Gemeinsame Erlebnisse für Gäste und Einheimische: Windeck und Waldbröl wollen touristisch zusammenrücken

Seit Ende des letzten Jahres arbeiten die Gemeinde Windeck und die Marktstadt Waldbröl an einem gemeinsamen Tourismuskonzept. Nicht nur historisch, sondern auch räumlich sind sie eng miteinander verbunden. Daher wurde bereits im „Interkommunalen, integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept – Windeck/ Waldbröl 2025“ aus dem Jahr 2016 beschlossen: Der Tourismus ist ein wichtiger Baustein der grenzüberschreitenden Stadt- und Gemeindeentwicklung. In zwei ErlebnisraumWerkstätten haben nun zahlreiche Akteure aus beiden Kommunen an Ideen für den Tourismus und vor allem für die Gäste gearbeitet.

Im Rahmen der beiden Werkstätten begrüßten jeweils die beiden Bürgermeisterinnen, Alexandra Gauß in Windeck und Larissa Weber in Waldbröl, die Akteure aus verschiedenen Einrichtungen, Vereinen und Branchen zu einem gemeinsamen kreativen Austausch.

Unterstützt wurden sie dabei von der projekt2508 GmbH aus Bonn, die trotz des nur virtuell möglichen Treffens einen digitalen Workshopraum mit Pinwand geschaffen hatte, in dem sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen interaktiv austauschen konnten. Nach einer Einführung in das Projekt und grundsätzlichen Rahmenbedingungen des Tourismus wurde in Kleingruppen zu verschiedenen Themen diskutiert und gemeinsam überlegt, was bereits vorhanden ist und wo noch Entwicklungspotential besteht. 

Ziel ist es, die beiden Stadtgebiete zu einem gemeinsamen Erlebnisraum zu machen, in dem sich Wanderangebote, Radtouren, der Besuch von Museen, Attraktionen, dem Markt und anderen Veranstaltungen sowie auch entspannende Momente verbinden. Die Idee: Da sich Windeck und Waldbröl mit ihren jeweiligen Angeboten sehr gut ergänzen, wird der gesamte Raum für Gäste erheblich attraktiver. Dadurch können die touristischen Betriebe und Anbieter in beiden Kommunen davon profitieren. 

Um den Erlebnisraum zu einem einzigartigen Raum zu machen, suchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch nach den Besonderheiten in Windeck und Waldbröl. In Windeck standen dabei das Museumsdorf und die Burg Windeck im Mittelpunkt, in Waldbröl der Vieh- und Krammarkt. Beide sollen sich jedoch touristisch weiterentwickeln und attraktiver gestaltet werden. 

Hier kommt beiden Kommunen ein besonderer Umstand zugute: Mit der REGIONALE 2025 besteht die Chance, überregional bedeutsame Investitionen in die touristische Attraktivität fördern zu lassen. Beide Schlüsselprojekte (in Waldbröl der Vieh- und Krammarkt sowie in Windeck das Museumsdorf und die Burg Windeck) sind in der Qualifikation der REGIONALE 2025 mit einem C-Status belegt. Ziel ist es, die Schlüsselprojekte im Rahmen der REGIONALE 2025 weiter zu konkretisieren und einer Förderung zuzuführen. Daher sollen aus dem Tourismuskonzept auch gezielt Förderanträge hervorgehen. Ein weiterer Vorteil: Die verbesserten Angebote wirken sich auch auf die Lebens- und Freizeitqualität der Bürger und Bürgerinnen positiv aus.

„Wir Waldbrölerinnen und Waldbröler sind stolz auf unseren Vieh- und Krammarkt und natürlich auch auf unsere Region. Gerne möchten wir unseren Markt und vorhandene Angebote noch attraktiver gestalten, so dass wir selbst, unsere Nachbarn und auch Besucher davon profitieren. Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit Windeck, denn weder wir, noch Touristen bleiben beim Erkunden, Wandern und Genießen der Landschaft an der Stadtgrenze stehen,“ so Larissa Weber, Bürgermeisterin der Stadt Waldbröl.

Auch Alexandra Gauß, Bürgermeisterin der Gemeinde Windeck, sieht das ähnlich: „Natur- und Landschaftsbewusstsein sind bei den Menschen im Windecker Ländchen tief und seit langem verankert – und das spiegelt sich auch heute in den Ideen der Akteure wieder. Wir suchen immer wieder und auf’s Neue intuitiv die ‚natürlichen Elemente‘ unserer Heimat und wollen diese aktiv in Richtung Zukunft entwickeln. Dies geht nur in Kooperation, weil Natur und Landschaft zum Glück nicht an der Gemeindegrenze halt machen.“ 

Die in beiden Werkstätten gesammelten Anregungen sollen nun in die Entwicklung des Tourismuskonzepts einfließen. Deutlich gezeigt hat sich, dass gute Angebote bereits vorhanden sind, jedoch noch besser vernetzt, inszeniert und vermarktet werden müssen. 

Das Tourismuskonzept soll bis Mitte des Jahres vorliegen. Dann sollen auch die beteiligten Akteure noch einmal zusammenkommen und über das Gesamtkonzept diskutieren. 

(Gauß)
Bürgermeisterin

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