FDP-Windeck informiert: Taurusrinder abgeschossen – BUND schiebt Schuld auf andere

Seit Generationen bewirtschaften private Eigentümer und Landwirte die Flächen unter anderem in Röcklingen unmittelbar in den Siegauen. Vor einigen Jahren haben die Landeigentümer Ihren Grund- und Boden durch ein Flurbereinigungsverfahren verloren. Die Bezirksregierung hatte seiner Zeit gegen den Willen der Privatbesitzer eine behördliche Anordnung angestrengt und Flächen wurden zwangsweise getauscht. Nun initiiert der BUND ein Naturschutzprogramm in diesem Gebiet, welches vor Jahren mit Fördermitteln des Bundesamtes für Naturschutz mit 12 Millionen Euro gefördert wurde. Uwe Steiniger, Ortsvorsitzender der FDP-Windeck: „Da wird uns jahrelang erklärt, dass die landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Siegauen der Umwelt schade. Jetzt versuchen sich der BUND und Umweltbehörden als Landwirte, holen Taurusrinder nach Windeck, die sie offensichtlich nicht beherrschen und töten die Tiere nach langem Transport und hoher Stressbelastung.

Taurus-Rinder abgeschossen im Namen des Naturschutzes - BUND verharmlost Situation

Unsere Region darf nicht das Versuchslabor von selbsternannten Naturexperten werden. Ralph Lorenz fügt weiter hinzu: „Wir brauchen die gute fachliche Praxis der Land- und Forstwirtschaft. Jäger sind neben den Anglern die einzigen staatlich geprüften und anerkannten Naturschützer mit hoher Kompetenz und altem Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde. Warum ignoriert man dieses Wissen und plant offensichtlich vom grünen Schreibtisch mit viel Theorie?“

Das ausgerechnet Taurusrinder gewählt wurden, scheint offensichtlich einer Image Kampagne geschuldet zu sein: Landwirte berichten, dass die „Normal-Kuh“ die gleiche Fressleistung hat wie ein Taurusrind. Da die Tiere durch die Haltung scheu sind und die Hörner nach vorne gezüchtet wurden, stellen sie freilaufend eine große Gefahr für die Bevölkerung dar. In Röcklingen konnte selbst der Spezial-Zaun die Tiere nicht stoppen. Das Tier kannte vermutlich keinen Zaun, denn es ist so durchgelaufen und riss den 2,25 Meter langen Spezialpfahl aus der Erde. Das durch den Stacheldraht verletzte Tier lief hektisch hin und her, vermutlich unter Schmerz- und Stress, worauf die tiefen Hufspuren vor Ort hindeuten. Ein Augenzeuge monierte, dass die Tiere aus dem Transportanhänger unnötig herausgetrieben wurden. Jeder Nutztierhalter weiß, dass nach so einem Transport Ruhe bewahrt werden muss und nach dem Öffnen der Anhängertür erstmal abgewartet wird bis das Tier seiner natürlichen Neugier folgend den Anhänger von selbst verlässt.

Ein Röcklinger Bürger fragt sich wo der Tierarzt gewesen ist. „Wäre er vor Ort gewesen, hätte man die Tiere betäuben und langsam im Gehege wach werden lassen können“. Das Erschießen hätte möglicherweise verhindert werden können, wenn man denn sorgfältiger geplant hätte“. Dass man die Kadaver tagelang auf der Wiese hat liegen lassen, empört viele und zeigt die Überforderung der Projektteilnehmer. Ein Tier ist noch flüchtig und wurde ebenfalls zum Abschuss freigegeben. So etwas hat es hier in 100 Jahren noch nicht gegeben, ärgern sich viele Anwohner. Sie empfinden es auch als unmöglich, dass der hauptamtliche Kreisgeschäftsführer des BUND versucht den Tiertransporteur verantwortlich zu machen“. Für die FDP-Windeck steht fest, dass der BUND selbst den naturschutzfachlich fragwürdigen Einsatz zu verantworten hat. Daher fordern die Windecker Liberalen den Vorfall lückenlos aufzuarbeiten, bevor man die nächsten Tiere einfach hier hin karrt.

(Text & Bild: FDP Windeck)

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  63 Kommentare:

  1. Paul Kröfges
    17. August 2016 um 13:08 Uhr

    Auf diesen ungerechten, unsachlichen und unzutreffenden Artikel der FDP, der in üblicher populistischer Manier nur auf den teils verständlichen Zorn einzelner örtlich Betroffener abzielt und diesen verstärken will, werden wir vom BUND noch ausführlich eingehen, Unabhängig davon ist klar, dass die Sachlage unter EInbeziehung von Zeugen objektiv bewertet werden muss.
    Ich verweise auf meinen Kommentar von heute morgen, den ich hiermit leicht aktualisiere und in diesen Zusammenhang stelle:
    Dass die toten Tiere einige Tage liegen bleiben mussten, ist dem Umstand geschuldet, dass nur die Tierkörperbeseitigungsstelle hier tätig werden darf, diese keinen Wochenend – Notdienst unterhält und wohl erst am Dienstag personell in der Lage war, die Tiere abzuholen. Es ist sodann vorgeschrieben, die Tiere am Straßenrand abholbereit liegen zu lassen, so dass es ziemlich daneben ist, hieraus einen „echten Skandal“ zu machen.
    Sodann empfehle ich, einfach mal „entlaufenes Rind“ zu googeln und man wird sich wundern, wie häufig berichtet wird, dass Rinder aus konventioneller Haltung ausbrechen, aggressiv werden, auf Bahngleise und Autobahnen geraten und erschossen werden. Allein aus den letzten Monaten werden mind. 8 Fälle berichtet und man findet eigentlich, auch in zurückliegenden Jahren, kein Naturschutzprojekt dabei – halt, doch wohl eines! Da hat der NABU im Kreis Pinneberg seine Weide an einen „örtlichen, erfahrenen“ Landwirt verpachtet, der die Herde dann wohl ziemlich verkommen und mehrfach ausbrechen ließ, so dass diese nach erneutem Ausbruch und Attacken überwiegend (21 Tiere) erschossen wurde.
    Zum Projekt in Röcklingen möchte ich nur darauf verweisen, dass sich für die Bewirtschaftung der Fläche kein direkter, in Röcklingen ansässiger Landwirt gefunden hat, so dass der BUND sich bereit erklärt hat, hier ein Projekt zu entwickeln. Dies in enger Abstimmung mit allen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden, ja auch mit der Landwirtschaftskammer, die extra abgefragt hat, ob es örtliche Landwirte gäbe, die Interesse hätten, die Beweidung durchzuführen. War aber nix. Sollte es doch jemand geben oder gegeben haben, so möge er sich doch bitte melden!
    Nichtsdestotrotz ist aber ein Landwirt aus näherer Umgebung einbezogen, der aber auch machtlos war bei der verkorksten Anlieferungsaktion eines auf Empfehlung beauftragten externen Tiertransporters. Und das die Zäune minderwertig seien, ist eine Mär, die vom BUND hier aufgebauten sind deutlich robuster als die allermeisten Weidezäune. Es ist aber so, dass bei einem 600 kg Tier in Wut wohl kein Weidezaun hält – siehe google Berichte! Es hätte daher nicht zu dieser Situation bei der Anlieferung kommen dürfen, da wurden die Fehler gemacht.
    Ja, zur Sieglandschaft gehört eine extensive, naturnahe landwirtschaftliche Nutzung, die mit diesem Projekt gezeigt und partiell (wieder) ermöglicht werden sollte. Wir wünschen uns das auch an vielen anderen Stellen. Dabei sind Taurus Rinder nach allen Erfahrungen nicht aggressiver als andere Rassen – siehe google Abfrage oben – und wären eine attraktive Bereicherung der Sieglandschaft geworden – wirklich tragisch, dass der Start so schief ging. Selbsverständlich sind kritische Fragen zu allen Aspekten angebracht und sicher berechtigt.
    Vielleicht wäre es denkbar, doch wieder etwas aufeinander zuzugehen und bestimmte Unterstellungen einfach sein zu lassen. Ich bin nicht an diesem Projekt beteiligt und war auch nicht bei der Infoveranstaltung dabei, aber nach allem was ich hörte und was in den Medien berichtet wurde, gab es kritische Einwände, die sachlich behandelt und ausgeräumt werden konnten, ohne dass jemand niedergemacht, ausgelacht oder herablassend behandelt wurde.
    Die FDP hat jedenfall mit diesem Artikel politisch nichts anderes im SInn als zu ihrer vermeintlichen Profilierung Streit, Vorwürfe und Attacken weiter anzuheizen, sehr schade.

