CDU Windeck: Offener Brief an die verantwortlichen Mehrheitsfraktionen im Rat der Gemeinde Windeck

Lieber Dirk, lieber Herr Ritzer,

es ist mehr als an der Zeit, dass die Ratsmitglieder der beiden Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen Ihrer Pflicht nachkommen, um den drohenden, erheblichen Schaden von der Gemeinde Windeck abzuwenden. Das Beispiel des Feuerwehrhauses in Rosbach zeigt, dass die stetig zunehmenden Unzulänglichkeiten nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde viel Geld kosten werden, sondern allmählich auch ein Gefahrenpotential darstellen. Der Rat darf es nicht zulassen, dass die vorgeschriebenen Einsatzzeiten der Feuerwehr nur noch verzögert eingehalten werden können oder gar überschritten werden. Bei einem Brand geht es fast immer um lebensrettende Maßnahmen, sodass Minuten über Tod oder Leben von unseren Mitbürgern entscheiden. Derzeit ist die Feuerwehr Rosbach in Ersatzräumen im Maueler Feld untergebracht. Diese Halle steht aber wohl nur bis zum 31. Dezember 2016 zur Verfügung. Was passiert, wenn die neue Halle bis zu diesem Zeitpunkt nicht verwendbar ist? Es kommt dazu, dass trotz den eindringlichen Hinweisen aus der Mitte des Rates und einem Antrag von Uwe Fröhling dem Bauamt bekannt sein musste, dass die bebaubare Fläche zu klein sei. Daher der Antrag der CDU-Fraktion, eine Ersatzfläche zu suchen. Hier wurde aber nach unserer Ansicht, weil die Pläne wohl fertig waren und ein Neubau wesentlich teurer würde, wenig Mühe investiert.

Jetzt stellte sich heraus, dass die Warnhinweise ihre Berechtigung hatten. Man zeigte sich aber seitens des Bürgermeisters und des Bauamts wenig belehrbar. Die Konsequenz: Man muss nun komplett neu planen und beantragen. Die Kosten werden steigen und es ist zu befürchten, dass ein Neubau bis zum Jahresende kaum in Funktion genommen werden kann. Viel schlimmer ist aber nach unserer Meinung, dass nun wegen der geringeren bebaubaren Fläche die Halle kleiner ausfallen wird. Nach Auskunft der Feuerwehr wird es aber innerhalb der kommenden 10 Jahre dazu kommen, dass ein derzeitiger Anhänger durch ein Feuerwehrfahrzeug zu ersetzen sein wird. Dieses Fahrzeug hätte dann in der neuen Halle trotz der jetzigen Erweiterung keinen Platz mehr. Soll jetzt eine Halle gebaut werden, die in absehbarer Zeit keine ausreichende Kapazität mehr hat?

Ein weiteres Thema ist die derzeitige Personalpolitik: Die Wirtschaftsförderung ist seit 2012 nach und nach lahmgelegt worden und unsere Beigeordnete, die für diesen Bereich zuständig ist, hat nur noch zweieinhalb Kräfte, zwei, die im Tourismuspavillion in Schladern sitzen. Der einzige bislang verbliebene Mitarbeiter, der sich im Bau- und Planungsrecht auskannte, ist ab dem 01.07.2016 bei der Gemeinde Much. Herr Dr. Grothus, der eine halbe Stelle in der Wirtschaftsförderung und eine halbe Stelle im Bauamt besetzt, bekommt jetzt durch unseren Ratsbeschluss eine zusätzliche Aufgabe, die der Koordination von Fördermitteln. Das aber auch nur aus der Not heraus geboren, weil man Zug um Zug feststellen musste, dass ohne Hinweise, Anträge und Drängen aus dem Rat die zuständigen Ämter keine Veranlassung sahen, sich um solche Mittel zu kümmern. Entsprechende Anregungen wurden sogar im ersten Zug abgewiegelt, teils durch falsche Aussagen.

