Sebastian Hartmann: Mein Plan für Rhein-Sieg

Mein Plan für den Rhein-Sieg-Kreis: Sieben gute Ideen – so wird unsere Heimat noch lebens- und liebenswerter. Manches wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Ich will es heute beherzt anpacken, damit unsere Region weiterhin eine der attraktivsten Deutschlands bleibt. Mit einer Politik für viele, nicht für wenige, werde ich dafür sorgen, dass unser Kreis Heimat für alle bleibt. Ob mit größeren oder kleineren Einkommen, ob in der Single-Wohnung oder mit der Großfamilie, ob auf dem Land oder im städtischen Zentrum: Der Rhein-Sieg Kreis ist für alle da. Die sieben Ideen müssen im Zusammenspiel von Bund, Land und Kommunen umgesetzt werden. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, neben meiner Verantwortung als Bundestagsabgeordneter auch ehrenamtlicher Kommunalpolitiker zu bleiben. So verbinde ich die Ebenen ganz praktisch. Es sind Aufgaben vieler – nicht eines einzelnen. Doch sie müssen angestoßen und angepackt werden, darum will ich mich kümmern.

1. Bildung und Familien im Mittelpunkt

Eine Region, die sich fit für die Zukunft macht, stellt Familien in den Mittelpunkt. Familie ist dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Als Sozialdemokrat setze ich mich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Von der Kita bis zur Meisterausbildung und der Uni sorgt die SPD für beitragsfreie Bildung. Wir schaffen Kita- und OGS-Plätze für alle. Dafür wollen wir mehr und besser bezahltes Personal. Wir sanieren unsere Schulen, sie sollen die modernsten Gebäude mit den schnellsten Internetverbindungen der Gemeinden werden. Wir schaffen die Kita-Gebühren ab und führen durch unsere Steuerreform einen Familientarif, erweitertes Kindergeld und einen Kinderbonus ein. So sorgt die SPD dafür, dass Familien und Alleinerziehende mehr Geld in der Tasche haben.

2. Mobilitätsgarantie und moderne Infrastruktur mit „Rhein-Sieg Hbf“ neu denken

Alle haben das Recht, mobil zu sein. Das gelingt über einen attraktiven, preiswerten Nahverkehr mit mehr Bussen und Bahnen; auch in den ländlichen Regionen. Der zweigleisige Ausbau der Siegtalstrecke ermöglicht eine bessere Anbindung durch Personenzüge, ohne dass die Zahl der Güterzüge steigt. Der Güterverkehr wird über eine Neubaustrecke, die sogenannte „Westerwaldstrecke“, aus dem Rhein-Sieg-Kreis abgeleitet werden. Rheintal und Siegtal werden umfassend entlastet. Elektromobilität muss Einzug in unseren Alltag erhalten, hierzu erhöhen wir die Zahl der Ladestellen für Elektroautos.

Stau raubt uns Lebenszeit und Wirtschaftskraft. Wir müssen mehr in unsere Straßen investieren. Die Ortsumfahrung für Hennef-Uckerath muss endlich Entlastung bringen. Eine neue Rheinbrücke für Auto-, Rad- und S-Bahn-Verkehr verbindet künftig das links- und rechtsrheinische Kreisgebiet. Ich setze mich dafür ein, dass der Bund diese Verbindung schnell plant, baut und die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Dadurch wird Niederkassel an das S-BahnNetz und das Linksrheinische an den Flughafen angeschlossen. Es entsteht eine neue Verknüpfung für sämtliche Verkehrsarten und S-Bahn-Linien aus allen Teilen des Rhein-Sieg-Kreises. Durch eine optimale Zugtaktung zwischen dem Flughafenbahnhof Köln/Bonn, dem Troisdorfer Bahnhof und dem ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn verknüpfen wir die drei Haltepunkte zu einem „Rhein-Sieg Hauptbahnhof“. S 12/13 und S19, der RE6/8, der RSX, RB27 und eine S-Bahn über die neue Rheinquerung aus dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis werden hier mit dem nordrheinwestfälischen Rhein-Ruhr-Express (RRX), den deutschlandweiten Fernbus- und ICE-Netzen und dem weltweiten Flugverkehr verbunden. So werden alle Teile des Rhein-Sieg-Kreises bestens angebunden und wir entschärfen die Verkehrsprobleme der Kreisstadt Siegburg.

3. Bester Lärmschutz – 2050 nur noch halb so laut wie heute

Der Rhein-Sieg-Kreis soll Mobilität und hohe Lebensqualität wie kein zweiter in Deutschland verbinden. Um krankmachenden Lärm zu beseitigen, setzen wir am Flughafen Köln/Bonn ein Passagiernachtflugverbot durch und reduzieren die Nachtflüge auf ein notwendiges Minimum für die Fracht. Wir sanieren unsere Bahnstrecken und Autobahnen. Die Siegtalstrecke erhält den modernsten Lärmschutz. Wir verlagern den Güterverkehr von der Straße und leiten ihn über die neue „Westerwaldstrecke“ aus dem Rhein-Sieg-Kreis ab. So wird es für alle Anwohner im Rhein-SiegKreis im Jahr 2050 nur noch halb so laut sein wie heute.

