Kalb auf Wiese gerissen – Spekulation um Wölfe in Windeck entfacht

Ohmbach – Nachdem es in letzter Zeit immer mal wieder zu vermutlichen Wolfssichtungen im Windecker- und Eitorf-Raum gekommen ist, könnte ein kürzlich in der Ohmbach – zwischen Leuscheid und Herchen – gerissenes Kalb tatsächlich auf die Existenz von Wölfen in Windeck hinweisen.

Wolf Windeck

Symbolbild

Da das tote Kalb erst einige Zeit nach dem Vorfall gefunden wurde, konnte eine DNA-Probe, die den Wolf als “Täter” identifiziert, leider nicht mehr entnommen werden.

Kai Zeuner (Jagdaufseher aus Breitscheid) hält einen Wolf allerdings für unwahrscheinlich, da er sich bisher noch auf keiner Wildkamera gezeigt hat und eine benachbarte Schafherde ebenfalls unversehrt blieb.

Trotzdem ist es nicht unwahrscheinlich dass Wölfe auch wieder den Weg ins Windecker Ländchen finden. In den letzten Jahren wurden bereits mehrere Tiere im benachbarten Westerwaldkreis entdeckt.

Auch wenn einem Wolf eine gewisse Aggressivität zugesprochen wird, so besteht in der Regel keine Gefahr für den Menschen, so lange sich das Tier nicht in die Enge gedrängt fühlt. Sollte es zu einer Begegnung kommen, so ist Ruhe und ein gewisser Abstand zu gewahren. In der Regel sucht der Wolf bereits nach dem ersten Blickkontakt mit einem Menschen das Weite.

Konntet ihr in letzter Zeit ebenfalls ähnliche Beobachtungen machen? Hinterlasst uns ein Kommentar.

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  15 Kommentare:

  1. Petra Schaefer
    27. Juli 2015 um 22:29 Uhr

    bitte um den Newsletter bzgl. Wolfssichtungen im Eitorfer und Windecker Raum, da wir in einem Dorf im Wald leben! Danke.

    • Arno
      28. Juli 2015 um 19:40 Uhr

      Abwarten Petra, es wird viele Sichtungen geben. Die Headline des Artikels ruft ja geradezu dazu auf!
      Gestern wurde mir gesagt, dass “man” in der Ohmbach bereits Wölfe heulen gehört hat…

      Die Frage zum Wolf in Windeck beginnt nicht mit ob”, sondern mit “wann” kommt der erste.
      Wir haben in Deutschland mittlerweile eine Population von weit mehr als 300 Tieren und diese wächst – und wandert.
      Das Revier eines, selbst kleinen Wolfsrudels misst sich in Quadratkilometern!

      Im Frühjahr d.J. wurde ein junger Rüde im Kreis Siegen anhand von DNA-Proben und Fotos nachgewiesen, für diesen sollte es kein Problem sein, unversehrt bis nach Windeck zu wandern.

      Leider sind im aktuellen Fall zu viele Fehler für einen eindeutigen Nachweis gemacht worden, offensichtlich wurde das Kalb auch zu spät für einen DNA-Nachweis gefunden.

      Das auf keiner Wildkamera ein Wolf zu sehen war ist Nonsens, wurde denn ein grosser, wildernder Hund gesehen?

      Meist hängen Wildkameras auch nicht an Wechseln (Wege des Wildes), sondern an anderen Stellen um Beobachtungen zu machen. Diese sind jedoch für den Predator Wolf nicht interessant.

      Da Schafherden in unseren Breiten meist Wanderschäfern gehören, werden sie in der Regel mit mobilen, farbigen Geflechtzäunen eingegattert. Diese meidet ein Wolf aber. Er wurde in der Vergangenheit in Richtung aufgehängter Lappen getrieben (Lappjagd) da er diese nicht durchdrang.

      Ist das Kalb vielleicht sogar eines natürlichen Todes gestorben und wurde von unseren heimischen Predatoren: Fuchs, Dachs oder vom Schwarzwild (Allesfresser) angeschnitten?

      Gibt es Fotodokumente die bemasst sind?
      Wo wurde der Kadaver angeschnitten: Hals, Keulen, Bauchraum? (Hinweis auf den Predator).

      Alles leider sehr vage und nicht professionell gemacht.

      Aber nochmals Petra, nicht ob, sondern wann der Wolf erstmals in diesem, für ihn idealen Biotop auftaucht ist die Frage.

      Keine Sorge, es gibt genug Nahrung für ihn, Menschen sind nicht gefährdet!

      • Frank
        28. Juli 2015 um 20:01 Uhr

        Dem ist nichts hinzuzufügen, ein tolles Statement. Unterstreichen sollte man dass es vollkommen überflüssig ist vor einem Wolf Angst zu haben. Dieses aus Märchenbüchern übernommene Ritual ist Quatsch. Der Wolf ist ein sehr soziales und dem Menschen gut gewonnenes Tier. Das er Schafe usw. reißt ist nicht böses oder aggressives, es ist sein natürlicher Nahrungsweg und der steht ihm nun mal schlicht und ergreifend zu. Genau so wie uns Menschen………….