    • Einheimlicher
      17. August 2016 um 13:13 Uhr

      Danke für Ihren sachlichen Kommentar.

      Mit diesem Bericht hat die FDP ein klassisches Eigentor geschossen.

    • H.Schmitt
      17. August 2016 um 13:44 Uhr

      Vielen Dank für die konkreten Informationen, und die sachliche Beschreibung aller Umstände.
      Ich bin gespannt auf die Reaktionen, die hoffentlich über die Stichworte „Bevormundung“, „Dr.-Titel“, „Besserwisserei“ und dergleichen hinausgehen.

    • Peter
      17. August 2016 um 13:51 Uhr

      Sehr geehrte Herren
      Ich möchte den Ausführungen von Herr Kröfges recht geben..
      Politische Hetze erleben wir leider in den letzten Monaten viel zu oft. Warum lernen die parteipolitischen Amtsträger es denn nicht, sich über Dinge zu profilieren die gut gemacht wurden und nicht über Dinge die schief gelaufen sind.
      Wir benötigen nicht das Problem sondern eine Lösung !
      Hetze gegen Asylanten, Amts und Würdenträger gibt es genug !

      Ich halte persönlich das Ansiedeln der Taurus Rinder auch als hervorragende Möglichkeit auf der touristischen Plattform für die Gemeinde Werbung zu betreiben!
      Natürlich muss man bei dem nächsten Versuch das ein oder andere besser machen und bedauerlich ist dass 3 Rinder ihr Leben lassen mussten weil ein Bindeglied nicht funktioniert hat.
      Das zwingt uns zum Lernen, wie wir es bei nächsten mal besser machen und nicht dazu, parteipolitisch alles in Frage zu stellen.
      Der Bürger ist schlechthin eh machtlos zu verändern oder zu bewegen ….
      Daher mein Apell an alle
      Fehler analysieren
      Fehler korrigieren
      Und dann richtig nochmal machen
      ( lernen schon Kleinkinder im Kindergarten )

      Liebe Grüße

    • Landwirtin
      18. August 2016 um 08:50 Uhr

      Hallo Herr Kröfges, darf ich einige Fragen zum Projekt stellen? 1) Warum nutzt man für das Projekt nicht Rinder die im hiesigen Artenschutz- und Förderprogramm sind? 2) Warum nimmt man nicht im Erstversuch Rinder die handzahm sind und zutraulicher? Davon gibt es eine ganze Menge auch in artenschutzRassen im Rhein Sieg Kreis. Wir haben selber zu Hause Tiere aus dem Programm und kennen viele Rinderzüchter die mit halfterführigen Rindern auf veranstaltungen fahren und auch solch zahme Tiere verkaufen 3) Warum sagen Sie aus, dass alle Landwirte im Umkreis befragt worden wären zur Mitarbeit? Das kann ich leider nicht bestätigen. Bei uns kam immer nur die Info an das sich Frau Dr. Spülbeck alleine mit dem BUND um das Projekt kümmert. 4) Warum hat man in der Abladesituation nicht den für das Projekt verantwortlichen Tierarzt hinzu gezogen, schon alleinig zur ersten Sichtung der Tiere beim Ausladen und warum war scheinbar nicht bekannt in welchem Zustand sich die Tiere befanden – ob sie Zäune kennen oder wie sehr sie an den Menschen gewöhnt sind- 5) Sind auf den Wiesen in Dreisel auch Taurusrinder geplant und sind das die selben Menschen vom BUND die dort die Verantwortung tragen? 6) Warum nimmt man nicht im Erstversuch Schafe aus dem Artenschutzprogramm so wie man es mit Erfolg an der Ruhr durchführt… Freunde von uns züchten Coburger Füchse und führen dort großräumig Landschaftspflege an der Ruhr durch. … Herzlichen Dank für eine Rückantwort auf sachlicher Ebene! Wir haben mit der Bezirksregierung schon mehrfach über Beweidungsmöglichkeiten der anderen Siegseite gesprochen.

      • Chris Geue
        18. August 2016 um 18:37 Uhr

        auf die Antworten bin ich mal gespannt 🙂

        • Paul Kröfges
          18. August 2016 um 22:32 Uhr

          Keine Sorge, die werden gegeben, aber nicht hoppla hopp.
          Beste Grüße

    • Windecker Bürger
      18. August 2016 um 12:41 Uhr

      Man muss auch mal zugeben können, wenn man Mist baut
      und die Schuld nicht bei anderen suchen.

    • Ulrike
      19. August 2016 um 08:30 Uhr

      Danke für diese Informationen! Das macht die Tiere leider auch nicht wieder lebendig und ich finde es äußerst bedauerlich, dass man nicht sämtliche Schwachstellen, wie jetzt hier die Auslieferung / Transport, vorher (!) abgeklärt hat und auf eventuelle Schierigkeiten geachtet hat. Das hat für mich mit Professionalität zu tun, und diese ist notwendig, besonders, wenn es um Lebewesen geht! Da haben keine Fehler zu passieren…
      Ich finde es irrsinnig, dass die FDP dieses kleine Drama ausnutzt, um Wahlkampf zu machen. Sich mit so was zu profilieren finde ich einfach nur armselig. Parteien sollten damit Werbung machen, was sie alles auf die Beine stellen, nicht damit, Fingerpointing auf andere zu betreiben!

      Ich hoffe übrigens, dass der Büffel inzwischen gefunden wurde und am Leben gelassen wird…

      Beste Grüße,
      Ulrike

      • Windecker Bürger
        19. August 2016 um 12:42 Uhr

        Nein, das 3.Rind ereilte das selbe Schicksal wie die anderen beiden.

    • Ostfriese
      22. August 2016 um 13:32 Uhr

      Wenn man mal überlegt, wie hoch der prozentuale Anteil an Tieren in diversen Naturschutzprojekten ist, die verhungert, verreckt, abgesoffen oder wie hier völlig unnötig abgeknallt wurden, so,stellt sich hier die Frage, warum solchen Organisationen nicht ein Tierhaltungsverbot auferlegt wird. Genau wie bei jedem anderen Bürger auch, der nicht in der Lage ist, seiner Verantwortung nachzukommen.

  2. andreamueller
    17. August 2016 um 15:52 Uhr

    Alle Achtung, FDP, das ist ja mal richtig billig, incl. blutschreiendem Foto. Ist denn schon Wahlkampf ?

    Den vier wohltuend informativen Kommentaren kann ich mich nur anschließen. Es sind sicher Fehler gemacht worden, vor allem bei der Vor- und Nachplanung des Transportes der Tiere. Hätte aber niemanden sonderlich interessiert, wenn es ein konventionell arbeitender landwirtschaftlicher Betrieb gewesen wäre.

    Kuh Buecke wünsche ich alles Gute, wer entscheidet eigentlich, dass sie abgeschossen werden muss? Und mit welcher Begründung?

    • Jörg Keuncke
      18. August 2016 um 11:30 Uhr

      Die „wohltuend“ betitelten Kommentare lassen jedes Fachwissen vermissen – von Rinerhaltung hat man beim BUND wenig Ahnung.
      Dies Rinderrasse passt nicht in unsere dicht besiedelte Kulturlandschaft.
      Bekommt der BUND dann tatsächlich auch noch AGAR Fürdermittel zusätzlich für dieses sinnlose Projekt?

  3. Chris Geue
    17. August 2016 um 15:57 Uhr

    Wenn ich meine Rinder von A nach B transportieren lasse, obliegt es meiner Verantwortung für die richtigen Bedingungen zu sorgen und die Einhaltung derer zu kontrollieren. Alle anderen ist nur ein Versuch sich der Haftungsfrage zu entledigen.

