CDU Windeck: Zur Sicherheit der Bürger – Straßenlaternen nachts anschalten!

SPD und Grüne blockieren seit Jahren eine Entscheidung zum CDU-Antrag

Seit vielen Jahren fordert die CDU-Fraktion, dass die Straßenlaternen nachts wieder durchbrennen sollen. Zum einen wegen des Schutzes unserer Bürger, die morgens früh zum Bahnhof müssen, um zu Ihrer Arbeitsstelle zu fahren oder nachts, wenn sie nach Veranstaltungen zu Fuß auf dem Weg nach Hause sind. Zum zweiten, weil es in der heutigen Zeit, in der man auch auf dem Land leider nicht mehr von Einbrüchen und Diebstählen sicher sein kann, ein gewisses Maß an Sicherheit bedeutet.

Die CDU drängt auf eine Aufhebung der Nachtabschaltung, da dieses die Bürgerinnen und Bürger pro Kopf lediglich 1 Euro pro Jahr kostet. Es gibt schon genügend bekannte Fälle, vor allem von älteren Leuten, die deshalb Windeck verlassen haben. Die aktuellen Autoaufbrüche in Hoppengarten in der gestrigen Nacht zeigen, dass die Dunkelheit den Tätern leichtes Spiel bereitet.

Die CDU-Ratsmitglieder Rolf Heuser und Uwe Fröhling waren vor Ort und haben sich bei den Dorfbewohnern erkundigt. Dort plädiert man genau aus diesem Grund schon lange darauf, die Lichter wieder in der Nacht durchbrennen zu lassen. Bei  Bündnis90 / Die Grünen redet man immer noch von „Lichtverschmutzung“ und die SPD beharrt noch auf das von ihr entwickelte Konzept, einige Straßen zu beleuchten und andere eben nicht. Dadurch kommt es aber aus CDU-Sicht zu einer absoluten Ungleichbehandlung im Gemeindegebiet. Die SPD und Grünen haben nun erneut den Antrag der CDU zurück in den Bauausschuss verwiesen.

Frank Steiniger
Rolf Heuser
Uwe Fröhling

(Text: CDU Windeck)

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  37 Kommentare:

  1. Helmut klohn
    28. Juli 2016 um 16:58 Uhr

    Wenn Helligkeit abschreckt, dürften am Tage ja keine Überfälle, Einbrüche und Diebstähle stattfinden.
    Gerade weil es hell ist, wiegen sich die Leute in Sichheit.

    • Chris Geue
      29. Juli 2016 um 12:32 Uhr

      Ich komme gerne noch einmal auf das eigentliche Anliegen des Antragstellers zurück. Soweit ich Herrn Steiniger und Kollegen verstanden haben, geht es hier in allererster Linie um das Thema Bürgersicherheit zum Preis von einem Euro pro Kopf und Jahr!. Warum dann diese Diskussionen über Lichtverschmutzung etc. geführt werden sollen oder müssen, erschließt sich mir nicht wirklich. Alleine der Begriff „Lichtverschmutzung“ – da fragt sich der kleine Normalbürger, welchen Hirnen entspringen eigentlich solche Kreationen und muss man dafür besondere Substanzen vorher einnehmen, um darauf zu kommen? Ich habe da ja so eine Vermutung, aber das würde die Sache hier nicht vorwärts bringen.

      Sicherheit, dass ist das Thema!
      Und zu diesem Thema kann man Studien oder Statistiken, die sich auf die Zeit vor 2014/2015 beziehen, leider nicht mehr als wirklich aussagekräftig ansehen. Bedingt durch eine ab 2015 völlig veränderte Situation, auch in der Gemeinde Windeck, gilt es in den Augen sehr vieler Bürger, insbesondere der hier lebenden Frauen, den Aspekt Sicherheit neu zu definieren. Ob es nun dem einen oder anderen gefällt oder nicht, es ist leider so, dass sich gerade Frauen, egal welchen Alters, einer neuen, nicht gewollten Situation gegenüber sehen. Und da sich die Gemeinde dieser neuen Lebenssituation in Windeck nicht verschließen kann, ist es mindestens die Pflicht der Verantwortlichen im Rahmen der Möglichkeiten ein Höchstmaß an Sicherheit seinen Bürgern zur Seite zu stellen. In diesem Punkt wäre eine verbesserte Beleuchtung der Straßen und öffentlichen Wege schon ein erster und sehr hilfreicher Schritt.
      Bevor nun aber die üblichen Verdächtigen wieder Schnappatmung bekommen:
      das zuvor geschilderte ist ja nur einer von mehreren Gründen, weshalb m.M. nach der Antrag der CDU richtig ist. Weitere Aspekte wurden bereits von anderen Teilnehmern ausgeführt. Einen möchte ich aber noch anführen, und da werden mir sicher die viel gescholtenen Hundebesitzer zustimmen:
      wenn man nachts mit seinem Vierbeiner raus muss, ist es nicht wirklich immer sicher auf den völlig unbeleuchteten Straßen. Da kann man auch Vorsorge treffen, indem man Leuchthalsbänder und sonstige Reflektoren benutzt, kommt ein Fahrzeug um die Ecke, hat man immer eine faire 50:50-Chance. Und das kann es ja auch nicht, oder?
      Also, ich bin für mehr Sicherheit für alle Bürger und auf allen Wegen, auch wenn es zu Lasten der Motten oder der schlafsensiblen Mitmenschen geht. Der Vollmond hält sich ja auch nicht an die „Verdunkelung“ 🙂