Der Fachbereich Bauen und Planen ist in Kürze wegen des bevorstehenden Ruhestands des Leiters und der Umwidmung des Aufgabenbereichs seines Stellvertreters ohne Leitung, und, noch schlimmer, personell, unzureichend besetzt. Auch hier zeigt sich, dass die Ratschläge aus dem Rat, auch noch in jüngster Vergangenheit, was die Stellenbesetzungen anbelangt, vom Verwaltungschef einfach ignoriert wurden. Den Erfolg oder besser die tragischen Folgen spüren wir jetzt! Aus dem Bauamt kommt nicht nur wenig: Das was dort herauskommt ist auch noch völlig fehlerhaft! Ich darf dabei an das leidige Thema „Laurentiusstraße“ erinnern: Hier wurde, weil man den eigentlich fachkundigen Ratsmitgliedern nicht traute oder sich deren Rechtsauffassung nicht anschließen wollte, Geld für ein rechtliches Gutachten ausgegeben. Das Ergebnis: Die Ratsmitglieder hatten vollumfänglich Recht!

Den derzeitigen Stand bei den Verfahren „Gewerbegebiet Leuscheid“ und „ P&R-Anlage Herchen“ will man ja aus Frust schon gar nicht mehr wissen: Ratsbeschlüsse werden verschleppend oder unzureichend umgesetzt. Die Mängelliste der Bezirksregierung stammt vom 24.06.2015. Am 11.05.2016, fast ein Jahr später, gab es eine Zusammenkunft von Fraktionsvorsitzenden, um über mögliche Angebote von Ausgleichsflächen zu der bereits besprochenen Rücknahme im Gewerbegebiet Dattenfeld zu beraten. Man ging mit einvernehmlichem Ergebnis vom Tisch. Warum dauert es 1 Jahr, bis man sich einer wichtigen Sache wieder annimmt und woran liegt es, dass sich wiederum wochenlang nach der Zusammenkunft nichts tut? Die P&R-Anlage in Herchen muss bis Ende 2018 umgesetzt sein. Keiner weiß, wie der Stand bei den nötigen Grundstückserwerben ist und bei den Verhandlungen mit dem Netzbetreiber wegen der Verlegung des Umspannwerkes. Außerdem muss dort wohl Landschaftsschutz zurückgenommen werden. Ein entsprechendes Verfahren ist im Rat nicht bekannt und auch nicht durch ihn eingeleitet worden. Wollen wir riskieren, dass uns ca. 750 T€ Fördergelder und eine wichtige Strukturmaßnahme an einem unserer Hauptbahnhöfe verloren gehen?

Kritisieren muss man auch zunehmend die verwaltungsseitige Organisation der Ratsarbeit: Arbeitskreissitzungen, Bürgerversammlungen oder Ausschüsse werden, obwohl der Verwaltung bekannt sein muss, dass es dadurch bei Ratsvertretern zu Terminkollisionen kommt, parallel terminiert. Die Protokollführung bedarf immer wieder der Kritik und es kommt regelmäßig zu Korrekturen, Anfragen werden unzureichend beantwortet, die Vorlagen zu den Sitzungen sind für eine Beratung in den Fraktionen fast immer ungeeignet und selbst die Tagesordnungen sind regelmäßig beanstandungswürdig. Der unserer Meinung nach zunehmende Versuch, die Demokratie mit demokratischen Mitteln auszuhebeln, konnte unsererseits zuletzt nur noch durch das Anrufen der Kommunalaufsicht gestoppt werden. Bei der angesprochenen Thematik „Einstieg der Gemeinde Windeck in das Stromgeschäft“ stimmten SPD und Bündnis 90/Die Grünen gegen eine durch uns beantragte Änderung der Tagesordnung, obwohl dieses vorher durch zitieren von Rechtsgrundlagen begründet wurde. Insofern sehe ich bei allen vorgenannten Punkten, und das sind unseres Erachtens in Kürze dargestellt nur die aktuell Wesentlichen, die Mehrheitsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen mit in der Verantwortung, dass die Gemeindeverwaltung in wesentlichen Bereichen kurz vor dem Kollaps steht und durch stillschweigende und kritiklose Hinnahme die Entwicklung der Gemeinde Windeck existentiell gestört wird oder gar stagniert.