      • Petra Schaefer
        29. Juli 2015 um 00:53 Uhr

        Danke, Arno, für Deinen ausführlichen guten Kommentar, ich habe gar keine Sorge, ich finde es schön, dass die Wölfe wieder da sind. Bin einfach durch unseren gemeinsam geteilten Lebensraum daran interessiert, von den Sichtungen zeitnah zu lesen!

      • Stephan Grafe
        21. August 2015 um 10:34 Uhr

        Guter Kommentar! Eine aktuelle Karte gibt’s hier: https://www.google.com/maps/d/edit?mid=z27nF1ne8ZPk.kpTEIl7gng7U&usp=sharing

  2. Carina
    2. Juni 2017 um 17:11 Uhr

    Hallo! Dank des Artikels bin ich mir nun ziemlich sicher! 🙂 Wir wohnen direkt am Waldrand von Ehrenhausen und hören seit nunmehr drei Wochen Wolfsgeheule hier in unserem Wald. Tagsüber und auch spät abends. Heute habe ich einen Wolf auf der anderen Bachseite im Hang verschwinden sehen können. Vermutlich hat er unsere Hühner und Riesenkaninchen die hier frei laufen und sich auch mal im Wald aufhalten gerochen und hunger bekommen! 🙂 Ich finde es spanend wie sich die Natur und Tierwelt entwickelt und fürchte die Wölfe nicht, werde meine Tiere aber nur noch begrenzt laufen lassen und die Pänz, die auch oft im Wald unterwegs sind, erhalten jetzt Verhaltensregeln bei Wolfssichtung. Kann oder sollte ich die Sichtung noch bei einer Stelle melden? Wenn ja bei welcher?
    Vielen Dank und lieben Gruß!

    • Arno
      3. Juni 2017 um 09:49 Uhr

      Hallo Carina,

      Sie sollten Ihre vermeintliche Sichtung beim zuständigen Luchs- und Wolfsberater für Rhein-Sieg, Marc Redemann beim Forstamt melden.
      Nummer finden Sie hier in der aktuellen Liste:
      http://artenschutz.naturschutzinformationen.nrw.de/artenschutz/web/babel/media/luchs_wolfsberater_nrw.pdf

      Er wird Ihnen auch Verhaltensregeln für Ihre Kinder nennen können…

      Gruß Arno

    • Frank Friedrich
      6. Juni 2017 um 10:23 Uhr

      Der Wolf ist ein Wandertier und legt am Tag ca 60 bis 80Km zurück.
      Schon gar nicht wird ein einzelner Wolf sesshaft, er ist auf der Suche sich zu vermehren.

      Viel Spaß noch mit dem angebl. Wolf in Ehrenhausen……

      PS: der Wolf ist ein faszinierenden hochspezialisierte und dem Menschen gut gesonnenes Wesen.

      • Frank Friedrich
        6. Juni 2017 um 10:25 Uhr

        *hochsozialisiert sollte es heißen

      • OhneSusi
        6. Juni 2017 um 16:00 Uhr

        WOW! Was haben wir denn hier für einen Fachmann? Residente Einzelwölfe sind wohl eine Erfindung des Wolfsmonitorings? Woran erkennt man das Wölfe dem Menschen gut gesonnen sind?

      • Arno
        7. Juni 2017 um 12:34 Uhr

        Oh, Herr Friedrich da sollten Sie aber mal Ihr Wissen auffrischen, bevor Sie so einen Kommentar loslassen.

        Zunächst gibt es, wie von “OhneSusi” bereist geschrieben einen “Residenten Einzelwolf”. Dieser bildet dann, im Laufe eines Jahres, mit einem zugewanderten Geschlechtspartner ein Rudel (nein, es heißt nicht Familie…).

        “Dem Menschen gut gesonnen”? Hat er Ihnen das verraten, oder woher stammt dieses “Wissen”?

    • OhneSusi
      6. Juni 2017 um 10:44 Uhr

      Tja – das ist wohl ein echter Grenzfall! Das in doppelter Hinsicht: Auf der anderen Bachseite ist Rheinland-Pfalz. Ich glaube nicht das es ein Wolf ist, Wie bereits in der Ohmbach glaube ich, das es ein Nachfahre der vor einigen Jahren in Saal ausgebüxten Wolfshunde ist. Wölfe bleiben nicht unbemerkt und wie kommt der dorthin und warum soll der ausgerechnet dortbleiben und die Kaninchen in Ruhe lassen?

  3. Stephan Grafe
    2. Juni 2017 um 17:59 Uhr

    Bitte beim zuständigen Wolfsberater/-betreuer melden. Danke

    • Dorftadel
      4. Juni 2017 um 08:19 Uhr

      Es ändert sich quasi nichts, der Wolf ist schon lange hier. Wir selber haben ihn schon gesehen, und das ist schon fast zwei Jahre her. Wolfsmeldungen führen nur dazu das ein Run auf die Tiere beginnt. Deswegen melden wir sowas nicht.

      • Andrea Dohr
        4. Juni 2017 um 16:00 Uhr

        Ich würde es hier auch nicht melden , sonst würden sie bestimmt wieder erschossen

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