      • HG
        29. Juli 2016 um 13:49 Uhr

        Leute wie Sie sind es, wegen denen ich in diesem Forum anonym bleibe. Da Sie scheinbar nicht die Meinung anderer akzeptieren können, geht’s nicht zum ersten Mal direkt in Persönliche. Deshalb die Empfehlung in Ihrem Sinne: wenn Sie als Reaktion auf andere Meinungen das nächste Mal Schnappatmung bekommen, können Sie ja die von Ihnen erwähnten Substanzen nehmen, um erst mal durch zu atmen. Da Sie sich damit auszukennen scheinen, werden Sie das Richtige finden!
        Im Übrigen fördert dieses Polemisieren nicht den Ruf der Befürworter.

        • Chris Geue
          29. Juli 2016 um 15:11 Uhr

          Da scheint es ja einen der „Wortschöpfer“ getroffen zu haben 🙂
          Statt eines Beispiels Ihrer Polemik wäre ein themenbezogener Kommentar begrüßenswert. Und wenn Sie mit Ihrem Namen zu Ihrem Beitrag stehen, können wir auch gerne über Seriosität sprechen.

      • wowedv
        29. Juli 2016 um 23:37 Uhr

        Es würde auch kleinen Normalbürgern gut tun, ihr Weltbild nicht nur in der Blödzeitung zu finden.

        • Chris Geue
          30. Juli 2016 um 08:40 Uhr

          Da stimme ich Ihnen zu! Ich hoffe, Sie befolgen Ihre eigene Empfehlung.

  2. Frank Steiniger
    28. Juli 2016 um 17:22 Uhr

    Hallo Herr Klohn,

    dass Einbrecher ja bekanntlich bei ihrer Tat vorsichtig sind, um nicht entdeckt zu werden, ist ja schon klar. Aber wenn etwas in der Nachbarschaft bemerkt wird, dann ist doch ein Einschreiten und Idendifizieren von Tätern und Tatfahrzeugen viel leichter möglich. Aber es geht ja nicht nur beim Thema Sicherheit um Einbrüche: Wenn Sie in der Nacht, vor allem im Winter, vom Zug nach Hause wollen oder von einem Dorffest, dann fühlen Sie sich doch auf beleuchteten Wegen sicherer, als in einer Stockfinsternis. Fragen Sie mal Leute, die Morgens zum ersten Zug müssen, damit Sie zu Ihrer Arbeitstelle gelangen! Ein Noteinsatz von Ärzten, Polizei, Rettungswagen und Feuerwehr (auch wenn diese Notleuchten mitführen) tut sich doch bei ausreichenden Lichtverhältnissen leichter, als im Dunklen. Wir leben ja im 21. Jahrhundert und mittlerweile gibt es Leuchten mit hoher Energieeffiziens und auch insektenfreundlich.

    Ihr,
    Frank Steiniger

  3. Chris Geue
    28. Juli 2016 um 17:38 Uhr

    Wenn ich Ihren Kommentar lese, Herr Kohl, dann frage ich mich, ob Sie ein klassischer Einsiedler sind?
    Ich persönlich kann mich dem Antrag der CDU nur anschließen, denn mir liegt die Sicherheit meiner Familie und meiner Freunde sehr am Herzen. Ich begrüße es auch, wenn Sie höchstselbst zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher auf all Ihren Wegen sind! Und wenn die nächtliche Beleuchtung die Sicherheit der Bürger um nur 0,1% erhöhen sollte, ist sie schon ausreichend begründet.

  4. HG
    28. Juli 2016 um 19:19 Uhr

    Da Sie „Lichtverschmutzung“ ziemlich abwertend in eine ideologische Ecke drängen, möchte ich Experten zitieren, nicht nicht unbedingt im Ruf der Parteilichkeit stehen.