Wie lange sehen die verantwortlichen Ratsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen noch zu? Wir erwarten, dass unverzüglich gehandelt wird! Möglichkeiten wurden in internen Gesprächen schon erörtert, scheitern aber offenbar daran, dass SPD und Bündnis 90/Die Grünen nicht bereit sind, die verfehlte Politik ab 2012 offen einzugestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Steiniger
Fraktionsvorsitzender

(Text: CDU Windeck)

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  15 Kommentare:

  1. Heinz Linnartz
    15. Juli 2016 um 12:34 Uhr

    Der offene Brief gibt genau das wieder, was sich seit Jahren in der Gemeinde abspielt, nämlich nichts Positives.
    Ich habe ebenfalls in einem offenen Brief an die Ratsfraktionen folgendes veröffentlicht:

    „Windeck, den 06. 02. 2016
    Offener Brief an die Mitglieder des Rates und an die
    Bürgerinnen und Bürger von Windeck
    Wie lange müssen wir diesen Bürgermeister noch ertragen?
    Ich habe lange überlegt, schreibe ich diesen Brief oder nicht. Aber die
    Begegnung in der letzten Ratssitzung haben mich zu diesem Schritt veranlasst.

    Es ist eine Unverschämtheit und Respektlosigkeit, wie der BM bei Fragen der Einwohner mit diesen Personen umgeht. Hat er das Gefühl, eine Frage könnte für ihn lästig werden, unterbricht er den Fragesteller und versucht ihn mundtot zu machen. Umgekehrt bei Fragen, die ihm dienlich sind, gibt es fast eine unbegrenzte Redezeit. Normalerweise sollte dem BM klar sein, dass zu einer Frage auch eine Begründung gehört. Traurig stimmt mich dann die Tatsache, dass der Fragesteller keine Unterstützung aus dem parlamentarischen Bereich erhält und es zugelassen wird, dass die Bürger regelmäßig die „Klatsche“ des BM erhalten. Hiermit kann und will ich mich nicht mehr einverstanden erklären und erwarte eine diesbezügliche Stellungnahme. Jeder im Rat, auch der Bürgermeister, sollte doch froh darüber sein, dass überhaupt Bürger eine Sitzung aufsuchen und Fragen stellen. Das ist gelebte Demokratie!

    Überhaupt: Was müssen die Bürger in Windeck sich noch alles gefallen lassen?

    Man hat damals eine Person aus Troisdorf geholt in dem Glauben, das große Los gezogen zu haben. Leider falsch gedacht! Mehr als eine Niete, eine Null wurde und wird uns präsentiert.

    Jedes Jahr der Jahresrückblick. Ist dem Leser eigentlich schon aufgefallen, dass keine, aber wirklich keine Maßnahmen aus den Ideen oder der Feder des BM entsprungen sind. In der Regel waren und sind es Maßnahmen, die schon aus der Vorzeit stammen oder die aus dem parlamentarischen Bereich oder von den Bürgern an den BM herangetragen wurden. Nennen Sie mir einen Bereich, sie finden keinen, doch, Entschuldigung, die Aufschüttung des Sandes an der Sieg in Schladern. War ja nicht schlecht, vor allem Publikums wirksam.

    Im Gegensatz hierzu häufen sich die Negativbeispiele, wie Parkdeck Schladern, Gewerbegebiet Leuscheid, vielleicht auch noch die Erweiterung der Parkplatzfläche am Bahnhof in Herchen, hoffentlich nicht auch noch das Handlungs- und Entwicklungskonzept für Dattenfeld. Vor allem deshalb, weil ja der BM in einer öffentlichen Versammlung vor einigen Monaten in Herchen erklärt hat, dass ihn die Verbesserung von Dattenfeld nicht interessiert. Bitte lieber Leser, lassen Sie sich diesen Satz einmal richtig durch den Kopf gehen. Ein BM, der für die gesamte Gemeinde zuständig ist, stößt mit solchen Äußerungen einen Großteil der Bevölkerung ungestraft vor den Kopf.

    Den wenigsten Einwohnern dürfte auch bekannt sein, dass der BM es mit dem Dienstantritt nicht so genau nimmt. Nicht selten begegnet man ihm so zwischen 9.00 und 10.00 Uhr auf dem Halfter Berg, wenn er von Troisdorf nach Windeck fährt. Seinen Wohnsitz hat er ja auch noch nicht nach Windeck verlegt, obwohl dies mehr oder weniger ein Wahlversprechen war. Es reicht auch hier nicht die Begründung, dafür ist er ja abends und an den Wochenenden unterwegs. Wer die Wahl als BM annimmt, muß mit derartigen Verpflichtungen leben. Mein damaliger BM begründete dies mit einem“ Schmerzengeld“. Dann braucht er ja hin und wieder während der Dienstzeit Erholungspausen und turnte in Sportkleidung in den Vormittagsstunden, oder auch manchmal so nach 14.00 Uhr, auf dem Laufband der Physio CKI in Dattenfeld. Jetzt soll er dies in eine Physioabteilung nach Rosbach verlegt haben. Er wird auch hin und wieder mit dem Einkaufskorb während der Dienstzeit im ALDI in Rosbach gesehen. So ein Gespräch mit einem Rosbacher Bürger. Viel Arbeit hat er ja wohl offensichtlich nicht!

