Leserbrief zur Windecker Gemeinderatssitzung vom 29.04.19 zum Thema Windenergie

Kalkül oder Unwissenheit?

Das Verhalten der Windecker Bürgermeisterin kann in Sachen Windenergie nur als möglicherweise grob fahrlässig oder naiv bezeichnet werden. Frau Gauss ist schon länger in der Windecker Kommunalpolitik aktiv und sollte mitbekommen haben, dass es im Flächennutzungsplan der Gemeinde keine Konzentrationszone für Windenergieanlagen gibt und somit überall in Windeck gebaut werden kann, wo es finanzstarke Investoren wollen.

Anstatt sofort nach Amtsantritt das Verfahren zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen zu starten, unternimmt Frau Gauss nichts. Natürlich ist es in einer Demokratie legitim, dass dieses Durcheinander durch eine Windecker Person genutzt wird, die Akquise für die Aachener Stadtwerke betreibt und vielleicht genau weiß, dass sich Baugenehmigungen für Windenergieanlagen vor Gericht erstreiten lassen können. Und zwar gegen die Naturschutzverbände und gegen die betroffenen Bürger und für den Konzernprofit und für die Verpächter der Grundstücke.Nicht umsonst ist der Windpark Windeck bereits in den Referenzen der Aachener Stadtwerke dokumentiert.

Peinlich wird es allerdings, wenn dies nicht von der als so bürgernah gepriesenen Frau Gauss erkannt wird. Stattdessen versucht sie die Planungsdefizite auf ihre Vorgänger zu schieben, obwohl sie es besser wissen müsste und bei dem Planungsstillstand dabei war. Oder ist es sogar ein Kalkül, dass die Gemeinde wegen der fehlenden Konzentrationszone hier nicht selbst entscheiden können soll und so Dinge genehmigt werden, gegen die schon jetzt Unterschriften gesammelt werden? Frau Gauss wäre fein raus und könnte auf ihre fehlende Zuständigkeit und auf den Rhein-Sieg-Kreis verweisen. Wenn das Bürgernähe ist, dann gute Nacht Windeck.

Herzliche Grüße
Peter Inden

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