    „Öffentliche Beleuchtung, soziale und öffentliche Sicherheit gehen nicht wie erwartet zusammen. Dunkle Orte weisen nicht mehr Zwischenfälle auf als hell beleuchtete, obwohl das Gefühl etwas anderes sagt.“ (Bundesamt für Naturschutz, https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/Skript_336.pdf)

    „Daher hat die kommunale Aufgabe „für gutes Licht zu sorgen“, eine auf die technischen und wirtschaftlichen Daten gegründete menschen- und naturorientierte Dimension. Bei den Überlegungen über das rechte Maß hilft uns auch die Erkenntnis, dass die Natur – auch unsere menschliche Natur – ihre Rechte und Gesetze hat. Diese sind immanent, grundlegend und unveränderbar, während Gesetze, die durch gesellschaftliche Kompromisse und Konventionen
    entstehen, sich jederzeit ändern und auch abgeschafft werden können. Das Ignorieren der Gesetze der Natur hat Folgen, die immer auch wirtschaftlich negative Auswirkungen nach sich ziehen. Demgegenüber wirkt sich die Beachtung umwelt- und naturbezogener Aspekte durch ihre Nachhaltigkeit auch volkswirtschaftlich vorteilhaft aus.“ (Bundesamt für Naturschutz, https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/Skript_336.pdf)

    „Störungen im Hormonhaushalt des Menschen (Tag-Nacht-Zyklus, Menstruationszyklus der Frau) sind jedoch bereits nachgewiesen bzw. Gegenstand aktueller Forschung. Weitere physiologische Störungen sind nicht auszuschließen – so veröffentlichte beispielsweise eine israelische Forschergruppe im Jahr 2008 Daten, die einen Zusammenhang zwischen der Stärke nächtlicher Kunstbeleuchtung und dem Risiko von Brustkrebserkrankungen nahelegen.“ (Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtverschmutzung#Wirkung_auf_lebende_Organismen)

    „Nach christlichem Verständnis sind Mensch, Natur und Umwelt Schöpfung Gottes. Sie zu bewahren, ist unser Auftrag. Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil christlich-demokratischer Politik“ (www.cdu.de, https://www.cdu.de/politik-a-z/umwelt-natur-und-klimaschutz)

    „Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht.“ (1. Mose – Kapitel 1)

  5. R.Stüber
    28. Juli 2016 um 20:15 Uhr

    Zur Allgemeinen Sicherheit ist es kein Fehler wenn überall wenigstens jede zweite Lampe brennt . Zur Zeit ist es doch so, Ein Ort Volle Beleuchtung , Der andere Ort Totale Finsternis.

  6. K.D.Stößel
    28. Juli 2016 um 20:57 Uhr

    Hallo,
    ich kann mich da wirklich nur den Ausführungen von Herrn Steiniger und Herrn Geue anschließen. Vor allem Menschen die im Schichtdienst tätig sind und am Morgen zum ersten Zug müssen bzw. am Abend mit der späten Bahn zurückkommen, würden es begrüßen, bei vernünftig ausgeleuchteten Straßen diesen Weg zurückzulegen.
    In einigen größeren Orten brennen entlang der Hauptstraße die Laternen in der Nacht durchgehend, die meisten Bürger wohnen aber nicht direkt an der Hauptstraße.
    Wer sich das Abenteuer zumutet, sollte mal eine der hervorragend gepflegten und gewarteten Nebenstraßen bzw. Gehwege der Gemeinde um 04:00 Uhr morgens bei stockfinsternen Regenwetter begehen, um zur Bahn zu kommen.
    Ich denke, danach wird sich für Jeden, die Frage der Abschaltung erübrigen.
    Das hier nicht mehr Unfälle oder ähnliches passieren wundert mich, aber vieleicht
    wird auch nicht Alles bekannt.
    Also in diesem Sinne hoffe ich, die CDU schafft es und bringt Licht ins Dunkle !!

