„Showkoch/-köchin des Jahres 2017“ – Mit starker Performance auf’s Podest

Yasemin Sezer von der Klostergastronomie Marienthal erkocht den zweiten Platz

Hamm/Oberderdingen – „Raus aus der Küche, ran an den Gast“, so hieß das Motto des bundesweit ersten Kochwettbewerbs dieser Art. Das Fachmagazin „chefs!“ hatte gemeinsam mit der Firma Blanco den deutschen „Köche-Nachwuchs“ vor einigen Monaten dazu aufgerufen, sich mit überzeugendem Frontcooking-Konzept für die Challenge „Showkoch des Jahres 2017“ zu bewerben.

Eine bestens besetzte Fach-Jury ermittelte sorgsam, welche Bewerber, welche Ideen es letztlich ins Finale schaffen. Ihren „Kochhut“ hierzu hatte auch Yasemin Sezer (17) aus der Klostergastronomie Marienthal in den Ring geworfen. Die Auszubildende im 3. Lehrjahr setzte dabei auf einen Klassiker: „Tournedos à la Rossini“. Neben Rezepturen, Kalkulation, Arbeitsablaufplan und Dekoration musste sie, genau wie ihre Mitbewerber, ein eigenständiges Outfit, sowie eine Geschichte um das Gericht entwickeln. Zudem stand die Frage im Raum, wem will man das wo präsentieren und ist das Konzept auch betriebswirtschaftlich wirklich durchdacht?

Gemeinsam mit ihrem Ausbilder Uwe Steiniger, holte sie sich mit Andreas Rückbrodt (Video-Präsentation), Christina Leschnig (Design), Stefanie Mühleip (Service) und Katja Henrichs (Organisation) vorab tolle Unterstützer mit an Bord. Auch ihre Berufsschule in Betzdorf, das Lycée „Le Castel“ in Dijon unterstützen Yasemin bei ihrem ersten Wettbewerb mit Rat und Tat. Präsentieren musste sie „ihr Ding“ allerdings alleine. Ehrgeiz und Fleiß brachten sie so ins Finale nach Oberderdingen, nähe Karlsruhe. Dort traf sie auf Kolleginnen und Kollegen aus Hamburg (Grand Elysee), Ludwigshafen (BASF), Frankfurt (Lufthansa) und Baden-Baden (Park- und Spa-Hotel), teilweise schon ausgelernt und erfahren.

Es waren laut Uwe Steiniger folgende Dinge, die Yasemins Erfolg ermöglichten: „Ihre Unbekümmertheit, ihr Können und ihre Strahlkraft“. Steiniger lobt darüber hinaus die Fairness innerhalb der starken Truppe: „Hier wollte man gemeinsam etwas erreichen, um das eigene Solo zu perfektionieren!“. Es wurden so vor Publikum und Jury verschiedene Gerichte live zubereitet, welche Fitness im Fokus hatten, fangfrischen Fisch, asiatische und vegane Genüsse, schwäbische Küche „zweipunkteins“, oder wie Yasemin, einen Klassiker mit Hintergrund, Historie und einem Hauch von „Haute Cuisine“. Sie entführte ihre Gäste dabei ins Paris des 19. Jahrhunderts, berichtete von Komponisten, Künstlern und Gourmets, präsentierte eine perfekte Show: „Jeder Schritt saß, auf jede Nachfrage eine Antwort. Ich habe selten so eine gelungene Präsentation gesehen“, so ihr Ausbilder.

Aber auch die Mitbewerber ließen keinen Fehler zu, „eine ganz starke Gruppe, die bei 6 Gewinnern eine Siegerin hat“, lautete das Gesamturteil der Jury. Am Ende war es die Jungköchin Anika Schmidt, die bei Lufthansa schon internationale Erfahrungen sammelte und nun eine Woche nach Singapur reist. Dort werden ihr nicht nur Einblicke in die Top-Gastronomie gewährt, sie darf sich zudem auf der Fachmesse „Singapore Expo“ mit ihrem „Erfolgsrezept“ präsentieren. Yasemin bekam derweil das Angebot des Instituts of Culinary Art, dort eine Zusatzausbildung zur Kochshow-Moderatorin und Showköchin zu absolvieren: „Wir wollen das Potenzial steigern, welches wir heute bei Yasemin ganz klar gesehen haben“, so das ICA. Neben dem Team der Klostergastronomie Marienthal freut sich auch Katharina Aulmann vom Jobfuxx über diesen Erfolg.

Yasemins Start ins Berufsleben war zunächst nämlich eher etwas holprig: Eine Woche vor Beginn des Ausbildungsjahres hatte sie noch keine Lehrstelle. Die engagierte Vermittlerin wurde daraufhin mit ihr bei Uwe Steiniger vorstellig, der als Top-Ausbilder bekannt ist. Zweieinhalb Jahre später wiederholte Yasemin das, was schon Uwe Steiniger überzeugte: Sie präsentierte sich frei nach der Devise „Veni, Vidi, Vici“. Zum Abschied bekam Yasemin neben ihrer Urkunde noch ein hochwertiges Messerset, neue Showkoch-Schürzen und den Gruß, „wir werden uns wohl noch öfter sehen“ mit auf den Nachhauseweg. Dort ist man sehr stolz auf sie, vor allem gespannt, wie sich Yasemins Weg entwickelt. Die Weichen in eine erfolgreiche Zukunft hat sie sich nun selbst gestellt.

(Text & Bild: Klostergastronomie Marienthal)

Empfohlene Beiträge:

  1 Kommentar:

  1. G. Mai-Gebhardt
    15. November 2017 um 20:01 Uhr

    Das ist Jugendförderung !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.