Karneval an St. Josef in Dattenfeld – Närrisches Stelldichein im Altersheim. Alaaf!

Und einen Orden für die älteste Windeckerin gabs auch….

Karneval, Fasteleer in den Alaaf Regionen im Rheinland oder Fasching, in Hellau-Landen, ist nicht nur für junge Menschen, sondern auch für alle im besten Alter. Zum Alter gibt es weise Sprüche. Da kann man zwei bekannte deutsche Schauspieler zitieren: „Alles, was Spaß macht, hält jung (Curd Jürgens) oder „Erst wenn ein Anzug abgetragen ist, beginnt seine Glanzzeit“ (Heinz Rühmann). Das närrische Treiben ist für Senioren eine schöne Zeit, die (M)man(n) oder auch Frau etwas gebremst mitmacht und miterlebt und sich dabei auch gerne an die fröhere Ziggen (frühere Zeiten) erinnert. Das ist auch im Seniorenzentrum St. Josef in Dattenfeld beim Siegtaldoms so. Hier gaben sich die Windecker Karnevalisten wieder ein Stelldichein und erfreuten alle Am Karnevalssamstag zur besten Nachmittagsstunde führten Reimund Becker und Andrea Aberfeld vom sozialen Dienst durch ein buntes Unterhaltungsprogramm.

Die älteste Windeckerin Margarethe Kindermann, umrahmt vom Prinzenpaar der KG Herchen und  v.l.n.r.: Andrea Aberfeld, Peter Graß, Friedbert Röhrig (Heimleiter und Hobby-Hoppy-Sänger, Reimund Becker, Daniela Kuhl

Die älteste Windeckerin Margarethe Kindermann, umrahmt vom Prinzenpaar der KG Herchen und v.l.n.r.: Andrea Aberfeld, Peter Graß, Friedbert Röhrig (Heimleiter und Hobby-Hoppy-Sänger, Reimund Becker, Daniela Kuhl

Auftakt war mit Herbert (Hornig) und den Paniksängern ohne Zwei, dafür aber mit dem kleinen Jonas. Sie erfreuten mit einem flotten kölschen Potpouri. Geklatscht und geschunkelt wurde auch mit Romina Holschbach Romina unterhielt am Valentinstag mit flotten Songs zum Klatschen und Schunkeln und dazu gab es auch Blumen. Flotte Tänze präsentierten danach die Kindertanzgruppe der Eitorfer Stadtsoldaten, der Knubbel 1 der KG Schladern und die Närrische Brückenwache Alzenbach. Besuch gab es von Windecker Tollitäten. „Windeck fiert, wie et och sei. Maat all met un hatt Spaß dabei“ lautet das Sessionsmotto der KG Herchen. Angeführt von Matthias von Weschpfennig mit der Vereinsfahne, zogen Prinz Michael I., der 1.FC Köln-Fan und ihre Lieblichkeit Annette I., Fan der Kölner Haie (Ehepaar Wendel) mit den Adjutanten Jürgen und Daniela Kuhl und Vereinsvorsitzendem Peter Graß in die proppevolle Cafeteria-Narrhalla ein. Nach der Begrüßung zum und mit dem Prinzenpaar wurde das Mottolied der KG zur Freude des Publikums intoniert. Schon traditionell wurde auch der Hausorden des Seniorenzentrums überreicht. Er zeigt in diesem Jahr einen Eskimo mit Iglu und einem freundlichen Eisbär , zum Motto 2015 von St. Josef:: „Eskimo aus fernem Land – auch in Dattenfeld bekannt“ und entspricht aktuell auch dem Klima der in Windeck sogar vier tollen Tage.

Prinz Michael und Prinzessin Annette revanchierten sich mit dem Herchener Sessionsorden. Einen trägt nun die älteste Windeckerin – Margarethe Kindermann, und sie hat mit mehr als 102 Jahren ooch noch Freud am närrischem Drömeröm. Gute Laune steckt an, schadet nicht der Gesundheit und Lachen ist gesund, diese Lebensweisheit gilt auch für die Bewohner in St. Josef. „Zusamme stonn, noh vürre jonn“ (zusammen stehen und nach vorne gehen) ist Motivation für die KG Dattenfeld. Das Kinderprinzenpaar, Lukas II. (Ückerseifer) und Violetta I. (Lierfeld) wurden bei ihrem Auftritt begeistert begrüßt. Früher war für „Landeier“ im Rheinland Hochdeutsch meist eine und erste Fremdsproch (Fremdsprache). Für die beiden ist es die Mundart. So unterhielten sich sich vor den Leutchen in köstlichem Dialekt und alle hörten gespannt zu. Gesungen wurde von ihrem närrischen Geschmölz und die Höppemötzjer tanzten. Ein Schokolädchen verteilten sie auch.

Zwischen den Auftritten gab es Witze von Reimund Becker mit Handpuppe Johannes und beim Sketch mit Sabine Nohr-Höller als Krankenschwester , war Becker auch der leidende Heimbewohner. Für die Bützchen beiMännern waren Andrea Aberfeld und die Pflegekräfte zuständig. Finale beim Seniorenkarneval war mit den Hobby-Hoppy-Singers mit Heimleiter Friedbert Röhrig. Mit dabei hatten sie Markus“Helene“ Wolters), die/der beim Auftritt „ Atemlos“ sang, aber überhaupt keine Schnappatmung bekam. Mit viel Beifall wurden die Sänger aus Hoppengarten verabschiedet. Schön war et für Jung und Alt in Dattenfeld. Dankeschön an alle Aktiven, ans Publikum und an alle, die zum schönen Nachmittag beigetragen haben. Alaaf!

(Text & Bild: Erwin Höller)

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