  7. Alfred Mast
    28. Juli 2016 um 21:17 Uhr

    Jetzt mal rein subjektiv: Genau vor unserer Einfahrt in 25 m Entfernung gegenüber der Terrasse und dem Schlafzimmerfenster steht eine von diesen uralten 10 m hohen Peitschenlaternen mit diesem ekelhaften Neonlicht, mit der man mindestens zwei Tennisplätze ausleuchten könnte.
    Der Nachbar gegenüber, noch viel näher am Flutlicht, hat bei Dunkelheit, im Winter also schon vor 18:00 Uhr, alle Rollläden geschlossen, in der ersten Etage schon wegen des Schlafes der schulpflichtigen Kinder. (Bunkeratmosphäre).
    Andererseits: Bei den heutigen Lebensumständen dürfte ein Bürger das Recht haben, frühmorgens oder spätabends inner Orts bei Beleuchtung seine Wohnung zu erreichen, und zwar ohne Taschenlampe (bei manchen heißt es dann ja auch, der hat die Lampe an).
    Es ist also angebracht, die Sache differenziert zu betrachten (ich bitte alle Politiker um Entschuldigung).
    Jedenfalls gibt es in den Neubaugebieten, hier Schwalbenweg Schladern, Straßenlaternen (Quecksilberdampf?), die zwar auch kein angenehmes Licht haben, aber nur etwa 3 m hoch und oben und seitlich gut abgeschirmt sind, so dass sich die Anwohner wohl nicht belästigt fühlen.
    Lichtsmog gibt es nämlich doch.
    Aber um alle Interessen zu berücksichtigen fehlt fast überall und besonders in Windeck und hier für immer und ewig eine wichtige Sache: Geld.
    Bleibt nur der Wunsch an die Beteiligten, in Zukunft viele lichte Augenblicke zu haben.

  8. Erich Fritsch
    28. Juli 2016 um 22:42 Uhr

    Für mich bedeutet das nächtliche Abschalten der Kunstbeleuchtung eine Steigerung der Lebensqualität. Und in unserer Nachbarschaft bin ich da nicht der einzige, der das so sieht. Die Dauerbeleuchtung die ganze Nacht durch in winzigen Nebengassen halte ich für einen Irrsinn. Es gibt andere Modelle, beiden Interessen gerecht zu werden. Beispielsweise Beleuchtung nach Bedarf, die sich anschaltet, wenn jemand dort entlag geht (wer mit dem Auto fährt hat ja Scheinwerfer).
    Die Einbruchszahlen haben nicht zugenommen durch die Nachabschaltung. Jede Polizeidienststelle wird Ihnen versichern, dass Einbrüche ohnehin hauptsächlich während des Tages und nicht während der Nacht durchgeführt werden.
    Für mein Dafürhalten hat die Region Windeck weitaus größere Probleme und wichtigere Themen als die von der CDU offenbar mit Nachdruck geführte Debatte über erneute Dauerbeleuchtung. Zudem: auch wenn es nicht viel Geld sein sollte, was dort eingepart wird – für Sanierungen in der Schule in Rosbach, für die ein oder andere Ausbesserungsarbeit beim Straßenbelag oder für die Förderung einer kulturellen Veranstaltung wäre das Geld besser angelegt.

    • H.Schmitt
      29. Juli 2016 um 12:34 Uhr

      All diesen Argumenten von Herrn Fritsch kann ich mich zu 100 % anschließen (außer den Bewegungsmeldern, die reagieren auf jede Katze). Bei uns im Dorf ist es um 0.00 Uhr dunkel, und ich kenne niemanden, der das schlimm findet oder sich dadurch unsicherer fühlt. Auf den Hauptstraßen bleiben die Laternen doch an, muss denn noch die letzte Nebenstraße ausgeleuchtet werden, wenn möglich noch mit dem scheußlich-kalten „Stromspar“-Licht? Und auch die Neuanschaffung würde ja Geld kosten. Außerdem: Es finden deutlich mehr Einbrüche und Überfälle tagsüber statt, was diesem Argument m. E. komplett das Fundament entzieht. Da nützt es dann auch nichts, wenn man die Täter ggf. besser identifizieren kann …
      Mir kommt es eher so vor, als ob es sich hierbei um ein Dauerkampfprojekt bestimmter Parteien handelt. Bitte die Zeit und Energie wirklich lieber in sinnvollere Projekte stecken!

      • Tom
        29. Juli 2016 um 15:04 Uhr

        „…und ich kenne niemanden, der das schlimm findet oder sich dadurch unsicherer fühlt. “
        Da hat noch niemand nach 0:00 Uhr versucht, bei VÖLLIGER Dunkelheit zu Fuss nach Hause zu finden!

        „…wenn möglich noch mit dem scheußlich-kalten “Stromspar”-Licht?“
        Wer entsprechende LEDs mit einer Farbtemperatur unter 3000 Kelvin kennt, weiß, dass das Unfug ist.

        „Und auch die Neuanschaffung würde ja Geld kosten.“
        Siehe mein Vorschlag zur Bürgeranleihe!

        „Mir kommt es eher so vor, als ob es sich hierbei um ein Dauerkampfprojekt bestimmter Parteien handelt.“
        Wenn überhaupt, gehöre ich zur Partei des gesunden Menschenverstands.

        „Bitte die Zeit und Energie wirklich lieber in sinnvollere Projekte stecken!“
        Das dürfen wir selbst entscheiden.

  9. Tom
    29. Juli 2016 um 10:17 Uhr

    Am 17.4.2013 hatte ich per Post folgenden Bürgerantrag an die Gemeinde gestellt. Mit einem Bürgerantrag können Bürger einer Gemeinde den Gemeinderat VERPRFLICHTEN, sich mit einer bestimmten Angelegenheit in einer öffentlichen Sitzung zu befassen.

