlässigung zutage. Neben komplett abgefahrenen Reifen und einer teilweise funktionsunfähigen Beleuchtungsanlage stießen die Beamten auf eine morsche Ladefläche. Der Boden des Transporters war derart durchgerottet, dass die geladene Fracht akut drohte, durchzubrechen und auf die Fahrbahn zu stürzen.

Weiterfahrt untersagt und Kennzeichen entwertet

Aufgrund des desolaten und verkehrsgefährdenden Zustands griff der Polizist konsequent durch. Er kratzte noch vor Ort die Zulassungsstempel von den Kennzeichen und untersagte dem 40-jährigen Fahrer die Weiterfahrt mit dem maroden Lkw.

Da sowohl der Fahrer als auch sein Beifahrer rumänische Staatsbürger sind und keinen festen Wohnsitz innerhalb Deutschlands vorweisen konnten, wurde zur Sicherung des anstehenden Bußgeldverfahrens direkt vor Ort eine finanzielle Sicherheitsleistung erhoben.

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