    Hierzu passt der heutige Artikel über die Rathauserstürmung und die Beiträge von Herrn Dr. Grunow und Herrn Stenger. Die Überschrift des Artikels „Bürgermeister mit Spott und Häme überschüttet“ ist ja auch nicht von Pappe. Der Artikel und die Beiträge geben genau das wieder, was zur Zeit in Windeck abläuft!

    Vielen Bürgern und sicherlich auch dem Rat sind diese unhaltbaren Zustände bekannt, unternommen wird nichts oder?

    Die Damen und Herren des Rates stehen in einer hohen Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern in Windeck. Sie haben die große Verpflichtung, Schaden von der Gemeinde abzuwenden. Bei der Arbeitsweise dieses BM müssen wir jedoch damit rechnen, dass in den nächsten drei Jahren die Karre in Windeck weiter vor die Wand gesetzt wird und, wie sich der Vorsitzende der SPD in einem Gespräch mit mir äußerte: „ nicht nur Windeck, sondern auch die der SPD.“

    Ja meine Damen und Herren des Rates, ja liebe Bürgerinnen und Bürger, reden Sie nicht mehr hinter der versteckten Hand, sondern handeln Sie: Leiten Sie endlich die längst überfällige Abwahl des Bürgermeisters ein. Sorgen Sie dafür, dass wir endlich wieder eine Person bekommen, die das Windecker Ländchen liebt, hier wohnt, hier arbeitet zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger von Windeck.

    Für mich spielt es auch keine Rolle, ob der Bewerber grün, rot, schwarz, gelb oder unabhängig ist. Entscheidend ist, dass diese Person mit den Attributen Fleiß, Können, Vorbildfunktion, parteiübergreifendes Arbeiten ausgestattet ist. Ich bin mir sicher, dass es dann wieder in Windeck aufwärts geht!
    Mit freundlichen Grüßen
    gez. Unterschrift“

    Leider hat sich nach diesem Brief nichts getan. Man hat weitere Desaster zugelassen, wie nun in dem Brief der CDU angemerkt wird. Ich bin wirklich gespannt, ob die Reißleine gezogen wird und Konsequenzen gezogen werden. Wenn nicht, bin auch ich der Auffassung, dass sich die Mängelliste fortsetzt. Es kann auch nicht nur mit Personalmangel usw. begründet werden. In meiner aktiven Dienstzeit hatten wir 3 Personen im höheren Dienst und heute? Wir hatten auch noch nicht die modernen Hilfsmittel, wie Computer, Smartphone usw.. Aber wir hatten auch keine Chefs, die während der Dienstzeit im Physiobereich turnten, beim ALDI einkauften, nicht in Windeck wohnten, nicht pünktlich ihren Dienst begannen. Dann muss man sich nicht wundern, dass sich in Windeck nichts bewegt. Wie schrieb doch einer in den letzten Tagen in Facebook „Wie der Herr, so`s Gescherr.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Die weitere Entwicklung bleibt spannend!

    • Einheimlicher
      16. Juli 2016 um 09:30 Uhr

      Herr Linnartz,
      auch zu ihrer Zeit kam so etwas vor.
      Ich erinnere mich noch daran, das Mitarbeiter vom Bauamt damals während der Öffnungszeiten persönlich nicht erreichbar waren, sondern kurz danach beim Einkaufen oder als Fahrdienst für seine Angehörigen gesehen wurden.
      Das unsere Verwaltung nicht gut arbeitet ist ja schon jahrzehnte lang bekannt. Das war auch schon zur CDU-Zeit so. Das wird sich auch erst ändern, wenn die Mitarbeiter persönlich haftbar gemacht werden können.

  2. Edelga Jünger
    16. Juli 2016 um 11:18 Uhr

    Fehlentscheidungen zu erkennen ist das Eine, sie einzugestehen ist das Andere. Wenn eine Reaktion jetzt nicht von SPD und Grünen kommt, muessen die Buergerinnen und Buerger handeln.