    Wozu überhaupt Taurus-Rinder? Gab es früher gar nicht, auch nicht hier im Kreis. Was ist das bitte für ein Naturschutzprojekt? Rinder anzusiedeln, die nicht durch die Natur, sondern durch Menschenhand erst entstehen konnten, das hat doch mit Naturschutz nichts zu tun!
    Und dann schwingt einer auch noch die „Hetzerkeule“ mit dem Verweis auf Populismus, Asylpolitik, Migranten usw. Naja, passt ja sogar irgendwie, wurden beim Taurus-Rind doch südeuropäische Rinderrassen eingekreuzt

  4. Chris Geue
    17. August 2016 um 16:19 Uhr

    Muss ich meinen vorherigen Kommentar noch ergänzen: der Tourismus-Aspekt!

    Wie bitte? Touristische Attraktion? Vielleicht erkundigt sich derjenige mal bei den Betreibern der Alpaka-Ranch, wieviele Touristen sich dort jährlich einfinden

    Wenn man etwas für den Tourismus tun möchte, sollte man vielleicht mal über die hiesigen Preise für Hotelzimmer nachdenken! Preise zwischen 70,00 und 95,00 Euro für einen Standort wie Windeck locken sicher auch nicht viele Touristen an.

  5. 17. August 2016 um 16:36 Uhr

    Das ist mal wieder typisch: Wenige Organisationen, die lauter aufschreien als die Umweltverbände, allen voran der BUND, wenn sich auch nur irgendetwas entgegen deren Leitlinien bewegt. Kritisiert man (in diesem Fall mit Sicherheit zu recht) deren Handeln und Vorgehen, wird sofort die „Populismus-Vorwurfs-Maschinerie“ in Gang gesetzt. Dabei schreckt man vor nichts zurück, selbst Hetze gegen Asylanten wird hier als Vergleich angeführt – unfassbar! Wieso fragt man sich intern eigentlich nicht, warum mittlerweile immer mehr Menschen die Arbeit der Umweltverbände kritisch sehen? Warum sich Anwohner in Siegnähe und mittlerweile auch anderswo in der Gemeinde so über Herkulesstaude und Springkraut ärgern? Ein Mitbürger hat es mit einfachen Worten mal auf den Punkt gebracht: „Als kleiner Landwirt zahlte ich ordentlich Steuern. Mit diesem Geld wurde mir via Behörden und Auflagen über die Jahre die Landwirtschaft einfach unmöglich gemacht. Ich suchte mir also eine andere Arbeit. Damit das Land angeblich weiter gepflegt wird, kaufte mir die Bezirksregierung mein Land ab, finanziert mit Steuermitteln. Kurz darauf hieß es von Umweltverbänden und Behörden, mein ehemaliges Land müsse nun dringend renaturiert werden. Meine offen geäußerten Bedenken wurden seitens der Behörden und Umweltverbände einfach abgetan. Es wucherten invasive Neophyten, die man wuchern ließ, denn für eine Mahd fehlt leider das Geld. Nun wird Steuergeld darin investiert, das Land wieder zu bewirtschaften, aber diesmal durch Umweltverbände. So schafft man scheinbar Volkseigentum statt ein Volk von Eigentümern“. Recht hat er, oder?

    • Chris Geue
      17. August 2016 um 20:23 Uhr

      Ha ha, super!!! Genau so ist es. Aber beim Verschleudern fremder Leutes Geld kann man ja ja auch locker eine große Klappe riskieren

    • H.Schmitt
      17. August 2016 um 20:48 Uhr

      Sprüche statt Fakten, wie gehabt. Wird irgend etwas widerlegt von dem, was Herr Kröfges schrieb? Meinungsmache, sonst nix.

      • Chris Geue
        17. August 2016 um 21:53 Uhr

        Herr Kröfges oder Sie haben aber immer noch nich den Sinn und Zweck dieses Projektes erläutert. Schaffen Sie doch mal Fakten, anstatt immer nur Sprüche gegen Kritiker abzulassen ;

    • Naturfreund
      18. August 2016 um 11:01 Uhr

      Sehr gut geschrieben und leider nicht nur an der Sieg der Fall. Überall werden Bauern und Kleinstlandwirte durch Auflagen und Schikanen zum Aufgeben gezwungen, damit dann BUND und NABU die Ländereien zu Schnäppchenpreisen übertragen bekommen (wenn nicht sogar geschenkt). Dann werden abstruse Renaturierungsversuche unternommen, bei denen sich jeder Landwirt, Waldbauer, Schäfer an den Kopf packt, um schließlich festzustellen, früher war doch nicht alles so verkehrt.
      Blöd nur, dass die Landwirte in den Bereichen aussterben. Jeder Bürger sollte sich ernsthaft überlegen, ob er diesen Verbänden weiterhin das Geld in den Rachen wirft, oder weitaus effizienter beim Landwirt um die Ecke seine Spende in Form eines Einkaufes im Hofeigenen Laden abgibt. Der Vorteil, man beruhigt nicht nur sein Gewissen, sondern sieht noch freundliche Menschen aus der Umgebung, erhält gratis fachliche Informationen und dazu noch allerlei interessantes aus dem Dorf und geht mit einem vollen Einkaufskorb nach Hause.

      • Chris Geue
        18. August 2016 um 18:34 Uhr

        Dieser Vorschlag gefällt mir!!!
        Mach mich jetzt mal schlau, wo es in Windeck Hofläden gibt!
        Super Idee von Dir, Naturfreund!!

    • Susanne Ulmke
      19. August 2016 um 13:41 Uhr

      Aber Jäger und Angler sehen Sie als „die einzigen staatlich geprüften und anerkannten Naturschützer mit hoher Kompetenz und altem Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde“? Ich bin beides, und kann Ihnen versichern: bei BUND, NABU und Co. liegt die Kompetenzdichte um Klassen höher. Aber hier scheint es auch nicht um Fakten zu gehen, da ist FDP-Klientel stinkig über Landtausch und versucht Stimmung zu machen. Erbärmlich.

  6. Johann
    17. August 2016 um 17:02 Uhr

    Wieviele Mitglieder des Rinder-Eigentümers BUND sind denn eigentlich derzeit auf der Suche nach ihrem Tier ?

    • Chris Geue
      17. August 2016 um 21:54 Uhr

      Null?

  7. Frank Steiniger
    17. August 2016 um 17:05 Uhr

    Liebe Kommentatoren,

    anscheinend möchte man jetzt seitens der Umweltexperten den mehr als peinlichen und bedauerlichen Vorgang verwischen und kritisiert nun die Kritiker. Beim Einbeziehen aller Dinge, die ich von dem Vorgang in Röcklingen gehört habe, war der Ablauf sehr delitantisch. Es wäre eine Entschuldigung von den Verantwortlichen zu erwarten, keine Rundumschläge gegen Leute, die einige Umweltschutzmaßnahmen in diesem Zusammenhang in Frage stellen. Die meisten wachsen ja heutzutage leider nicht mehr mit der Landwirtschaft auf. Die wurde ja aus unseren Bereichen durch immer neue Bestimmungen und Bürokratismus in den letzten beiden Jahrezehnten unrentabel gemacht und damit verdrängt. Aus welcher politischen Richtung diese Initiative erwuchs, brauche ich an dieser Stelle nicht gesondert zu erwähnen. Dass dieser überzogene Umweltschutz dazu führte, dass man dem Springkraut und der Herkulesstaude heute nicht mehr Herr wird und man jetzt zur ursprünglichen Pfelge, der Beweidung und landwirtschaftliche Nutzung, zurück will, ist auch für jeden erkennbar. Nur heute gibt es diese Landwirte eben nicht mehr in ausreichender Zahl. Also versucht man sich an exotischen Experimenten. „Taurusrind“ klingt eben besser, als „Rind“. Aber Mist bleibt halt Mist, egal von wem!

    Viele Grüße,
    Frank Steiniger

    • Paul Kröfges
      17. August 2016 um 19:24 Uhr

      Lieber Herr Steiniger,

      hier ein Satz von wegen Entschuldigung,kopiert aus der PM des BUND RSK vom 14.8.16:

      „Der BUND bittet alle Betroffenen, etwa im Falle der Bahnausfälle und Verspätungen, ausdrücklich um Entschuldigung! Wir bedanken uns zugleich für die Unterstützung durch Polizei, Bahn, Feuerwehr und die Anwohner von Röcklingen!“

      Und diesen Satz aus der FDP Mitteilung:.. „Jetzt versuchen sich der BUND und Umweltbehörden als Landwirte, holen Taurusrinder nach Windeck, die sie offensichtlich nicht beherrschen und töten die Tiere nach langem Transport und hoher Stressbelastung.“ … finden sie in Ordnung??:

      WIe von Ihnen sehr schön gesagt, Mist bleibt Mist, egal von wem!