    ______________________________

    Bürgerantrag gemäß § 24 Gemeindeordnung

    Sehr geehrter Damen und Herren

    gemäß §24 GO bitte ich um die Bearbeitung meiner Eingabe zum Thema kommunale Straßenbeleuchtung in Windek.

    Sachstand

    Die Gemeinde Windeck betreibt seit einigen Jahren die kommunale Straßenbeleuchtung in einigen Gemeindeteilen aus finanziellen Gründen nur noch in den Abend- und Morgenstunden. Ab 24 Uhr werden die dortigen Straßenlaternen abgeschaltet. Wegen fehlender privater Beleuchtung sind die Straßen und Gehwege völlig dunkel. Ab 24 Uhr ist eine sichere Begehung und Befahrung der Ortsstraßen nicht mehr gewährleistet.

    Abhilfe

    Angesichts der kommunalen Finanzsituation ist davon auszugehen, dass Lösungen der unbefriedigenden und unsicheren Situation nur technikseitig in Frage kommen. Die Stadt Siegburg geht hier einen beispielhaften Weg, der auch für Windeck nicht abwegig ist. Dort werden neue LED-Leuchtmittel in Laternen eingesetzt. Die Stadt gibt an, dass damit der Stromverbrauch um rund 76% (!) gesenkt werden kann und sich die Umrüstungskosten in 6.5 Jahren amortisieren (KSTA Rhein-Sieg 13./14.4. 2013). Der reduzierte Stromverbrauch hat dabei eine signifikante Kohlendioxidemission zur Folge. Angesichts der bisherigen Praxis ist damit davon auszugehen, dass die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung selbst dann deutlich geringer ausfallen, wenn die Laternen während der gesamten Dunkelzeiten mit LED betrieben werden. Dabei ist der Effekt effizienterer Lichtkegel in Straßenrichtung (ungenutztes Licht geht nicht nach oben verloren) nicht einmal berücksichtigt.

    Resümee

    Im Hinblick auf die Windecker Finanzlage, einen sicheren öffentlichen Raum sowie auf Umweltschutz, ist die Nutzung von LED-Straßenleuchten alternativlos und dringend erforderlich. Ich bitte den Rat daher, diesen Vorschlag positiv aufzunehmen und entsprechende Schritte einzuleiten.

    Mit freundlichem Gruß
    ____________________

    Da die Gemeinde entgegen ihrer Verpflichtung nicht auf diesen Antrag antwortete, schickte ich den folgenden Text drei Monate später nach.

    ____________________

    Bürgerantrag gemäß § 24 Gemeindeordnung

    Sehr geehrter Damen und Herren

    Am 17.4.2013 habe ich einen Bürgerantrag gemäß §24 GO mit der Bitte um die Bearbeitung eingereicht. Auf diesen Antrag habe ich keinerlei Antwort erhalten, weder eine Eingangsbestätigung noch eine Nachricht zur Entscheidung. Ich möchte Sie daher bitten, mich dazu zu informieren. Den Antrag lege ich noch einmal bei.

    Mit freundlichem Gruß
    ______________________________

    Auch hierauf keine Reaktion! Die Gemeinde ist offenbar nicht in der Lage ihre gesetzlichen Pflichten zu erfüllen geschweige denn zielgerichtet zu handeln.

  10. Tom
    29. Juli 2016 um 10:31 Uhr

    Ich muss mich korrigieren. Ich hatte eine mündliche Reaktion (nicht per Schreiben) erhalten nachdem der Antrag im Rat diskutiert wurde (ich hatte das vergessen). Daraufhin sendete ich einen neuen Bürgerantrag.

    _____________________________

    Bürgerantrag gemäß § 24 Gemeindeordnung

    Ausgabe von Bürgeranleihen zwecks Umstellung öffentlicher Beleuchtung

    Sehr geehrter Damen und Herren,

    am 17.4.2013 habe ich einen Bürgerantrag gemäß §24 GO mit der Bitte um die Bearbeitung eingereicht. Dieser Antrag wurde im Rat besprochen und daraufhin zur weiteren Prüfung an den Bau- und Vergabeausschuss der Gemeinde verwiesen. In einem Artikel des Rhein-Sieg-Anzeiger bestätigt der Bürgermeister, dass 1.2 Millionen Euro mit einer Umstellung aller Lampen auf die moderne LED-Technik zu erzielen sei, räumte aber ein, dass die Gemeinde keine Geld für eine Umrüstung habe.