  3. Heinz Linnartz
    16. Juli 2016 um 13:18 Uhr

    Hallo Einheimlicher, erstens finde ich es nicht korrekt, wenn man als „Heimlicher“ auftritt und zweitens pauschal solche Urteile abgibt. Es war übrigens nicht „meine Zeit“. Ich war nicht für das Bauamt zuständig, sondern für Planung, Wirtschaftsförderung, Werkleiter, usw. Wenn Sie hier schon Zuständigkeiten ansprechen, sollten Sie wissen, dass zu meiner Zeit die Gemeindedirektoren Krämer und Häfner für gewisse Zustände die Verantwortung hatten und heute ist der Bürgermeister Lehmann für die unhaltbaren Zustände verantwortlich und nicht Beigeordnete und evtl. Dezernenten. Es wird sicherlich nicht bestritten, dass es auch damals die von Ihnen geschilderten „Zustände“ schon mal vorgekommen sind. Das ist in der Privatwirtschaft und auch in der Verwaltung schon hin und wieder möglich.
    Ob die Verwaltung über Jahrzehnte nicht gut gearbeitet hat, kann ich nicht beurteilen, da ich 1983 Windeck aus beruflichen Gründen verlassen habe.Zu unserer Zeit wurde gearbeitet und wir hatten ein starkes Team!!!!
    2010 bin ich zurückgekehrt. Unter Herrn Funke konnte ich in den Jahren bis 2012 solche Missstände nicht erkennen. Es ist schade, dass er – und ich denke, dass man seine Entscheidung respektieren muss – die Führung der Amtsgeschäfte aufgegeben hat.
    Die Missstände haben sich doch – wer will es wohl bestreiten – erst seit der Amtsübernahme durch Herrn Lehmann eingestellt.Hier geht es doch Schlag auf Schlag. Ich erspare mir auf Einzelheiten einzugehen, da diese den Bürgerinnen und Bürger sicherlich bekannt sind.
    Fazit: Hier gehen nicht irgendwelche Mitarbeiter der Verwaltung turnen während der Dienstzeit oder kommen kaum pünktlich zum Dienst oder kaufen während der Dienstzeit ein, es ist der Chef selbst! Ist dies mit den Attributen Vorbildfunktion, Fleiß, Pünktlichkeit………zu vereinbaren?
    Noch einmal: „Wie der Herr, so`s Gescherr.“ (nicht von mir, stammt von einem aufmerksamen Leser auf Facebook)!
    Bitte Herr „Heimlicher“, treten Sie doch offen auf und nennen Sie dann Ross und Reiter, Pauschalurteile und dann noch von einem Unbekannten bringen uns in der Sache nicht weiter!

  4. Frank Steiniger
    17. Juli 2016 um 11:13 Uhr

    Hallo Herr oder Frau Einheimlicher,

    welche Zeiten unter der CDU meinen Sie? Die mit Jürgen Klumpp, in der das Haus für die Windecker Jugend neu gebaut wurde, das Freibad zusammen mit dem Förderverein für ca. 750.000 Euro saniert wurde, als wir 2002 erstmals einen ausgeglichenen Haushalt hatten? Oder meinen Sie die Zeit unter Jürgen Funke, in der wir die Sportstätten erneuerten, die Hauptschule als Ganztagsbetrieb ausbauten und später durch die Verhandlungen der CDU-Spitzen von Windeck und Eitorf uns darauf einigen konnten, dass wir eine Gesamtschule installierten und Eitorf eine Sekundarschule, in der wir fast das ganze Gemeindegebiet mit schnellem Internet versorgten, die Regionale 2010 – Projekte bauten und das Planverfahren für den heutigen REWE in Rosbach verabschieden konnten?
    Welche Zeit ähnlicher Pannen meinen sie also?

    Gruß,

    Frank Steiniger

  5. Tom
    18. Juli 2016 um 08:35 Uhr

    Man muss nicht dediziert „ähnliche Pannen“ auflisten um auf nachhaltige und wiederkehrende Probleme in einer Kommunalverwaltung hinzuweisen. So wie kommunale Politik funktioniert ist es sogar naheliegend, dass sich Defizite in der Verwaltung wiederholen oder sogar nachhaltig bestehen bleiben. Eine Änderung solcher oder ähnlicher Probleme sind in einer Verwaltung zeitaufwändig und sicherlich nicht an einer politischen Orientierung zu verankern. Hier sind kleinteilige Lösungen aus Arbeitsebene gefragt. Das heißt aber auch, dass die allermeisten gemeindlichen Probleme langfristige Ursachen haben. Sollte es also politische Wechsel innerhalb der letzten 10 bis 20 Jahren gegeben haben (was ja immer wünschenswert ist), hilft Parteienbashing nicht weiter. Man muss sich dann auch an die eigene Nase fassen!