  8. Ralf
    17. August 2016 um 18:38 Uhr

    Lieber Herr Lorenz: Ich spüre Ihre klammheimliche Freude darüber, dass dem BUND ein folgenreiches Missgeschick unterlaufen ist. Auch überrascht es mich nicht, dass Sie das populistisch für Ihre Zwecke nutzen, da vielen in der FDP der Naturschutz schon immer wenig behagte. Ihre Aussage, Jäger und Angler seien „die einzigen staatlich geprüften und anerkannten Naturschützer mit hoher Kompetenz“ ist einerseits eine billige Anbiederung, vor allem aber eine Beleidigung und Missachtung der Leistung der vielen ehrenamtlichen Naturschützer im Rhein-Sieg-Kreis. Ohne deren beherztes Engagement und permanentes und mitunter auch streitbares Einmischen würde es um Naturschutz an vielen Orten schlechter bestellt sein. Sachliche Kritik und mögliche Fehler benennen: ja, aber Bildüberschriften wie „Taurus-Rinder abgeschossen in Namen des Naturschutzes“ sind nicht nur falsch, sondern niveaulos.

    • Naturfreund
      18. August 2016 um 11:20 Uhr

      Fakt ist dass die Rinder tot sind, dies nicht hätte sein müssen, wenn ein Tierarzt vor Ort gewesen wäre.
      Im Namen des Tierschutzes sind leider schon viel zu viele Tiere gestorben. Ich erinner an Rinder und Pferde, die im Moor eingesackt sind, weil die „Experten“ nicht auf Landwirte gehört haben, ich erinner an Rinder, die an der Elbe ersoffen sind, weil „Experten“ nicht auf Landwirte gehört haben, ich erinner an das NABU Projekt, in dem Fohlen von Wölfen gefressen wurden, obwohl das entgegen aller Erfahrungen im Ausland, als unmöglich erachtet wurde, ich erinner an das Projekt wo Rinder und Pferde verhungerten, weil die falschen Pflanzen auf den Weiden standen …. Und immer sind es die Hobbylandwirte der NGOs, die den Mist dann ausbaden müssen, niemals die Projetkleiter. Aber wer schmückt sich mit den Federn, wenn etwas schön wirkt und bettelt um Spenden? Die Projektleiter. Verantwortung zu tragen heißt auch, den Kopf hin zu halten, wenn etwas schief läuft. Das weiß jeder Landwirt und jeder Unternehmer.

  9. Arthur
    17. August 2016 um 19:39 Uhr

    Windeck schafft es immer wieder in die Schlagzeilen. Zumeist sind es aber die negativen Nachrichten. So ist sie halt, die „verknöcherte“ Gemeinde an der Oberen Sieg…

  10. Peter
    18. August 2016 um 01:51 Uhr

    Guten Abend noch mal an alle Herren und besonders Herr Steinert dem
    Ich gerne noch mal antworten will !
    Lösungen braucht die Gemeinde !!
    Wo ist Ihr FDP Ansatz zur Lösung des Springkraut und Riesenbärenklau Problem.
    Nicht immer nur aufzählen was war Oder ist, sondern konkret wie wir es in den Griff bekommen!! ( andere Gemeinden tuen auch was )
    Beispiel .
    Geschulte Einwohner bekommen Arbeitsgerät und Hilfsmittel zur Verfügung gestellt um der Plage Herr zu werden
    Unsere Lösung könnte wie in ihren Augen aussehen ??

    • 18. August 2016 um 07:28 Uhr

      Werter Peter, wenn Sie sich die Protokolle der Ratssitzungen in Windeck aus den letzten Jahren einmal anschauen, bzw. die aktuelle Beschlussüberwachungen lesen, können Sie sehen, wie viele Anträge und Lösungsansätze die FDP-Windeck genau das Problem betreffend bereits seit Jahren eingebracht hat. Sie wurden bis dato allesamt nicht umgesetzt. Sie meinen mit „geschulten Einwohnern“, welche „Arbeitsgerät und Hilfsmittel zur Verfügung gestellt bekommen“, sicherlich die Aktivitäten in Eitorf. Der dortige Bürgermeister unterstützt in der Tat den dortigen Kampf gegen Herkulesstaude und Springkraut. Raten Sie doch mal, welcher Partei Dr. Rüdiger Storch angehört. Die „geschulten Bürger“, wie Sie sie nennen, engagieren sich als „KulturBiotop Siegtal“ und beseitigen dort jedes Wochenende beispielsweise Herkulesstauden. Der Gründer dieser Organisation heißt Ralph Lorenz. Raten Sie doch noch einmal: Welcher Partei Ralph Lorenz wohl angehören wird?! Weitere Lösungsansätze können wir Ihnen aber auch gerne während einer Ortsverbandssitzung der FDP-Windeck vorstellen: Sie sind herzlich dazu eingeladen.

  11. Regine Diepold
    18. August 2016 um 09:31 Uhr

    Wie sagte ein bekannter Forstmann gerade: Wenn die Naturschutzverbände es ernst meinen würden, würden sie ausbilden. Was stattdessen passiert sehen wir bei BUND und NABU immer wieder. Die sogenannten Naturschutzverbände versagen als Tierhalter komplett und halten das verlottern lassen von Tierbeständen für naturnah, verkaufen es als „Renaturierung“ und lassen damit den Spendenbeutel klingeln. Die Tiere scheinen den Verantwortlichen dabei herzlich egal zu sein – ebenso die die Eigentumsrechte der Landwirte, denen das Land für diese obskuren Experimente abgenommen wurde.

    Das Maßnahmenpaket um weitere Verwilderung von dringend benötigten landwirtschaftlichen Gebieten zu unterbinden: Kein Geld mehr für neue Natur- und Umweltschutzprojekte jeder Art aus der EU, Keine Protektionierung der sogenannten Naturschutzverbände und keine staatlichen Zuwendungen zu deren Projekten, Landwirtschaftliche Flächen dürfen nur an Landwirte verkauft werden, das Verbandsklagerecht für Naturschutzverbände muss entfallen.

    Der Anblick von verlotterten Rinderherden in Jakobskreuzkrautplantagen muss ein Ende haben, wir benötigen gepflegtes Acker- und Weideland um die Bevölkerung zu ernähren und keine Wildnis.

  12. Ruth Frettchen
    18. August 2016 um 11:37 Uhr

    Und wieder mal wird bestätigt, dass es den Naturschutzvereinen nicht um NaturSCHUTZ geht. Die Fördermittel scheinen einen verlockenden Ruf zu haben, so dass diese sogenannten Naturschutzverbände abgreifen und die Gemeinden, Städte und Länder oftmals nur diesen den Zuschlag für die Bewirtschaftung von Landflächen geben.

    Hier wurden Landwirte, die das wahre Knowhow haben, quasi enteignet, damit Möchtegernnaturschützer dafür Sorge tragen, dass Land durch Giftpflanzen verwildert wird. 2 Rinder mussten qualvoll ihr Leben lassen und der BUND sucht die Schuld woanders.

    Möchte der BUND genauso wie der NABU (PrimigeniusGmbH) künftig Premiumfleisch verkaufen? Wird er dann auch Züchten und Schlachten? Das, was Naturschutzverbände immer verurteilen? Sie machen nichts anderes als jeder Landwirt auch. Nur machen BUND, NABU & Co das alles amateurhaft und auf Kosten der Tiere. Premiumfleisch ist Biofleisch – nicht mehr und nicht weniger.

    Außerdem lassen diese Naturschützer ihre Tiere durch Wölfe qualvoll reißen (5 Konikfohlen wurden dieses Jahr bereits in der Oranierbaumer Heide gerissen), ohne entsprechenden Wolfsschutz vorzunehmen. Sie glauben an den Zusammenhalt der intakten Herde. 5 tote Fohlen ist das Ergebnis. Mal sehen, wie viele Tiere noch auf Kosten von BUND, NABU & Co qualvoll sterben müssen.

