Gefahren erkennen, vermeiden, begegnen und überwinden – Schnupperkurs in Selbstverteidigung

Einen hochinteressanten Einblick in die Theorie und Praxis der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweistündigen Schupperkurses am 24.11.2016 im Gemeindehaus des Evangelischen Gemeindehauses. „Gewalttäter suchen Opfer, keine Kämpfer“, so der erfahrene Kampfsportler bei Budokan Black Eagle e.V. in Sankt Augustin und Inhaber des schwarzen Gürtels in Kung-Fu Dju-Su, Peter Bahn. Genau aus diesem Grund seien besonders ältere Menschen verhältnismäßig oft Opfer von Übergriffen, da sie von Tätern als schwach und wehrlos eingeordnet werden. Jedoch sei zu betonen, dass Gewalt keinesfalls an ein Alter gebunden ist. Vielmehr liege es stets an der Körperhaltung, der Ausstrahlung von Selbstbewusstsein sowie der Mimik und Gestik, ob eine Person als Opfer ausgewählt wird oder nicht. Die wichtigste Regel sei demnach dem Aggressor deutlich zu zeigen, dass man kein Opfer ist.

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Im Sinne der Deeskalation sollten dabei nicht die Fäuste geballt, sondern die flachen Hände vor den Körper gehalten und eine laute Stimme eingesetzt werden. Ein kräftiges und überzeugtes „Stopp, lassen Sie das!“ kann dazu führen, dass der Täter ablässt oder Mitmenschen auf die Situation aufmerksam werden. Wichtig sei hierbei, den Gegenüber nicht zu Duzen, sondern mit dem bewussten Siezen stets die emotionale Distanz zu wahren. Als Basis der Selbstverteidigung betont der 67-Jährige wiederholt die Bedeutung der Wahrnehmungsschulung. Man müsse aufmerksam und mit offenen Augen und Ohren durch das Leben gehen, um potentielle Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen. Die anschließenden gemeinsamen Übungen und Demonstrationen von Herrn Bahn beinhalteten einfach Handgriffe und Bewegungsabläufe, die sich nur durch ständiges Wiederholen in das Gedächtnis verankern lassen und so optimalerweise bei der tatsächlichen Anwendung kein Nachdenken mehr bedürfen. Effektive Schwachstellen am menschlichen Körper sind spezielle Schmerzpunkte im Gesicht sowie an der Vorder- und Rückseite des Körpers, die sogenannten Vitalpunkte. Ein Schlag auf die Nase, ein Ellenbogenstoß in die Rippen oder ein Tritt in den Unterleib können ohne große Kraftanstrengung angewendet werden. Beim Einsatz von Gewalt als Selbstschutz müsse jedoch auch die Verhältnismäßigkeit in Anbetracht der jeweiligen Situation beachtet werden, so der erfahrene Kampfsportler.

Interessierte, die den Termin in Leuscheid nicht wahrnehmen konnten, sind herzlich eingeladen am 08.12.2016 ab 18:00 Uhr in Eitorf, Schloss Merten (Spiegelsaal) oder am 12.12.2016 ab 18:00 Uhr in Ruppichteroth, katholisches Gemeindehaus Schönenberg, an demselbigen Schnupperkurs mit Herrn Peter Bahn teilzunehmen. Aus organisatorischen Gründen bitte formlos anmelden unter Tel.: 02241 14 85 308 oder per Mail an mitten-im-leben@kivi-ev.de.

(Text & Bild: kivi e.V.)

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