  6. Frank Steiniger
    18. Juli 2016 um 15:41 Uhr

    Es sollte eigentlich durch meinen Beitrag kurz aufgeführt werden, dass uns in Windeck zwischen 1999 und 2009, solange hatten CDU und FDP die Mehrheit, einiges gelungen war und die Verwaltung unter Jürgen Klumpp (CDU) und unter Jürgen Funke (SPD) funktionierte. Das ist jetzt nicht mehr der Fall! Wir reden seitdem nicht mehr von „kleinen Pannen“, die überall mal passieren.

    Gruß,

    Frank Steiniger

    • Tom
      18. Juli 2016 um 16:08 Uhr

      Aber CDU/FDP wurden dann abgewählt, nicht wahr! Also so toll, wie Sie und Herr Linnartz („ein starkes Team“) es hier darstellen, kann Ihre Fraktionsarbeit somit ebenfalls nicht gewesen sein. Mir scheint hingegen, dass Sie hier ein wenig Parteipropaganda verbreiten und dabei nicht nur Amtsträger diskreditieren „…kaufen während der Dienstzeit ein, es ist der Chef selbst…“) sondern auch noch andere Kommentarschreiber, nur weil Sie ihr Kommentarrecht anonym ausüben. Dann auch noch a la „nicht meine Zeit oder nicht mein Bereich“ zu kommen, ist sehr dürftig und bestätigt meinen Eindruck von Propaganda. Sie sind hier nicht glaubwürdiger als die Vertreter einer beliebigen anderen Partei. Sie werden die Kommentare hier schon aushalten müssen – und ja, auch anonym!

      • Einheimlicher
        18. Juli 2016 um 21:15 Uhr

        Vielen Dank für Ihren Kommentar, Tom.

        Ich wollte nur darstellen, das es in den letzten 40 Jahren es in der Verwaltung auch nicht immer „gut“ lief. sie hatten nur das Glück, das es die sozialen Medien wie heute noch nicht gab bzw. noch nicht so eine Rolle spielten.
        Interessant finde ich nur das gewisse Personen sich immer direkt angesprochen fühlen.

  7. Frank Steiniger
    18. Juli 2016 um 22:15 Uhr

    Ich halte die Kommentare auch anonym aus; keine Frage! Es ist nur immer interessant, dass die Verantwortlichen anscheinend in Windeck keinerlei Kritik befürchten müssen! Wenn das, was die heiligen Kühe von Rot-Grün so treiben, in Ordnung ist, dann o.k.! Sie werden schon wissen, warum Sie anonym bleiben wollen!

    Viele Grüße,

    Frank Steiniger

    • Tom
      20. Juli 2016 um 09:19 Uhr

      Nun ja, Kritik wird ja schon umfangreich ausgesprochen, ob hier oder an anderer Stelle. Und die Wähler entscheiden dann, ob die Kritik gut oder schlecht war. So ist das in einer Parteiendemokratie. Allerdings muss man sich im öffentlichen Raum dann eben auf eine Gegenrede einstellen. Ich finde Ihren Diskursbeitrag eher schwach weil er als frustrierte Meinung ohne Sachbelege daherkommt. Und ich äußere meine Gwegenrede hier in der Kommentarfunktion, die Anonymität zulässt (ich darf ja auch anonym wählen). Debattenbeiträge im Internet sind generell defizitär weil Mimik und Gestik fehlen und mal eben so dahergeschrieben werden. Eine gute und nachhaltige Parteienarbeit kann das ausgleichen. Man darf von mir nur nicht erwarten, dass ich in allgemeines Wehklagen ohne Sachbelege und hinreichende Hintergrundinformationen einstimme.

  8. Maria Hilf
    19. Juli 2016 um 11:13 Uhr

    Oh mein Gott, was entwickelt sich denn da für ein „Steiniger“ Beitrag. Da beißt man auf Granit. Was soll der shit-storm der vergangenen Tage? Hört sich nach Profilneurose einiger CDU-Mitglieder an. Christlich ist das aber nicht! Wer sich derart kleingeistig und herabwürdigend positioniert, muss sich nicht über das Kopf schütteln Anderer wundern.
    Tom hat Recht, danke für den Beitrag! Innovative, erfolgsorientierte Ideen, sachliche Beiträge sind gefragt. Wenn man das bringt, wird man auch wieder gewählt.