    Wichtiger als falsch verstandener Naturschutz, ist eine Bewirtschaftung unserer landwirtschaftlichen Flächen durch Fachleute, die das Fachwissen und das richtige Fingerspitzengefühl für die Natur haben.

  13. Ein alter Röcklinger
    18. August 2016 um 13:27 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    gerne möchte ich versuchen hier einen von mehreren DiskussionsteilnehmerInnen geforderten sachlichen Kommentar abzugeben.
    Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sehr sich viele Menschen um unser Dorf und unser Leben hier im Zusammenhang mit Natur, Umwelt und unserem Heimatfluss Sieg sorgen. Gleichwohl leben mindestens zweidrittel der sich auch in diesem Forum äußernden Menschen nicht in Röcklingen. Manche sicher sogar nicht einmal in Windeck. Es ist schon verwunderlich, wie und warum man sich über Siegauenprojekt, Renaturierungsprojekt, Flurbereinigung, Beweidungsprojekt und einiges mehr, seit vielen Jahren immer wieder unsere direkte Heimat mit der bis dato seit Jahrhunderten dazugehörigen intakten und funktionierenden Umwelt aussucht. An Schreibtischen und Reißbrettern wird uns von Behörden und Verbänden (inclusive den dazugehörigen Menschen die weder den Fluss noch das Leben hier kennen) vorgerechnet und suggeriert, wie toll man doch in unsere Heimat und Natur eingreifen und sie zum positiven verändern könnte!! Die jeweiligen Entscheidungsträger der Bezirksregierung und /oder BUND und NaBu wohnen und leben ja weit genug weg. Und vor anderer Leuten Haustür kann man ja super planen und verändern ohne selber jemals mit den dadurch entstehenden Konsequenzen leben zu müssen. Wenn man jedoch diese Leute dann mit vergangenen fehlgeschlagenen Projekten und den sichtbaren Folgen für unser Dorf konfrontiert, erhält man Aussagen wie „Sieht doch gut aus“ ( Kaltbachmühle mit Herkulesstauden ohne Ende), oder “ Da können wir nichts für;das haben unsere Vorgänger entschieden“ ( Brückenbau ).
    Zu den jeweiligen Projektplanungen gibt es im Vorfeld rechtlich einzuhaltende ( sehr lästige und unangenehme) Informationsveranstaltungen z.B. im Bürgerhaus Hoppengarten oder im Haus des Gastes in Herchen. Bei diesen Veranstaltungen eingebrachte Einwände und Bedenken seitens der teilweise auch älteren und erfahrenen Dorfbewohner wurden regelmäßig mit unerträglicher Arroganz und Ignoranz abgetan. Sei es der damalige Brückenneubau, die „Renaturierungsmassnahme Kaltbachmühle“ oder auch nun das hier diskutierte Beweidungsprojekt. Die sich hier im Forum äußernden Diskussionsteilnehmer, welche sich über die nun stattfindenden -auch teilweise- hämischen Beiträge aufregen, waren selber bei diesen Veranstaltungen nicht dabei. Sie mussten sich nicht auf damals geäußerte Bedenken (wie insbesondere bei der Informationsveranstaltung zum Beweidungsprojekt in Röcklingen erfolgt) auslachen lassen. Vor diesem Hintergrund der damaligen Behandlung von Dorfbewohnern darf man sich nun nicht über Ausdrücke wie “ Besserwisserei“ , „Bevormundung“ oder „Dr.-Titel“ wundern, oder?? Die meisten von Ihnen haben es relativ leicht damit am PC – durchaus berechtigt aber ohne persönliche Betroffenheit als Anwohner- Ihre Meinung frei zu äußern. Haben Sie schon mal ernsthaft überlegt wenn es hier um Ihr eigenes zu Hause ginge??
    Zum o.g. Einwand von Herr Kröfges darf ich zudem mitteilen, dass es unwahr ist das es keinen Alternativ-Vorschlag zur Bewirtschaftung der Röcklinger Siegauen gab!! Der Bezirksregierung wurde (noch vor der Vertragsschließung zur Verpachtung der besagten Flächen an den BUND)schriftlich ein aus Röcklingen stammender und in der Nähe wohnender Landwirt benannt, der sich bereit erklärt hatte die Bewirtschaftung zu übernehmen. Hierzu gab es aber seinerzeit keinerlei Reaktion seitens der dortigen Verantwortlichen.
    Was mich nach aktuellem Stand der Dinge in Sachen „Beweidungsprojekt“ jedoch mehr als verwundert, ist die tatsächliche Absicht des BUND (und auch der sonstigen Verantwortlichen) dieses völlig fehlgeschlagene Projekt weiter führen zu wollen! Man kann doch nicht allen Ernstes nach diesen unglaublichen Fehlern und Unverantwortlichkeiten zur Tagesordnung übergehen als wäre nichts passiert??!! Und mit Verlaub: Das hat nichts mit Fehler analysieren-Fehler korrigieren und besser machen- zu tun. Wir sind nun mal nicht im Kindergarten; oder vielleicht doch!? Hier geht es darum wie es eigentlich in unserer Gesellschaft üblich sein sollte: Fehler eingestehen – die Verantwortung dafür übernehmen – und Konsequenzen ziehen.

    Ich möchte jedenfalls nicht, dass mir nochmals oder weiterhin fremde Menschen vorschreiben was vor meiner eigenen Haustür passiert! Gemeinsam nach Alternativen suchen und auf Augenhöhe diskutieren; da bin ich gerne dabei!

    Liebe Grüße

    • Landwirtin
      20. August 2016 um 21:10 Uhr

      Sie sprechrn mir aus der Seele lieber Röcklinger Anwohner. Ich wüsste auch weiterhin gerne warum hier geschrieben wird das man nach genügend Hilfe durch Landwirte erfolglos und überall gesucht hat. Zudem hätte ein Tierarzt vor Ort sein können. … wenn man ihn dann informiert hätte. … der Tierarzt der sich um die gesundheitsführsorge der Rinder hätte kümmern sollen hatte keine Info wann die Tiere kommen und ihm wurde nur gemeldet das es sich um Auerochsen handeln würde. Ein guter Informationsfluss. Ist das 3. Rind nach der verpatzten Situation ernsthaft getötet und nicht eingefangen worden?

  14. H.Schmitt
    18. August 2016 um 13:58 Uhr

    Bei den Empörten immer wieder die gleichen Sprüche-Litaneien, niemand setzt sich hier mit den Sachargumenten von Herrn Kröfges auch nur ansatzweise auseinander.

    Ich bin selbst nicht beim BUND, würde die Grünen insbesondere nach den letzten 1, 2 Jahren Bundespolitik nie wählen, aber wenn ich das hier verfolge, wird mir klar, warum eine sinnvolle Diskussion oder gar Zusammenarbeit von z. B. Landwirten und Naturschutzverbänden unmöglich ist. In Windeck zumindest, woanders klappt das nämlich.

    Und dass sich hier viele als „bevormundet“ betrachten: du liebe Zeit, dazu gehören immer zwei. Werdet erwachsen, und arbeitet miteinander, statt gegeneinder.

    • Chris Geue
      18. August 2016 um 18:50 Uhr

      Einerseits hat „Ein alter Röcklinger“ detailliert zu den Behauptungen des Herrn Kröfgen Stellung bezogen, andererseits stellt sich noch immer die Frage, was ein derartiges Projekt überhaupt soll. Hierzu fehlt von den Befürwortern bisher jede Einlassung, als ob die es auch nicht wüßten. Und wenn wir mal ehrlich sind, hat Windeck ganz andere Probleme als derart unsinnige Projekte. Auf den unnötigen Player BUND können wir hier in Windeck wohl bestens verzichten. Die Verwaltung sollte nicht solchen NGOs das Geld in den Rachen werfen, sondern lieber in die Verbesserung der Infrastruktur stecken. Von solchen Projekten hat jeder Windecker etwas. Von einem Renaturierungsprojekt hat nur der BUND etwas, aber kein einziger Windecker, oder?

