Am 7. Mai 2026 wurde auf dem Friedhof im Siegbogen in Rosbach ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und für die Opfer rechtsextremen Terrors eingeweiht.
Für unsere gemeinsame Fraktion SozialPlus (Grüne und Die Linke) sprach unser Fraktionsvorsitzender Thomas Ritzer. Ebenfalls anwesend waren unsere Fraktionsmitglieder Luca Schwarzer und Ute Rötzheim-Hill, unsere Bürgermeisterin Alexandra Gauß, die Mitglieder des Friedhofsvereins Rosbach, die ihr Gelände sofort für das Mahnmal zur Verfügung stellten und den Gedenkort pflegen, weitere Ratsmitglieder sowie Bürgerinnen und Bürger.
Die Kampagne „10+1 Bäume“ wurde 2020 nach dem rassistischen Anschlag von Hanau vom Landesintegrationsrat NRW ins Leben gerufen: zehn Bäume für die zehn vom NSU ermordeten Menschen, ein weiterer Baum für alle anderen Opfer rassistischer Gewalt.
Die Morde des NSU waren rassistische Terrorakte – gegen Menschen, gegen Familien und gegen unsere gesamte demokratische Gesellschaft. Auch nach den Taten wurden Angehörige zu Opfern gemacht, weil ein rechter Hintergrund lange ignoriert wurde.
Gerade deshalb ist ein solcher Gedenkort mehr als ein Symbol. Er ist Ausdruck von Haltung, Erinnerung und Verantwortung. Denn rechtsextreme Gewalt ist nicht abstrakt. Sie ist nicht weit weg. Auch in Windeck gibt es Opfer rechter Gewalt.
Unser besonderer Dank gilt allen, die sich für diesen Ort eingesetzt haben – besonders Richard Suhre, ehemaliges Ratsmitglied der Grünen, und dem Friedhofsverein Rosbach.
Eine lebendige Erinnerungskultur ist eine demokratische Notwendigkeit. Sie schützt davor, dass Verharmlosung und Geschichtsverdrehung gesellschaftsfähig werden.
Die Original-Rede von Thomas Ritzer könnt ihr auf unserer Homepage nachlesen: gruene-windeck.de
(Text & Bild: Grüne Windeck)
(Text & Bild: Karsten Koch)