  9. 19. Juli 2016 um 14:46 Uhr

    Hallo.
    Es ist schon interessant, dass ein guter Bericht, der m. E. auch an der Zeit war, so wenig Interesse findet. Die, die hier schreiben beziehen sich fast ausschließlich auf den Kommentar lfd. Nr. 1. Diese Meinungsbildung war und ist sicherlich nicht förderlich für den eigentlichen Bericht. Kommt doch hier zum Vorschein, dass ein ehemaliger Mitarbeiter der Verwaltung immer noch nicht verschmerzt hat, dass er in der neuen Gemeinde Windeck damals keine Zukunft hatte. Nach vielen Jahren kommt er nun zurück und der Stachel sitzt immer noch tief, tiefer, am tiefsten. Sein persönlicher Rachefeldzug gegen den Bürgermeister ist schon sehr, sehr traurig. Er erweist seinen Parteifreunden damit einen Bärendienst. Diese werden vermutlich nicht erfreut über ihn sein. Sei es drum.
    Zum Artikel. Was wahr ist muss auch wahr bleiben und muss in der Politik, nicht nur da, gesagt werden. Dieser unser Bürgermeister zeichnet sich permanent aus durch Unwissenheit und Unvermögen. Glücklicherweise bin ich gut bekannt mit Personen welche in der hiesigen Verwaltung arbeiten. Wir haben auf das falsche Pferd gesetzt, so höre ich seit geraumer Zeit von denen. Die Koalition wird die letzten zwei Jahre das Problem aussitzen. Durch die entstanden Fehler wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so kommen, dass die Grundsteuer B die nächsten Jahre eine erhebliche Erhöhung Erlangen wird. Beispiel, wegen dem Feuerwehrgerätehaus.
    Aber jeder bekommt das was er verdient. Der Bürgermeister ist seinerzeit in einer demokratischen Wahl von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt worden. Jetzt müssen wir alle damit leben. Die, die für ihn waren und die, welche auf eine andere Person gesetzt hatten. Mögen die meistens von uns eine Kerze anzünden, dass die Steuern in Windeck im Rahmen bleiben mögen. Zwei Jahre noch müssen wir ihn ertragen. Hoffentlich gelingt es der Koalition ihn an die Kandare zu nehmen.
    Gruß Lehnchen, die, die die Hoffnung auf ein zukunftsweisendes Windeck aufgegeben hat.

    • Heinz Linnartz
      20. Juli 2016 um 19:59 Uhr

      Liebes Lehnchen,

      es ist mit Sicherheit kein Rachefeldzug. Es ist die Sorge, dass wir in Windeck durch diesen Bürgermeister an die Wand gefahren werden. Es ist auch kein politischer Rachefeldzug gegen den Bürgermeister. Ich habe nur einmal den Mut aufgebracht und die Finger in die Wunden gelegt und nicht mehr und das muss mir doch gestattet sein oder?
      Anmerkung: Ich hatte schon in der Verwaltung eine Zukunft, nur habe ich mich nicht verbiegen lassen und habe dann allein die Entscheidung getroffen, an anderer Stelle zu arbeiten.

      Mit freundlichen Grüßen
      Heinz Linnartz

  10. TypAusHerchen
    19. Juli 2016 um 17:54 Uhr

    Wer handeln möchte, kann dies jederzeit tun: §66 Gemeindeordnung NRW, Abwahl des Bürgermeisters

    20% der Wahlberechtigten in Windeck müsste man aufscheuchen und zum Handeln bewegen, um das entsprechende Verfahren einzuleiten.

    Aber: Wer möchte die Nachfolge antreten? Wer will Windeck überhaupt noch regieren?

    Er kam (nicht aus Windeck), sah (die omnipräsente Politik-, nein Demokratieverdrossenheit) und siegte (jedoch noch nicht beim alljährlichen Windecker Sommerlauf).

    Wenn wir ihn tatsächlich noch zwei Jahre „ertragen“ müssen, dann doch ausschließlich aufgrund unserer eigenen (!) Inkompetenz.

    Parteilose Grüße

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