  15. Ein alter Röcklinger
    18. August 2016 um 15:36 Uhr

    Sehr geehrte Frau / Herr Schmitt,
    vielleicht konnten Sie meinen persönlich gemachten Ausführungen nicht richtig folgen. Ich bin kein „Empörter“ sondern Betroffener. Das ist ein kleiner Unterschied. Für Sie mögen genannte Argumente oder Ängste als Sprüche-Litaneien gelten. Wahrscheinlich gehören Sie zu den erwähnten PC – Diskutierern die weit genug weg wohnen und aus der Ferne schön mitreden; Hauptsache Kommentar abgeben. Und by the way: Für jeden der meint Windeck sei ja ach so knöchern und anderswo klappt eh alles besser weil hier alle so unerwachsen sind: Niemand ist hier gefesselt und Deutschland ist groß…

    • Peter
      18. August 2016 um 16:20 Uhr

      Hallo Herr alter Röcklinger
      Genau das ist der Punkt
      Keine Treiberei oder mit unrichtigen Argumenten oder aus fehlgeschlagenen Dingen Politik machen sondern offen, ohne Arroganz und ohne Vorbehalt des Alters oder Herkunft sinnvoll diskutieren und gemeinsam zum Ergebnis kommen ….
      Ich weiß nicht wann der letzte Stammtisch ( Bürgerdiskussion ) in Werfen war ! Ich weiß nicht mal, wer mein aktueller Ratsvertreter ist ….
      Das ist das eigentliche Problem .. Die mangelnde Möglichkeit an gewollter Diskussion und Meinungsaustausch

      Ganz kleines Beispiel am Rande ..
      Ich habe Bürgermeister, Stellvertreter und Dorfpolizisten angeschrieben wie man sich die Verkehrssituation nach den Ferien in Werfen vorstellt, wenn die Straße nach Leuscheid immer noch gesperrt ist ( Busse nach Herchen Gymnasium )
      Leider habe ich von niemandem eine Antwort bekommen … Das ist leider auch Politik
      Ihnen Herr alter Röcklinger wünsche ich eine gute Lösung für ihr Dorf ..
      Wirklich und von Herzen

      Liebe Grüße

    • Arno
      18. August 2016 um 16:55 Uhr

      Werter Herr alter Röcklinger,

      Ihren beiden letzten Kommentaren stimme ich in allen Belangen zu!

      Als Windecker, Realist, von den Umweltverbänden gegängelter Jäger, Naturliebhaber- und Versteher.

      Danke dafür.

      VG

    • H.Schmitt
      18. August 2016 um 18:59 Uhr

      Und diese Unterstellungen finden Sie einen guten Stil?

      Ich empfinde Ängste überhaupt nicht als Sprüche, ganz im Gegenteil. Aber man sollte sie dann eben auch als Ängste formulieren, und nicht als Attacken gegenüber Leuten, die anders denken und von denen man sich bevormundet fühlt. Außerdem meinte ich nicht Sie persönlich, sondern vor allem Parteien, die aus dem Ganzen einen Nutzen ziehen wollen, indem sie die Kluft noch vertiefen.

      Und natürlich gilt es für jeden: wer sich nicht wohl fühlt, Deutschland ist groß.

      (Herr) Schmitt (und am PC sitzen wir doch hier alle, oder?)

      • Chris Geue
        19. August 2016 um 08:10 Uhr

        Nicht verkehrt, bis auf den Satz „Und natürlich gilt es für jeden: wer sich nicht wohl fühlt, Deutschland ist groß.“
        Warum soll es für mich ein Option sein meine Heimat zu verlassen, weil sich Leute von außen hier einmischen? Sollten sich diese Leute dann nicht besser eine andere Spielwiese suchen? Schließlich ist Deutschland doch groß, oder?

        • H.Schmitt
          19. August 2016 um 15:17 Uhr

          Ja sicher wünscht man sich, dass Dinge, die einem nicht gefallen, gerade um die Ecke passieren. Geht wohl jedem so.

          Nur mal ehrlich: Dann passiert es halt in der Heimat von jemand anderem. Am besten wäre es einfach, man würde sich so früh wie möglich verständigen und gemeinsam planen. Anscheinend ist das hier nicht gemacht worden, das kann ich nicht beurteilen, und dazu werden BUND und die Röcklinger sicher unterschiedliche Meinungen haben. Oftmals werden z. B. auch Infoveranstaltungen abgehalten, wo dann aber keiner hingeht …

  16. Peter
    18. August 2016 um 19:37 Uhr

    Und für dich Chris
    Ist der Appelhof in Herchen kein Hofladen ??
    Doch direkt um deine Ecke ??
    Liebe Grüße

    • Chris Geue
      19. August 2016 um 08:03 Uhr

      Peter, Danke für den Hinweis. Ich gebe zu, der ist mir „durchgegangen“. Gibt es noch weitere Hofläden?

  17. Paul Kröfges
    18. August 2016 um 21:31 Uhr

    Werte Diskutanten,
    Einen Tag mal im Westerwald verbracht und schon sieht man hier: Einen Strom von ständig wiederholten Aussagen, teils abenteuerlichen und teils abseitigen Vorwürfen und Behauptungen, aber hier und da durchaus neue, zutreffende und zum Nachdenken anregende Aussagen, die sich nicht ad hoc zurückweisen lassen. Auch unsereins, der nebenbei bemerkt schon 26 Jahre in Siegnähe wohnt und sich hier seit ebenso vielen Jahren durchaus engagiert, sitzt eben nicht permanent am PC um hier Debatten bis ins Letzte auszufechten, v.a. wenn man doch merkt, dass einige von so grundsätzlicher Ablehnung, Verachtung und Hass gegen Naturschützer durchdrungen sind, dass man spürt, es ist ziemlich sinn- und aussichtslos mit diesen weiter zu diskutieren. Es ist z.B. ein Wahnwitz, wie hier alle Probleme der Landwirtschaft, die im Wesentlichen auf Intensivierung, Überproduktion, Preiskampf, Konzentration und Verdrängungswettbewerb zurückzuführen sind, hier tatsächlich dem Naturschutz in die Schuhe geschoben werden, wirklich eine irre Argumentation. Oder auch die Behauptung, dass hier vom Naturschutz Gelder ohne Ende auf Kosten einheimischer Landwirte eingestrichen werden usw., es ist nicht zu fassen.
    Ich will hier aber mal auf einen Bericht vom 16.8.2016 (vorgestern) aus der Siegener Zeitung hinweisen – siehe: http://www.siegener-zeitung.de/siegener-zeitung/Ausgebuexter-Bulle-stand-in-der-Sieg-3ca215c9-fd7f-498c-996d-ff2aef5e4a58-mg
    Eine erschütternde und eindrucksvolle Fotostrecke!
    Da wird einem die ganze täglich stattfindende Quälerei und Abmurkserei von Abertausenden von Tieren (übers Jahr Millionen!) drastisch vorgeführt und mal wieder deutlich, was so alles in der konventionellen, als normal angesehenen und massenhaften Tierhaltung und Tiertötung, bei Schlachtern und Landwirten so alles schief geht. Ich habe ja schon mal angeraten, „entlaufene Rinder“ zu googeln, um mal ein realistisches Bild zu erhalten.
    Wo bleibt denn da der Aufschrei all der jetzt hier so Empörten und die Forderung dass diese Schlachter (in Siegen) oder die zahllosen anderen Landwirte, denen Tiere entwichen sind, die dann aggressiv wurden, nicht eingefangen werden konnten und erschossen werden mussten, dass diese ihren Job niederzulegen haben, nicht weiterarbeiten dürfen ? Hier, im Fall Röcklingen,spielt schon eine Rolle, das manchen die ganze Richtung nicht passt und man einen willkommenen Anlass sieht andere nieder zu machen, das wird schon sehr deutlich.
    Da ich nicht an dem Projekt in Röcklingen beteiligt war, kann ich manche der Aussagen, Fragen und Behauptungen des „alten Röcklingers“ und anderer hier nicht unmittelbar beantworten, sage aber zu, dass ich zu jedem Punkt umfassend und in Rücksprache mit Achim Baumgartner antworten werde! Schon mal einen Dank an Windeck24 für den Platz hierfür.
    Eins aber vorab:
    Nur weil die Anlieferung der Rinder so tragisch schief gegangen ist, ist noch nicht das Projekt gescheitert. Aber es ist klar, die Akzeptanz ist beschädigt, daran muss gearbeitet werden, auch in einem erneuten Dialog mit Kritikern vor Ort, nur bitte nicht mit der FDP Windeck, die haben für mich wirklich ein Rad ab und betreiben hier pure Infamie!
    Und, Herr „alter Röcklinger“ , obwohl ich wie gesagt, hier in Windeck, schon verdammt lange wohne, muss ich damit leben, dass eine ganze Menge neben meiner Haustür, über mir (Nachtflug z.B.) im Ort und auch sonst so in der Nähe gemacht, geplant und veranstaltet wird was mir nicht passt, mich erheblich stört, ich aber oft nicht ändern kann. Sie und ich haben das Recht uns darüber aufzuregen, können aber nicht erwarten, dass wir bei allem und jedem um Erlaubnis gefragt werden.