    Ich stelle daher folgenden Antrag:
    1. Die Gemeinde möge prüfen, wie hoch die jährliche Einsparung genau beträgt, unter welchen Umständen eine Bürgeranleihe durchführbar ist und welche kalkulatorischen Randbedingungen angesichts nachhaltiger Einsparungen dazu realistisch sind.

    2. Im Falle einer möglichen Umsetzung möge die Gemeinde den Bürgern der Gemeinde Windeck Anleihescheine anbieten und den daraus gewonnenen Betrag in die Umstellung auf LED-Beleuchtung investieren.

    Dazu ist folgendes zu beachten: Aktuell liegen die Zinsen im Finanzmarkt unter der Inflationsrate. Es ist daher davon auszugehen, dass Bürger entsprechend bessere langfristige Investitionsangebote annehmen. Doch selbst bei Anleihen deren Zinsen unter denen des Marktes liegen, zeigen lokal ansässige Bürger potentielles Engagement. Ein Beispiel findet sich unter http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/buergeranleihe-eine-anleihe-fuer-die-feuerwehr-12108918.html.

    Angesichts der vom Bürgermeister bestätigten Einsparungen kann zunächst davon ausgegangen werden, dass eine längerfristige Zinsbedienung von Anleihen (Größenordnung 10 Jahre) sowie deren anschließende Rückzahlung problemlos machbar sind. Darüber hinaus erhöht die Vermeidung von Abhängigkeiten von gewinnorientierten Energiekonzernen die Attraktivität dieses Schrittes.

    Mit freundlichem Gruß
    _____________________________

    Auch hierauf keine Antwort, so dass ich vier Monate Später wieder nachfragen musst.

    _____________________________

    Bürgerantrag gemäß § 24 Gemeindeordnung

    Ausgabe von Bürgeranleihen zwecks Umstellung öffentlicher Beleuchtung

    Am 13.10.2013 habe ich einen Bürgerantrag gemäß §24 GO mit der Bitte um die Bearbeitung eingereicht. Auf diesen Antrag habe ich keinerlei Antwort erhalten, weder eine Eingangsbestätigung noch eine Nachricht zur Entscheidung.
    Ich muss Ihnen leider mein Erstaunen aussprechen, da ich auch auf meinen vorherigen Bürgerantrag zur LED-Beleuchtung in Windeck erst auf Nachfrage eine Rückmeldung erhalten hatte. Ich denke nicht, dass das ein ordnungsgemäßes Verfahren ist.

    Ich möchte Sie daher bitten, mich dazu zu informieren. Den Antrag lege ich noch einmal bei.

    Mit freundlichem Gruß
    ______________________

    Darauf habe ich dann aber wirklich nichts mehr von denen Gehört.

  11. Windecker Bürger
    29. Juli 2016 um 11:07 Uhr

    Das in Windeck zum großen Teil die Beleuchtung zwischen 0-5 Uhr abgeschaltet ist, ist ein jahrelanger Witz. Wenn man schon eine Beleuchtung für viel Geld installiert, dann sollte sie auch Ihrem Zweck nachkommen.
    Das ist so, als wenn sich jemand einen Ferrrari kauft
    und dann nicht damit fährt, weil das Geld für das Benzin nicht da ist.

    Mal abgesehen vom Sicherheitsaspekt,
    kann sich auch Fussgänger alleine (umgs.) „den Hals brechen“,
    weil die Schlaglöcher nicht beleuchtet sind.

  12. wowedv
    29. Juli 2016 um 23:00 Uhr

    Die eigenen Nachlässigkeiten bzgl. Einbruchsschutz können nicht durch eine durchgängige Beleuchtung geheilt werden. Wie Herr Klohn ausführte, wird bei Tag und Nacht eingebrochen. Beispiel: Anlieger Sonnenweg in Hurst fährt für eine Stunde nach Rosbach zum Einkauf. Fenster im Erdgeschoss gekippt. Beim Heimkommen sieht er einen Menschen aus dem Dachfenster steigen, der sich zügig entfernt. Wenn man auf diversen Messen und Ausstellungen die Vorführungen der Polizei zu diesem Thema beobachtet, geht das interessierte Publikum i.d.R. uninteressiert vorbei.
    Ich stimme dem Kommentar zu, das infolge der durchgehenden Beleuchtung die Insektenpopulation arg dezimiert wird. Schauen sie auf ihre Windschutzscheibe, vor 20 Jahren musste diese jede Woche mit dem Insektenschwamm gereinigt werden. Heute fehlen sie u.a. zur Bestäubung der Blüten.
    Wer morgens oder spätabends bei Dunkelheit unterwegs ist und nicht die Scheinwerfer des eigenen Autos beansprucht, kauft sich eine Taschenlampe für 20 € bei einem Discounter.
    Es dürfte den Befürwortern der Beleuchtung entgangen zu sein,die eigene Vorsorge steht an erster Stelle. Deshalb muss eigenes Geld in die Hand genommen werden!
    Den Antrag der CDU-Mitglieder betrachte ich als Folklore. Scheint eine Thekenbefragung gewesen zu sein.