4. Bündnis für Wohnen

Wohnen wird gemeinschaftliche aller Verantwortlichen der Region Bonn/Rhein-Sieg. Nach einer Studie fehlen im Rhein-Sieg-Kreis in den nächsten Jahren 30.000 Wohnungen. Darunter leiden alle: Mieten steigen, Eigentum wird unbezahlbar, die Wohnungssuche zum Marathonlauf. Damit jeder eine gute und bezahlbare Wohnung findet, werden wir der erste Kreis mit einem Bündnis für Wohnen sein, das alle Ebenen vernetzt. Das bestehende Bündnis für Wohnen der Wohlfahrtsorganisationen kann hierzu als Grundlage dienen. Wie in Metropolen werden Zielzahlen für Wohnungsbau festgelegt. Der neue Wohnraum wird bezahlbar, barrierefrei, für Familien und Singles, für Jung und Alt zur Verfügung stehen. Niemand soll im Alter seinen Heimatort verlassen oder während des Studiums weiter aus dem Zentrum weg ziehen müssen.

5. Flächendeckendes Gigabit-Netz – Schnellster Kreis Deutschlands

Es darf keine digitale Spaltung zwischen Stadt und Land geben. Schnelles Internet gehört zur staatlichen Grundversorgung. Der Rhein-Sieg-Kreis wird mit Fördermitteln des Bundes unterstützt und soll bis Ende 2018 flächendeckend mit mindestens 50 Mbit/s versorgt sein. Das reicht aber nicht. Ich will, dass wir der erste Gigabit-Landkreis werden. Dazu muss eine leistungsstarke Glasfaser-Infrastruktur aufgebaut werden, statt nur Restkapazitäten aus den vorhandenen Kupfernetzen herauszuholen.

6. Starke Region mit zukunftssicheren Arbeitsplätzen

Für gute Arbeitsplätze und den Industrie- und Gewerbestandort Rhein-Sieg kämpfe ich an der Seite der heimischen Arbeiternehmerinnen und -arbeitnehmer von Chemie bis Stahl. Ein guter Dienstleistungssektor mit fairen Löhnen ist Job- und Konjunkturmotor für die Region. Die Region Bonn/Rhein-Sieg soll zu einem der innovativen Zentren für digitale Wirtschaft werden. Dazu setze ich mich für einen neuen Hochschulstandort für Digitales ein. Mit dem Bundeswehr-Kommando CyberInformationsraum in Rheinbach und dem Bundesamt für Informationstechnologie in Bonn bildet sich ein Cybersicherheits-Cluster, von dem die Wirtschaft der ganzen Region profitiert. Wir Sozialdemokraten setzen uns nachdrücklich dafür ein, dass unsere Region ein wichtiges Verwaltungszentrum des Bundes bleibt, wie es das Bonn/Berlin-Gesetz verlangt.

7. Stadt und Land – Hand in Hand

Die Stärke des Rhein-Sieg-Kreises beruht auf dem guten Miteinander von Stadt und Land, von Industrie und traumhafter Naturlandschaft, von Leben und Erholung. Natur, Landschaft und Klima müssen geschützt werden. Ich will einen Rhein-Sieg-Kreis, der Strom und Wärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewinnt und den Ausstoß von klimaschädlichem Gas auf ein Minimum reduziert.
Es muss mehr in unsere Dörfer investiert werden. Ein Auseinanderdriften von Stadt und Land bei Internet, Mieten, Arbeitsplätzen oder Einkommen werden wir verhindern. Ich setze mich dafür ein, die mit der REGIONALE2025 fließenden Fördermittel für die Stärkung von Wirtschaft und Wohnqualität im ländlichen Kreisgebiet sowie Mobilität, Digitalisierung und Innovationen einzusetzen. So sorge ich dafür, dass unser Kreis als Einheit noch stärker und gerechter wird.

Die sieben Ideen beschreiben Leitgedanken für die Zukunft und wie unsere Heimat sein kann. Doch damit die Zukunft Realität wird, braucht es langen Atem und Tatkraft. Mit Ihrer Unterstützung und Stimme kann ich dies anpacken. Darum bitte ich um Ihr Vertrauen bei der Bundestagswahl am 24. September 2017!

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  3 Kommentare:

  1. Alexandra Lange
    15. September 2017 um 13:42 Uhr

    Natur und Landschaft schützen, sorry aber das mag ich nicht so recht glauben. Ich wohne in Hurst und da ist seit einem Jahr jeden Tag bei Wind und Wetter, sogar in der Zeit wo keine Bäume gefällt werden dürfen, die Motorsäge am kreischen und Bäume fallen. Habe mich schon bei mehreren Stellen beschwert und bekam entweder zu hören, da sind sie hier falsch oder da können wir nichts dran machen etc. Wir sind wegen dem Wald und der Ruhe hierher gezogen aber irgendwie mag ich schon gar nicht mehr in den Garten gehen, wegen dem Fällen. Es wird ja auch nichts neues gepflanzt.

    • hschmidt
      17. September 2017 um 11:53 Uhr

      Das kann ich nur bestätigen.

  2. Bertram
    17. September 2017 um 13:55 Uhr

    Leider keine neuen Leitideen! Und keinerlei Umsetzungvorschläge. Leitideen lassen sich in allen anderen Parteien auch wiederfinden, nur in anderer Farbe. Nichts neues.

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