    • Chris Geue
      19. August 2016 um 07:59 Uhr

      Guten Morgen Herr Kröfgen,
      Sie schreiben in Ihrem Kommentar u.a.:

      „… dass einige von so grundsätzlicher Ablehnung, Verachtung und Hass gegen Naturschützer durchdrungen sind, dass man spürt, es ist ziemlich sinn- und aussichtslos mit diesen weiter zu diskutieren.“

      Ich glaube nicht, dass das hier nur auf einen einzigen der Kommentatoren zutrifft. Nach meiner persönlichen Wahrnehmung gibt es eine extrem breite Anerkennung in der Bevölkerung in Bezug auf den Naturschutz. Das Schrumpfen der positiven Zustimmung setzt aber da ein, wo wir es mit entweder nicht nachvollziehbaren Projekten (wie in dem hier diskutierten Projekt) oder mit Projekten zu tun bekommen, die nachweislich kontraproduktiv für die Entwicklung einer unter besonderen Herausforderungen stehenden Region zu tun haben. Leider ist der BUND ja dafür bekannt, dass er sehr viele dringend notwendige Strukturmaßnahmen verhindert oder blockiert oder verzögert (was extrem viel Geld unnötig kostet), nur um zB irgendeinen Falter zu schützen, der sich sowieso anderswo auch niederlässt. Ist vielleicht etwas einfach dargestellt, dient aber eben auch nur der besseren Verdeutlichung des Problems.
      Auch mehr als problematisch ist die Tatsache zu sehen, dass den Landwirten, ohne die wir ja tatsächlich schlecht dran wären, Flächen zugunsten des BUND oder anderen NGOs abhanden kommen, die dann aber nicht von diesen Nutznießern gepflegt werden und so zu unnötigen, aber erheblichen Beeinträchtigungen der Natur und der Menschen führen (Herkulesstaude etc).
      Meiner Auffassung nach haben diese Organisationen die gleichen Mißstände, wie wir sie allgemein sehr oft in der Politik und der Verwaltung vorfinden. Es sitzen an den Schaltpulten zu wenig qualifizierte, erfahrene Praktiker, dafür aber Theoretiker, die in ihrem bisherigen Leben offensichtlich zu wenig wirkliches Leben erfahren haben. Es hat ja zB einen Grund, weshalb im Handwerk ausgebildete Meister unseren Nachwuchs ausbilden, und nicht irgendwelche Frischlinge von der Uni, oder?
      Solange sich das nicht ändert, wird sich auch in der Umsetzung nichts ändern.

      • Arno
        19. August 2016 um 21:10 Uhr

        Hallo Chris,

        ganz aktuell wurde zu den „Faltern“ und deren Lobby ein Artikel veröffentlicht.

        Hier ein Auszug der die Sache im Kern trifft:
        „Das Verhalten der Tiere ist erklärbar – das der falschen „Naturschützer“ nicht.

        In Deutschland hat sich eine einflussreiche Kaste breit gemacht, die nur noch Kopfschütteln hervorrufen kann. Zu verstehen ist das nicht mehr. Oder versteht jemand, dass eine dringend notwendige Umgehungsstraße deswegen nicht gebaut werden kann, weil einige seltene Mäuse oder sonstiges Getier auf dem Umgehungsgrundstück leben. Die Menschen, die die Autogase und Giftstoffe täglich einatmen müssen, zählen einfach nicht!“

        Quelle: http://blog.rw123.de/2016/08/die-sind-doch-harmlos/

    • 19. August 2016 um 16:14 Uhr

      Sehr geehrter Herr Kröfges,

      wir mögen in der Sache offensichtlich grundlegend anderer Meinung sein. In einer Demokratie gehört es allerdings zum Selbstverständnis, sich mit anderen Meinungen inhaltlich auseinanderzusetzen. Alles einfach als Polemisierung abzuschreiben ist doch recht einfach. Dann aber anders Denkende auszugrenzen, ist schon bezeichnend.

      Liberale Grundsätze einer Gesellschaft sind übrigens:

      ✔ Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt.
      ✔ Die unverzichtbare Grundlage einer Demokratie ist und bleibt die Toleranz.
      ✔ Ich mag Deine Meinung nicht teilen, aber ich werde alles dafür tun, dass Du sie leben und äußern darfst.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihre FDP Windeck

      • Paul Kröfges
        19. August 2016 um 17:02 Uhr

        Sie können ihre Meinung gerne weiter verbreiten und ich kann und werde sie nicht daran hindern. Aber ich kann im Sinne ihres ersten Satzes nicht gezwungen werden, mich mit dieser dann unaufhörlich auseinander setzen zu müssen oder meine Meinung ändern zu müssen, dass ihre EInschätzung doch sehr daneben liegt. Etwas anderes wäre es, wenn sie sich für einige ihrer Sätze entschuldigen würden, dann kämen wir wieder näher zueinander. Wir haben uns auch entschuldigt und würden niemals behaupten, alles richtig gemacht zu haben, aber es ist auch nicht alles falsch, z.B. das Projekt als Solches, wie es von Ihnen (u.a.) immer wieder neu unterstellt wird. Dieses können wir gerne mal vor Ort besprechen, aber erst nach einer Relativierung ihrer Aussagen.

      • H.Schmitt
        21. August 2016 um 18:17 Uhr

        Na, da wünsche ich mir doch angesichts der hehren (und weit über liberalpolitische hinausgehenden) Grundsätze ein Befolgen seitens der FDP selbst. Denn Sinn und Zweck, siehe Häkchen 1,2,3, ist ja die Gegenseitigkeit. Aber anscheinend machen ja nur andere Fehler und müssen wie in der Schule zur Rede gestellt werden. Und wenn sie dann brav die erwünschte Selbstkritik gezeigt haben, gibts auch ein Leckerchen.

        Ich hoffe einfach, dass diese herablassende Vorgehensweise von Politikern auch hier von allen Bürgern erkannt, entlarvt und abgehakt wird.

    • Landwirtin
      21. August 2016 um 11:45 Uhr

      Lieber Herr Kröfges, ich finde es trotzdem sehr sehr traurig das die Verantwortlichen es trotzdem durch gesetzt haben das letzte Tier zu erschiessen statt humanere Lösungen zu finden die eventuell auch aufgebrachte Mitbürger zu beruhigen. Ich freue mich wirklich wenn sie meine oben aufgeführten Fragen noch beantworten möchten. Denn diese Fragen finde ich wichtig zur Transparenz für mich und viele Menschen mit denen ich in den letzten Tagen gesprochen habe. Wir selbst haben Tieren und Landwirtschaft in Windeck und pflegen viele Flächen für die Bezirksregierung. Stehen in gutem Kontakt zum Veterinär der von Frau Dr. Spülbeck beauftragt wurde das Projekt zu unterstützen aber bislang nicht mit einbezogen wurde. Ich fände es sehr informativ wenn Sie die Fragen zeitnah beantworten. Es ist vieles unklar und wenn ihre Aussagen so stehen bleiben dann würde schon noch deutlich mehr Ärger aufkommen von allen Seiten, denn dann stehen definitiv einige Unwahrheiten in ihrem Beitrag. Ich finde es einfach und leicht gemacht von ihrer Seite aus einfach in Internet immer wieder zu googeln an welchen Orten gleichwertig grausame Geschichten mit Rindern passieren statt im Thema zu bleiben. Sicherlich kämpfen die dortigen Medien auch dort an ihrer Front. Hier bleibt aber die Tatsache bestehen das aufgrund von mangelnder Vorplanung drei Tiere sterben mussten die dem Naturschutz dienen sollten. Und das was jetzt uns hier Transparent gemacht wird, ist das sie einfach mit Rindern weiter machen möchten. Das ist leider das traurige Feedback was sich hier erlesen lässt. Bitte gehen Sie auf meine Fragen ein. Zudem möchte ich anmerken das wir als Betrieb auf absolut jeder Sitzung der Chance 7 und Chance Natur anwesend waren. Wir hatten mit dem WDR einen großen Drehtag in unserem Betrieb zur Flächen Pflege in Naturschutzgebieten und haben viele Flächen auch im Umland in Arbeitsaufträgen. Leider waren es gerade die Organisatoren von Chance 7 die am Drehtag des WDR mit dem größten Desinteresse an der Fläche standen und uns belächelt haben. Bei Interesse können wir auch gerne in einem anderen Rahmen weiter sprechen/ schreiben. VG