  13. H.Schmitt
    30. Juli 2016 um 10:11 Uhr

    “ Da hat noch niemand nach 0:00 Uhr versucht, bei VÖLLIGER Dunkelheit zu Fuss nach Hause zu finden!“
    Wow, auf einmal werden Fußgänger berücksichtigt, und das mitten in der Nacht! Endlich fühle ich mich einmal beachtet … auch als Fußgänger lasse ich mich dann mit dem Taxi vor die Tür fahren, und den rest des Weges leiten mich nette kleine Solarlampen. Wäre ich Abenteurer, würde ich mir für den nächtlichen Waldspaziergang eine Stirnlampe besorgen.

    “…wenn möglich noch mit dem scheußlich-kalten “Stromspar”-Licht?”
    Wer entsprechende LEDs mit einer Farbtemperatur unter 3000 Kelvin kennt, weiß, dass das Unfug ist.
    Die mag es geben, heißt aber nicht, dass die auch für Straßenbeleuchtung genommen würden.

    “Bitte die Zeit und Energie wirklich lieber in sinnvollere Projekte stecken!”
    Das dürfen wir selbst entscheiden.
    Nein, eigentlich sollten Parteien dem Bürgerwillen folgen, nicht dem eigenen.

    • Chris Geue
      30. Juli 2016 um 10:42 Uhr

      Dem Bürgerwillen folgen? 🙂
      Wäre ja mal ganz was Neues

    • wowedv
      30. Juli 2016 um 22:54 Uhr

      was will mir diese Antwort sagen?

      Wer bei VÖLLIGER Dunkelheit im Verstand und unter Beleuchtung, versucht seinen Bau zu finden, muss seiner Duftspur folgen, Lieber Herr Schmitt bitte Kommentare ab 13 Uhr, dann dürfte der Dunst verzogen sein.

      • H.Schmitt
        31. Juli 2016 um 19:39 Uhr

        wer (richtig) lesen kann, ist klar im Vorteil …

  14. Chris Geue
    31. Juli 2016 um 13:57 Uhr

    Liebe Macher von Windeck24,
    vielleicht sollte die Kommentarfunktion nur solchen Teilnehmern zur Verfügung stehen, die seriöse Kommentare liefern und sich zudem nicht hinter anonymen

    • Oliver
      31. Juli 2016 um 16:09 Uhr

      Normal, wowedv ist hier zu allen Themen immer anonym mit „hochschlauen“ und pauschalen Problemlösungen unterwegs!
      Scheinbar hat Er oder Sie eine Funktion im Rathaus, weil aus der Meinungsäußerung zu entnehmen ist das es immer in Richtung pro Gemeindeverwaltung geht….

    • wowedv
      31. Juli 2016 um 20:50 Uhr

      Lieber Herr Geue, die Redaktion müsste nur dann Ihrem Vorschlag folgen, wenn sie in der Türkei ansässig wäre. Dass wollen wir beide doch besser nicht, oder? Herr Schmitt, lesen ist die eine Sache, verstehen ist dann doch eine viel komplexere (komplizierte).

      • Chris Geue
        1. August 2016 um 13:07 Uhr

        Das mögen Sie so sehen, es war aber die Rede von seriösen Beiträgen, was nichts mit der vertretenen Meinung zu tun hat. Unterschiedliche Meinungen sind immer ein Motor für Verbesserung, sofern man daran interessiert ist, sich eben seriös darüber auszutauschen. Und an dieser Stelle scheinen unsere Einstellungen auseinander zu gehen.
        Leider hat sich bei meinem letzten Kommentar das Akku meines Handys verabschiedet. Hier noch einmal der vollständige Satz:

        Liebe Macher von Windeck24,
        vielleicht sollte die Kommentarfunktion nur solchen Teilnehmern zur Verfügung stehen, die seriöse Kommentare liefern und sich zudem nicht hinter einem anonymen Buchstabensalat verstecken und offensichtlich nur als Heckenschützen agieren wollen. Hier geht es um unsere Gemeinde und nicht um die persönlichen Befindlichkeiten Dritter.

        • TypAusHerchen
          13. August 2016 um 17:27 Uhr

          Und wer entscheidet über die Seriosität der Kommentare?

          Auf was für Gedanken die Leute manchmal kommen…

  15. Tom
    1. August 2016 um 12:21 Uhr

    Auch wenn man die paar unhöflichen Beträge abzieht trifft das Thema Beleuchtung offenbar auf überdurchschnittliche Resonanz, was nur belegt, dass der Rat dieser Sache mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.

