Matineeverein investiert in Haus des Gastes – „Wir sind zuversichtlich bald wieder starten zu können“

Die Mitglieder des Windecker Matineevereins in Herchen haben die Corona bedingte Spielpause dazu genutzt, um die Veranstaltungstechnik im Windecker Haus des Gastes zu erneuern.

Es wurden 10 neue LED-Bühnenscheinwerfer installiert, die dem neuesten Standard entsprechen. Außerdem wurde ein Beamer angeschafft, um die Bühnenwand mit Text- und Bilddarstellungen zu bespielen. Er lässt sich per Funk vom Smartphone oder Laptop ansteuern. Dies bedeutet mehr Flexibilität bei der Bühnengestaltung. Damit lassen sich nun während des Auftritts Bühnenbilder verändern.

„Wir haben nicht nur in moderne Technik investiert. Wir leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zum Stromsparen“, erläuterte Jimmy Dahm, Vorsitzender des Windecker Matineevereins. „Die alten Scheinwerfer hatten noch eine Leistung von 7.000 Watt. Die neuen LEDs verbrauchen nur noch 1.400 Watt, bei gleicher Helligkeit und Strahlkraft. Das heißt, wir sparen 80 Prozent der Energie ein.“

Ebenfalls beschaffte der Matineeverein 80 neue Stühle. Damit vermittelt nun auch der Zuschauerraum ein einheitliches Bild. Denn es gibt jetzt nur noch einen Stuhltyp. Bislang mussten die Kulturschaffenden mit drei verschiedenen Stuhltypen leben. „Das sah nicht sehr professionell aus“, berichtet Jimmy Dahm. Ein Vorteil: Damit entfällt künftig der „Kampf um die besten Stühle“.

Schließlich investierte der Matineeverein noch in einen neuen Kühlschrank für die kleine Küche hinter der Theke.

„Wir haben die Zeit genutzt, in der das Corona-Virus uns eigentlich zum Nichtstun verdonnerte“, resümiert der Vorsitzende Jimmy Dahm.

Stemmen konnten die ehrenamtlichen Mitglieder des Matineevereins die Investitionen in Höhe von 19.000 Euro durch Gelder aus einem Fonds für Strukturfördermaßnahmen, mit dem unabhängig von Corona Hilfsgeldern Kulturprojekte unterstützt werden. Der Matineeverein beteiligte sich am Förderprogramm „LandInTakt“ des Bundesverbandes Sozialkultur. Dem Förderantrag wurde stattgegeben. An dem 25-prozentigen Eigenanteil beteiligte sich zur Hälfte die Gemeinde Windeck.

„Es ist gut angelegtes Geld, denn Windeck braucht die Kultur und den Matineeverein, der seit mittlerweile 28 Jahren Kleinkunst der deutschen Spitzenklasse in unseren Siegort holt. Wie wichtig und wie notwendig ein Kulturangebot ist, das wird uns gerade jetzt zu Zeiten Coronas bewusst.“

Auf die Frage, wann es wieder losgeht mit dem Windecker Kulturprogramm, gibt sich Jimmy Dahm zuversichtlich. „Wenn alles gut geht, wollen wir direkt nach den Sommerferien mit unserem Herbstzyklus beginnen. Um sicher zu gehen und alle Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können, werden wir aber nicht im Haus des Gastes spielen, sondern im Bodelschwingh-Gymnasium. Dort ist mit der Schulaula ein ausreichend großer Saal vorhanden, der Auftritte mit bis zu 100 Zuschauern erlaubt.“ Unter welchen Bedingungen dies möglich sein wird, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen. „Wir starten nur, wenn dies sowohl für die Zuschauer wie auch für die Künstler und uns vom Matineeverein unbedenklich ist. Die Gesundheit von uns allen geht vor.“

(Text: Matineeverein Herchen)

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