      • Paul Kröfges
        22. August 2016 um 15:36 Uhr

        Hallo Liebe Landwirtin,
        auf Ihre und andere Fragen werde ich in Kürze in der Kommentarfunktion unter dem aktuelleren Artikel des BUND Rhein SIeg Kreis (BUND arbeitet am Neustart des Projektes“) eingehen. Abgesehen davon sind sie herzlich eingeladen, sich auch unmittelbar an Herrn Baumgartner oder Frau Spülbeck zu wenden.
        Beste Grüße, alles Gute.

  18. Windecker Bürger
    19. August 2016 um 08:52 Uhr

    Sehr geehrter Herr Kröfges,
    da sie ja hier gerne lesen und schreiben,
    können Sie uns (obwohl sie ja nicht beteiligt sind)
    was die ganze Aktion
    neben dem Kauf und Transport der Rinder (die Kosten sind ja eher nebensächlich)
    denn nun gekostet hat,
    Polizei,Feuerwehr, Jäger, Hubschrauber, Wärmebildkamera, Bahnsperrung, Bahnbagger etc pp
    und wer dies bezahlt.
    Besten Dank für eine Aufklärung.

    • Paul Kröfges
      19. August 2016 um 14:39 Uhr

      Verehrter WIndecker Bürger,
      Schon in einem früheren Kommentar wurde richtigerweise darauf hingewiesen, dass Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Hubschrauber nahezu täglich,besonders aber auch am Wochenende herangezogen werden (müssen), um die Folgen privater Vergnügungen und Fehlleistungen – es wurde das Beispiel Motorradunfälle angebracht, letztlich auf Kosten der Allgemeinheit zu bewältigen. Abgesehen davon, dass wir unsere Versicherung informiert haben, gehen wir davon aus, dass auch in diesem Fall ein bestimmter Teil der Kosten – die ich derzeit nicht beziffern kann – von der Allgemeinheit getragen wird, zumal hier die Fehlleistung bei der Erfüllung eines öffentlichen Auftrages (Beweidungsprojekt) erfolgt ist.
      Beste Grüße

      • Windecker Bürger
        24. August 2016 um 14:36 Uhr

        Sehr geehrter Herr Kröfges!
        Es handelt sich hier um kein privates Vergnügungen oder private Fehlleistungen, so dass es kaum tolerierbar ist, dass diese „Fehlleistung“ auf Kosten der Allgemeinheit zu bewältigen ist.
        Der BUND ist für den Einsatz verantwortlich.

        Gerne erwarten wir hier die detaillierte Zahlen, sobald Sie /BUND diese beziffern können, zumal ja mit weiteren Kosten zu rechnen ist,
        da das Projekt weiterverfolgt wird.
        Interessant wäre hierbei nun auch zu wissen, warum nun ein Sinneswandel zu einer anderen Rasse geschieht.
        Grüße

  19. Marcus Schmidt
    22. August 2016 um 12:25 Uhr

    Es ist im höchsten Maße zu begrüßen, dass sich die Politik endlich an die Seite der Bürgerinnen und Bürger stellt, und die Unfähigkeit dieser selbsternannten „Naturschützer“ öffentlich macht. Was nicht dazu führen sollte, das wir uns jetzt gemütlich zurück lehnen. Mit Naturschutz hat das alles nämlich nichts zu tun. Dafür muss der Bürger nicht enteignet werden. Das verursacht zudem nur unnötige Kosten. Von den Landwirten wollte angeblich mal wieder keiner mitmachen? Oder wollte man nicht, das die mitmachen? Um die Fördergelder komplett selbst einzustreichen? Ein Landwirt hätte durch die Bewirtschaftung mit Sicherheit Geld verdienen können, Aber das wollen die „Naturschützer“ ja nicht. Die Natur wird auch nicht dadurch geschützt, indem man den „normalen“ Bürger abschätzig behandelt.

    • Landwirtin
      22. August 2016 um 18:14 Uhr

      Lieber Herr Kröfges, Genau so wie Herr Schmidt es beschreibt haben wir es empfunden, als es nach den langen Sitzungen der Chance 7 hieß, dass Unternehmer und Landwirte Angebote zu Pflegemaßnahmen abgebrn sollten. Unzählige Male haben wir bei den Projektleitern nachgefragt ob unsere Angebote bearbeitet werden. Jetzt lassen sich alle nur noch verleugnen am Telefon. .. Herr Jacobi allen vorran… Wozu haben wir die ganzen Sitzungen besucht, wenn eh nie zur Debatte stand, dass die Unternehmen hier in Windeck mit einbezogen werden. Herr Kröfges, Frau Dr. Spülbeck und auch Herr Wick von der Regierung wussten Bescheid und auch Herren wie Jacobi und Co vom Planungsbüro haben alle Angebote erhalten. .. Aber auf uns Unternehmer ist man nie zu gegangen. Wir halten in der Familie selbst Rinder zur Flächenpflege und auch Schafe. Zudem arbeiten wir in größeren Stil manuell und motormanuell in der Flächenpflege von Feuchtgebieten. Aber Herr Kröfges wir haben ein Jahr lang gesagt das Betriebe hier vor Ort sind, die Interesse an der Umsetzung haben. Mein Mann hat den Kampf aufgegeben und betteln ist nicht unsere Mentalität…. Wenn dann sollte einer dieser oben genannten Herrschaften mal in die Unterlagen sehen und nachschauen wer sich alles beworben hat und welche Betriebe man augenscheinlich „vergessen“ hat. Wir hatten nie vor ihnen ihre Millionen zu nehmen. .. Wohl aber stehen wir in unserem Lebensstil zu 100% hinter nachhaltiger Arbeit und Flächenpflege und stehen in unserer Tierzucht auch hinter den Artenschutzprogrammen wie zB. dem roten Höhenvieh, dem Grauvieh, den Coburger Füchsen, den Rheinischen Kaltblütern und einigen anderen Nutztierrassen. Aber es steht im Raum das sich die Projektleiter um Hilfe von Fachleuten bemüht haben was so nicht stimmt. .. Es bleibt der bittere Nachgeschmack das bewusst alles im Alleingang durch gezogen wurde….Viele Grüße

    • Einheimlicher
      22. August 2016 um 19:36 Uhr

      Hallo Marcus Schmidt,
      ich glaube du hast mit deinem Kommentar den Nagel auf den Kopf getroffen. Ansonsten hätten Sie auch den Tierarzt bei der Aktion dazugeholt. Der war aber wohl zu teuer (Wochenend-Tarif).

      • Landwirtin
        23. August 2016 um 22:00 Uhr

        der Tierarzt war langfristig geplant im Ausland und wurde gar nicht umfassend informiert… vor allem nicht das es Tarusrinder sind und in welcher Haltungsbedingung sie vorab gehalten worden… Uns sagte er bis kurz vorher das es sich um Auerochsen handelt. … Und dieser Tierarzt ist richtig entspannt in seinen Preisen und hat sich zudem extrem für die Projekte der Chance 7 eingesetzt….

  20. Landwirtin
    25. August 2016 um 22:10 Uhr

    scheint hier jetzt an dieser Stelle der BUND zu schweigen. … es wird immer Stiller hier wenn es um konkrete Aussagen gehen soll… oder sehe ich das falsch?

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