  16. Nadine K.
    2. August 2016 um 07:48 Uhr

    Das es hier Bürger gibt, die für das Ausschalten der Laternen sind, nur weil sie ihre Lebensqualität einschränkt, kann ich nicht nach vollziehen. Ich gehe oft vor 5h aus dem Haus und man kann seine eigene Hand vor Augen nicht sehen. Und wenn ich dann lese, dass es jeden Bürgen 1 Euro im Jahr kosten würde, finde ich das eher lächerlich, wenn die Laternen trotzdem um eine bestimmte Uhrzeit ausgeschaltet werden. Ich finde auch, dass die Sicherheit vorgehen sollte. Aber nein, es sind dann wieder die spießigen Bürger, die sich durch die Laternen „geblendet“ fühlen. Es sind genau die Bürger, die als erstes aufschreiben, wenn ihnen was passiert bzw. bei ihnen eingebrochen wird.

    • M. Meyer
      2. August 2016 um 08:35 Uhr

      „Ich finde auch, dass die Sicherheit vorgehen sollte.“

      Das finde ich zwar auch, aber die Sicherheit wird durch die Anschaltung nicht erhöht (siehe schon mehrfach hier erwähnt: Einbrüche und Überfälle vor allem tagsüber)

      „Aber nein, es sind dann wieder die spießigen Bürger, die sich durch die Laternen “geblendet” fühlen. Es sind genau die Bürger, die als erstes aufschreiben, wenn ihnen was passiert bzw. bei ihnen eingebrochen wird.“

      Ich finde es unangenehm, wenn hier im Forum andere Meinungen persönlich runtergemacht und den Leuten Dinge unterstellt werden, die gar nicht beurteilt werden können. Ich bin selbst drei Tage in der Woche morgens im Dunkeln unterwegs, und fühle mich nicht unsicher. Und wenn mir was passiert, dann bin ich dafür in erster Linie selbst verantwortlich. Und wenn ich überfallen werde, liegt es am Täter, nicht an der Laterne.

      • TypAusHerchen
        13. August 2016 um 17:47 Uhr

        Ist ja schön für dich, dass du dich nicht unsicher fühlst. Spielt aber keine Rolle, sobald sich jemand anderes Sorgen um sein Wohlergehen macht.

        Und dass du Nadines Kommentar unangenehm findest… tja, ich finde ihn nicht unangenehm. Aber ich möchte dir jetzt im Gegenzug dein Recht nicht nehmen, dass du dich angegriffen fühlst…

        Aber: bei all dem Übel, was Windeckern in den letzten Jahren so widerfährt, ist es doch wohl nachvollziehbar, wenn jemand mal offen seinen Unmut äußert, noch dazu ins Blaue hinein und ohne irgendwen persönlich anzugehen.

    • andreamueller
      2. August 2016 um 08:57 Uhr

      „Und wenn ich dann lese, dass es jeden Bürgen 1 Euro im Jahr kosten würde, finde ich das eher lächerlich, wenn die Laternen trotzdem um eine bestimmte Uhrzeit ausgeschaltet werden.“

      Hm, die 1 Euro kann ich mir ja nun gar nicht vorstellen. Schon eine 100-Watt-Glühbirne kostet im Jahr etwa 40 Euro Mehrkosten, wenn sie 4 Stunden länger angeschaltet bleibt (7 Tage die Woche, 0,28 Cent pro kWh). Und das wäre dann für 1 ! Laterne.

      Selbst wenn bei den Straßenlaternen sicher ne Menge Rabatt drinsteckt, oder Subventionen … 1 Euro nur? Da hätte ich doch gerne mal eine korrekte Rechnung von den Anschaltungs-Befürwortern, vielleicht mache ich ja einen Denkfehler.

    • TypAusHerchen
      13. August 2016 um 17:38 Uhr

      Ich kann es auch nicht nachvollziehen. Es ist schade, dass in einer so kleinen Gemeinde die Nachbarschaftlichkeit bereits am heimischen Gartenzaun endet.

      Wenn Unworte wie „Lichtverschmutzung“ in einer Diskussion um die Sicherheit von Leib und Seele auftauchen, dann weiß man ungefähr, was für Menschen man vor sich hat.

      Dir, liebe Nadine, empfehle ich, dich mit deinem Begehren per Brief an die Gemeinde zu wenden. Für dich als Bürger sollte es völlig unerheblich sein, ob die Laternen 1 Euro oder 2 Euro oder auch 3 Euro pro Person kosten. Du willst dich in der Dunkelheit nicht einsperren lassen und das ist richtig so! Viel Erfolg!

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